Besuch der OPEL-Werke in Eisenach
Dienstag, 18. August 2009, 16:00 Uhr
Im Rahmen des Projektes PROJob Nordthüringen, einem Programm zur Unterstützung von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen am Arbeitsmarkt, besuchten einige Projektteilnehmer die Werkhallen des Automobilherstellers. Dazu erhielt kn vom Kreisjugendring folgenden Bericht...
Zu Besuch bei Opel (Foto: Kreisjugendring)
Der Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. ist einer der fünf Projektträger von "PROJob Nordthüringen", einem Teilprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS - arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge" (gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds). Innerhalb der Projektumsetzung wurde vor einigen Tagen eine besondere Veranstaltung organisiert und durchgeführt: im Rahmen der Arbeitsfelderkundung besuchte eine Gruppe von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen gemeinsam das Eisenacher Werk der Adam Opel AG und führte eine Werksbesichtigung durch. Der Besuch des 1992 in Eisenach gegründeten Opel-Werkes bot den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern einen interessanten Einblick in die Herstellung von Automobilen.
Insbesondere die technischen Abläufe und hochmodernen, voll automatisierten Fertigungsabläufe faszinierten die Gruppe. Von der Herstellung und Montage der Bodengruppen über die "Hochzeit" (Einbau des Motors und Antriebstrangs) bis hin zur Endkontrolle und Lackpolitur konnten alle Produktionsschritte hautnah miterlebt werden. Siebenhundert Fahrzeuge des Typs Opel Corsa verlassen täglich das Eisenacher Werk zur Weiterlieferung in alle Teile Europas. Herz und Seele des Werkes sind dabei nicht die Roboter und Fertigungscomputer, sondern rund 1.700 Mitarbeiter. Darunter Männer und Frauen, Menschen aus Ost und West und sogar Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln.
Ziel des Netzwerkprojektes "PROJob Nordthüringen" ist es, Bleibeberechtigte und Flüchtlinge der Region Nordthüringen gezielt zu unterstützen und sie in Arbeit zu vermitteln.
Durch verschiedene Qualifikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Seminarangebote sollen die Zielgruppen nachhaltig für den Zugang zum Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Neben Sprachkursen und Workshops gehören dazu eben auch Arbeitsfelderkundungen, die dazu dienen, wirtschaftliche Strukturen kennen zu lernen, verschiedene Branchen zu besuchen sowie eigene Interessen zu entwickeln bzw. zu erkennen. (Siehe auch Anmerkung)
Anmerkung:
Dem voraus geht das Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union, mit dem ab 28.08.2007 das Aufenthaltsgesetz geändert wurde. Das geänderte Zuwanderungsgesetz brachte für viele Menschen, die ohne sicheren Status in Deutschland lebten, die Perspektive eines dauerhaften Aufenthaltes. Viele jugendliche und langjährig Geduldete erhielten eine realistische Chance zur Integration in den Arbeitsmarkt und damit die Gesellschaft. Sie konnten nun Instrumente der Arbeitsmarktintegration nutzen.
Zur weiteren Umsetzung der Gesetzesintentionen wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Unterstützungsprogramm initiiert, das auf lokaler und regionaler Ebene unter Einbezug der Arbeitsgemeinschaften (Argen) und der zugelassenen kommunalen Träger möglichst vielen Bleibeberechtigten zu einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit verhelfen soll. Die Netzwerke sollen unter anderem in Zusammenarbeit mit Unternehmen durch berufsbegleitende Qualifizierung den Beschäftigungserhalt der Zielgruppe sowie deren Verbleibsaussichten auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Schwerpunkt der geförderten Projektaktivitäten ist, Bleibeberechtigten nach der Bleiberechts- bzw. Altfallregelung des Aufenthaltsgesetzes sowie Flüchtlingen mit Zugang zum Arbeitsmarkt - gemeinsam mit den Grundsicherungsstellen - durch Beratung und Unterstützung die Chancen zur Integration in den Arbeitsmarkt zu erhöhen und zu sichern.
Entsprechend der Richtlinien des Programms hat sich unter dem Dach des Vereins Starthilfe Sondershausen in Nordthüringen ein Netzwerk konstituiert, das die Arbeit von Trägern aus den Bereichen Beratung, Arbeitsmarkt und Betriebskontakte bündelt. Name des Netzwerkprojektes ist "PROJob Nordthüringen".
