kyffhaeuser-nachrichten.de

Gewonnen und verloren!

Sonntag, 30. August 2009, 23:34 Uhr
Das vorläufig Endergebnis im Kyffhäuserkreis steht. Eine erste kurze Betrachtung sei kn erlaubt ...

Trotz recht herber Verluste ging die CDU im Kyffhäuserkreis als Gewinner durchs Ziel. Zwar stürzte man in den Landesstimmen (Zweitstimmen) erdrutschartig ab, von 44,0 % (2004) auf 30,4 % ab, hat aber im direkten Duell beide Landtagsmandate gewonnen. Hier haben sich offensichtlich die bekannteren Namen Gerold Wucherpfennig und Gudrun Holbe einzeln betrachtet besser durchgesetzt, als ihre zugehörigen Parteien. Das heißt nichts anderes, viele Wählerinen und Wähler haben den beiden Politikern ihre Stimme gegeben, aber eine andere Partei (Zweitstimme – rechte Spalte) gewählt. Besonders im Falle von Verkehrminister Gerold Wucherpfenning hatte die CDU wohl auf das richtige "Pferd" gesetzt. Ob sich hier auch ein anderer Vertreter der CDU durchgesetzt hätte, erscheint fraglich.

Tragisch muss man schon das Ergebnis der Linken nennen. Trotz Verbesserung im Wahlergebnis 27,2 % (2004 noch als PDS) auf 31,0 % hat man kein Landtagsmandat erringen können. Und das, obwohl man mit diesen 31,0 % stärkste Kraft im Kyffhäuserkreis wurde, noch vor der CDU). Trotz des guten Ergebnisses landesweit bei den Linken, standen die Vertreter der Linken des Kyffhäuserkreises zu weit hinten in den eigenen Landeslisten. Tragisch in doppelter Hinsicht ist, dass die Linken im Durchschnitt im Kyffhäuserkreis mit 31,0 % besser waren als die Linke landesweit mit nur 27,4 % der Stimmen. Hier sollte es wohl mal Diskussionsbedarf bei den Linken geben, wenn man trotzdem keinen Vertreter im Landtag hat.

Interessant dabei auch, in der Stadt Sondershausen hatte sich Beatrice Ritzke (Die Linke) sogar gegen Wucherpfennig durchsetzen können (Wucherpfennig - 2 522 Stimmen, Ritzke - 2 576 Stimmen). Wucherpfennig hat sich auf dem Land besser durchsetzen können.

Als Wahlgewinner kann sich die SPD im Kyffhäuserkreis sehen. Von 14,6 % (2004) konnte man auf 20,2% zulegen. Und über die Landesliste der Zweitstimmen rutschte Dorothea Marx in den Landtag rein, weil sie in der SPD-Landesliste recht weit oben stand.

Sowohl FDP und Grüne können sich als Wahlgewinner betrachten. Die FDP verbesserte sich im Kyffhäuserkreis von 3,3 % (2004) auf 6,5%. Die Grünen verbesserten sich von 2,7 % (2004) auf 4,4 %. Beide Parteien profitierten wohl von dem bundesweiten Trend nach oben.

Die NPD konnte sich im Kyffhäuserkreis von 3,0 % (2004) auf 4,4 % verbessern, schaffte es in Thüringen auch nicht, die 5%-Hürde zu überspringen.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de