Kn Wahlkampfecke: Schweinefabrik
Samstag, 15. August 2009, 14:54 Uhr
Keine Schweinefabrik in Immenrode so die Forderung der Grünen in einer Presseerklärung der Direktkandidaten der Thüringer Bündnis-Grünen auf ihrer Wahlkampftour...
Bündnis 90/Die Grünen Thüringen kritisieren die Pläne der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG, in Immenrode bei Sonderhausen eine Schweinemastanlage mit ca. 13.000 Mastschweinen zu errichten. Dieses Vorhaben gefährdet die Region mit einer einzigartigen Naturausstattung und verhindert die weitere Entwicklung des touristischen Potentials.
Für Bündnis90/Die Grünen Thüringen steht fest: Die regionale Produktion und Wertschöpfung in der Landwirtschaft hat für uns oberste Priorität. Bei einem Selbstversorgungsgrad von ca. 70 Prozent bei Schweinefleisch besteht im Freistaat, der gern mit der Thüringer Bratwurst wirbt, Nachholbedarf in der Schweinhaltung. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir alle Pläne zur Erweiterung der Schweinefleischerzeugung automatisch unterstützen.
"Wenn der Verbraucher gut informiert ist, entscheidet er sich für Eier, Milch, Käse und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung." bewertet Dr. Frank Augsten, Agrarexperte, Landessprecher und Direktkandidat für die Landtagswahl die Situation. "Deshalb wurden ab 01.01.2009 die Käfige für Legehennen verboten und deshalb werde auf europäischer Ebene auch Haltungsrichtlinien für andere Tierarten diskutiert. Für uns ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wie Politik und Investoren auf Tierhaltungen setzen, die aus Gründen des mangelhaften Tier- und Umweltschutzes zu Recht in der Kritik stehen und deshalb Gefahr laufen, in absehbarer Zeit ihre Zulassungen zu verlieren."
Besonders kritisch stehen die Thüringer Grünen Plänen gegenüber, die offenbar ohne Rücksicht auf das Umfeld und die Bewohner "durchgedrückt" werden sollen. "Das Vorhaben in Immenrode ist dafür ein Beispiel." ergänzt Babette Pfefferlein, Sprecherin des Kreisverbandes Kyffhäuserkreis und Direktkandidatin im Wahlkreis 10. "Eine Region, die in den letzten Jahren bewusst auf die touristische Entwicklung gesetzt hat, soll den wirtschaftlichen Interessen einer Handvoll Leute geopfert werden."
"Die ländlichen Regionen in Thüringen kämpfen gegen Abwanderung und setzen deshalb auf ein lebenswertes Umfeld mit wirtschaftlichem Entwicklungspotential." so Jörg Blobel, Vorstandsmitglied im KV Kyffhäuserkreis und Direktkandidat im Landkreis Nordhausen. "Eine industrielle Intensivtierhaltungsanlage mit allen ihren Problemen wie erhöhtes Verkehrsaufkommen, Geruchsbelästigungen, Staubbelastungen und vieles mehr mag ein paar Arbeitsplätze bringen - der Wertverlust des Bodens und der Grundstücke wird viele Bewohner veranlassen, ihre Heimat zu verlassen."
Die Thüringer Grünen haben die Bürgerinitiative "Gegen die Erweiterung der Schweinemastanlage Immenrode" von Anfang an unterstützt. Frank Augsten, Babette Pfefferlein und Jörg Blobel werden am 13.08.09 ab 14.00 Uhr im Rahmen der Grünen Wahlkampftour in Immenrode Plakate "Keine Schweinfabriken in Thüringen" hängen und mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen.
Babette Pfefferlein
Autor: khhBündnis 90/Die Grünen Thüringen kritisieren die Pläne der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG, in Immenrode bei Sonderhausen eine Schweinemastanlage mit ca. 13.000 Mastschweinen zu errichten. Dieses Vorhaben gefährdet die Region mit einer einzigartigen Naturausstattung und verhindert die weitere Entwicklung des touristischen Potentials.
Für Bündnis90/Die Grünen Thüringen steht fest: Die regionale Produktion und Wertschöpfung in der Landwirtschaft hat für uns oberste Priorität. Bei einem Selbstversorgungsgrad von ca. 70 Prozent bei Schweinefleisch besteht im Freistaat, der gern mit der Thüringer Bratwurst wirbt, Nachholbedarf in der Schweinhaltung. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir alle Pläne zur Erweiterung der Schweinefleischerzeugung automatisch unterstützen.
"Wenn der Verbraucher gut informiert ist, entscheidet er sich für Eier, Milch, Käse und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung." bewertet Dr. Frank Augsten, Agrarexperte, Landessprecher und Direktkandidat für die Landtagswahl die Situation. "Deshalb wurden ab 01.01.2009 die Käfige für Legehennen verboten und deshalb werde auf europäischer Ebene auch Haltungsrichtlinien für andere Tierarten diskutiert. Für uns ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wie Politik und Investoren auf Tierhaltungen setzen, die aus Gründen des mangelhaften Tier- und Umweltschutzes zu Recht in der Kritik stehen und deshalb Gefahr laufen, in absehbarer Zeit ihre Zulassungen zu verlieren."
Besonders kritisch stehen die Thüringer Grünen Plänen gegenüber, die offenbar ohne Rücksicht auf das Umfeld und die Bewohner "durchgedrückt" werden sollen. "Das Vorhaben in Immenrode ist dafür ein Beispiel." ergänzt Babette Pfefferlein, Sprecherin des Kreisverbandes Kyffhäuserkreis und Direktkandidatin im Wahlkreis 10. "Eine Region, die in den letzten Jahren bewusst auf die touristische Entwicklung gesetzt hat, soll den wirtschaftlichen Interessen einer Handvoll Leute geopfert werden."
"Die ländlichen Regionen in Thüringen kämpfen gegen Abwanderung und setzen deshalb auf ein lebenswertes Umfeld mit wirtschaftlichem Entwicklungspotential." so Jörg Blobel, Vorstandsmitglied im KV Kyffhäuserkreis und Direktkandidat im Landkreis Nordhausen. "Eine industrielle Intensivtierhaltungsanlage mit allen ihren Problemen wie erhöhtes Verkehrsaufkommen, Geruchsbelästigungen, Staubbelastungen und vieles mehr mag ein paar Arbeitsplätze bringen - der Wertverlust des Bodens und der Grundstücke wird viele Bewohner veranlassen, ihre Heimat zu verlassen."
Die Thüringer Grünen haben die Bürgerinitiative "Gegen die Erweiterung der Schweinemastanlage Immenrode" von Anfang an unterstützt. Frank Augsten, Babette Pfefferlein und Jörg Blobel werden am 13.08.09 ab 14.00 Uhr im Rahmen der Grünen Wahlkampftour in Immenrode Plakate "Keine Schweinfabriken in Thüringen" hängen und mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen.
Babette Pfefferlein
