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Peinlich, Peinlich! (2)

Montag, 03. August 2009, 07:05 Uhr
Man muss auch über sich selbst lachen können. Das tat Landtagskandidatin Dorothea Marx (SPD) und räumte ihren Fehler mit der Zugehörigkeit von Hachelbich hinsichtlich des Wahlkreises ein. Trotzdem war Sie auf der richtigen Veranstaltung, wie Sie gegenüber kn betonte...

Gegenüber kn betonte Sie gestern:
"Auf der richtigen Veranstaltung war ich aber auf jeden Fall: Denn im Kyffhäuserkreis gibt es nach wie vor zwei Feuerwehrkreisverbände - und die entsprechen dem Altkreis Sondershausen - aus dem der Wahlkreis 10 gebildet wurde - und dem Altkreis Artern. Hachelbich gehörte vor der Kreisreform zum Altkreis Sondershausen, und die dortige Feuerwehr gehört nach wie vor zum Feuerwehrkreisverband des "West"kreises. Die am Samstag ausgetragene Kreismeisterschaft betraf und umfasste ausschließlich die Feuerwehren des Altkreises Sondershausen. Da war ich also ganz "richtig" und habe mich über das gute Abschneiden der teilnehmenden Mannschaften zu Recht mit gefreut."

Solche Verwechselungen bei Politikern regen doch immer mal zum Schmunzeln an, weshalb kn so etwas natürlich bringen musste. Hintergrund war, dass Dorothea Marx fest daran glaubte, Hachelbich gehöre zum Wahlkreis 10. Aber mindestens schon seit den Landtagswahlen 1999 gehört Hachelbich definitiv zum Wahlkreis 11. Auf der anderen Seite zeigt sich aber leider auch, dass es viele Jahre nach der Bildung des Kyffhäuserkreises immer noch eine ganze Reihe Organisationen gibt, welche immer noch nach Altkreisen getrennt agieren. Denn nicht nur bei den Landtagswahlen und den Feuerwehrverbänden wird noch nach Altkreis Artern und Altkreis Sondershausen unterschieden (mit unterschiedlichen Grenzen und Zugehörigkeit der Gemeinden), sondern auch im Kleingartenwesen und auch beim DRK, um nur einige Beispiele zu nennen. Ob es sinnvoll ist oder nicht, muss jede Organisation für sich entscheiden. Verwirrend ist es in jedem Falle, ob für Politiker oder den gemeinen Wähler.

Und sind wir doch mal ehrlich, wer sieht langsam noch durch, welche Gemeinde zu welcher Verwaltungsgemeinschaft, Einheitsgemeinde und Stadt gehört? Selbst "Profis" kamen und kommen da immer wieder durcheinander, wie manche Stadtratssitzung oder Hauptausschusssitzung der Stadt Sondershausen zeigte, wenn es um die neuen Ortsteile ging. Und Besserung ist nicht in Sicht, wenn man die Diskussionen und Abstimmungen verfolgt, welche Gemeinde sich mit wem verbünden will, oder auch nicht.
Autor: khh

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