Sondershäuser Püstrich auf Reisen
Dienstag, 25. August 2009, 18:42 Uhr
Den Sondershäuser Püstrich hat das Reisefieber gepackt. Wohin es ihn zieht, erfahren Sie hier...
Sondershäuser Püstrich auf Reisen (Foto: Stadt Sondershausen)
Am 30. August 2009 wird im Kulturhistorischen Museum Magdeburg die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit" eröffnet. Zusammen mit anderen Meisterwerken spätmittelalterlicher Kunst, die als Leihgaben aus ganz Deutschland zusammengetragen wurden, wird dann auch der Sondershäuser Püstrich in Magdeburg zu sehen sein. Gut verpackt in einer maßgeschneiderten Klimakiste ging er am Montag auf Reisen.
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende 57 cm hohe und 35 kg schwere Bronzefigur eines knienden dickbäuchigen Mannes mit aufgeblasenen Wangen und gespitzten Lippen steht schon seit ihrer Auffindung im 16. Jahrhundert in der Ruine der Rothenburg im Kyffhäuser im Blickpunkt wissenschaftlichen Interesses. 1561 beschrieb ihn erstmals der Metallurge Georg Fabricius. 1592 entlieh Landgraf Moritz von Hessen den Püstrich und ließ eine Reihe von Experimenten durchführen; unter anderem scheint zu dieser Zeit der linke Unterarm amputiert worden zu sein. Über die Funktion der mit zwei Öffnungen (im Mund und auf dem Kopf) versehenen Hohlfigur gab und gibt es zahlreiche, zum Teil abenteuerliche Theorien. Favorisiert wird zurzeit die Deutung als Dampfapparat für verschiedene, vielleicht kultische oder militärtechnische Zwecke.
Die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" ist noch bis zum 6. Dezember 2009 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen.
Autor: khh
Sondershäuser Püstrich auf Reisen (Foto: Stadt Sondershausen)
Am 30. August 2009 wird im Kulturhistorischen Museum Magdeburg die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit" eröffnet. Zusammen mit anderen Meisterwerken spätmittelalterlicher Kunst, die als Leihgaben aus ganz Deutschland zusammengetragen wurden, wird dann auch der Sondershäuser Püstrich in Magdeburg zu sehen sein. Gut verpackt in einer maßgeschneiderten Klimakiste ging er am Montag auf Reisen.Die aus dem 13. Jahrhundert stammende 57 cm hohe und 35 kg schwere Bronzefigur eines knienden dickbäuchigen Mannes mit aufgeblasenen Wangen und gespitzten Lippen steht schon seit ihrer Auffindung im 16. Jahrhundert in der Ruine der Rothenburg im Kyffhäuser im Blickpunkt wissenschaftlichen Interesses. 1561 beschrieb ihn erstmals der Metallurge Georg Fabricius. 1592 entlieh Landgraf Moritz von Hessen den Püstrich und ließ eine Reihe von Experimenten durchführen; unter anderem scheint zu dieser Zeit der linke Unterarm amputiert worden zu sein. Über die Funktion der mit zwei Öffnungen (im Mund und auf dem Kopf) versehenen Hohlfigur gab und gibt es zahlreiche, zum Teil abenteuerliche Theorien. Favorisiert wird zurzeit die Deutung als Dampfapparat für verschiedene, vielleicht kultische oder militärtechnische Zwecke.
Die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" ist noch bis zum 6. Dezember 2009 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen.