Für weitere Informationen zum Projekt können Sie sich an den Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., Telefon 03632-541941 o. 759390, info@kjr-kyffhaeuserkreis.de oder Starthilfe Sondershausen e.V., Telefon 03632-542334 wenden.
Autor: khh
Zu Besuch bei Opel (Foto: Kreisjugendring)
Der Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. ist einer der fünf Projektträger von "PROJob Nordthüringen", einem Teilprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS - arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge" (gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds). Innerhalb der Projektumsetzung wurde vor einigen Tagen eine besondere Veranstaltung organisiert und durchgeführt: im Rahmen der Arbeitsfelderkundung besuchte eine Gruppe von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen gemeinsam das Eisenacher Werk der Adam Opel AG und führte eine Werksbesichtigung durch. Der Besuch des 1992 in Eisenach gegründeten Opel-Werkes bot den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern einen interessanten Einblick in die Herstellung von Automobilen.Insbesondere die technischen Abläufe und hochmodernen, voll automatisierten Fertigungsabläufe faszinierten die Gruppe. Von der Herstellung und Montage der Bodengruppen über die "Hochzeit" (Einbau des Motors und Antriebstrangs) bis hin zur Endkontrolle und Lackpolitur konnten alle Produktionsschritte hautnah miterlebt werden. Siebenhundert Fahrzeuge des Typs Opel Corsa verlassen täglich das Eisenacher Werk zur Weiterlieferung in alle Teile Europas. Herz und Seele des Werkes sind dabei nicht die Roboter und Fertigungscomputer, sondern rund 1.700 Mitarbeiter. Darunter Männer und Frauen, Menschen aus Ost und West und sogar Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln.
Ziel des Netzwerkprojektes "PROJob Nordthüringen" ist es, Bleibeberechtigte und Flüchtlinge der Region Nordthüringen gezielt zu unterstützen und sie in Arbeit zu vermitteln.
Durch verschiedene Qualifikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Seminarangebote sollen die Zielgruppen nachhaltig für den Zugang zum Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Neben Sprachkursen und Workshops gehören dazu eben auch Arbeitsfelderkundungen, die dazu dienen, wirtschaftliche Strukturen kennen zu lernen, verschiedene Branchen zu besuchen sowie eigene Interessen zu entwickeln bzw. zu erkennen. (Siehe auch Anmerkung)
Anmerkung:
Dem voraus geht das Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union, mit dem ab 28.08.2007 das Aufenthaltsgesetz geändert wurde. Das geänderte Zuwanderungsgesetz brachte für viele Menschen, die ohne sicheren Status in Deutschland lebten, die Perspektive eines dauerhaften Aufenthaltes. Viele jugendliche und langjährig Geduldete erhielten eine realistische Chance zur Integration in den Arbeitsmarkt und damit die Gesellschaft. Sie konnten nun Instrumente der Arbeitsmarktintegration nutzen.
Zur weiteren Umsetzung der Gesetzesintentionen wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Unterstützungsprogramm initiiert, das auf lokaler und regionaler Ebene unter Einbezug der Arbeitsgemeinschaften (Argen) und der zugelassenen kommunalen Träger möglichst vielen Bleibeberechtigten zu einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit verhelfen soll. Die Netzwerke sollen unter anderem in Zusammenarbeit mit Unternehmen durch berufsbegleitende Qualifizierung den Beschäftigungserhalt der Zielgruppe sowie deren Verbleibsaussichten auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Schwerpunkt der geförderten Projektaktivitäten ist, Bleibeberechtigten nach der Bleiberechts- bzw. Altfallregelung des Aufenthaltsgesetzes sowie Flüchtlingen mit Zugang zum Arbeitsmarkt - gemeinsam mit den Grundsicherungsstellen - durch Beratung und Unterstützung die Chancen zur Integration in den Arbeitsmarkt zu erhöhen und zu sichern.
Entsprechend der Richtlinien des Programms hat sich unter dem Dach des Vereins Starthilfe Sondershausen in Nordthüringen ein Netzwerk konstituiert, das die Arbeit von Trägern aus den Bereichen Beratung, Arbeitsmarkt und Betriebskontakte bündelt. Name des Netzwerkprojektes ist "PROJob Nordthüringen".
Für weitere Informationen zum Projekt können Sie sich an den Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., Telefon 03632-541941 o. 759390, info@kjr-kyffhaeuserkreis.de oder Starthilfe Sondershausen e.V., Telefon 03632-542334 wenden.
