Böses Erwachen kommt im Herbst
Donnerstag, 03. September 2009, 11:50 Uhr
"Das böse Erwachen kommt erst nach dem 27. September", erklärt Kersten Naumann, Mitglied des Bundestages (Die Linke) angesichts der Arbeitslosenzahlen im Monat August. Hier der komplette Wortlaut ihrer Pressemeldung...
"Es zeigt sich, dass die Bundesregierung bei all ihren Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes – von der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis zum Stillhalteabkommen mit der Industrie – nur ein einziges Ziel vor Augen hatte: den unausweichlichen Einbruch am Arbeitsmarkt auf die Zeit nach der Bundestagswahl zu verschieben", so Kersten Naumann weiter.
"Im Kyffhäuserkreis, Sömmerda und Weimar Land gingen die Zahlen zwar noch Mal leicht zurück, aber nach wie vor liegt der Kyffhäuserkreis an der Spitze in Thüringen. Und das im Vergleich mit einer fast doppelt so hohen Arbeitslosenquote wie Sonneberg.
Und das ist aber noch lange nicht die Spitze des Eisberges, denn die offiziellen sind noch lange nicht die wirklichen Arbeitslosenzahlen. Selbst die Bundesagentur für Arbeit distanziert sich schon länger von der Schönfärberei und bemerkt im Bericht, dass die statistische Arbeitslosigkeit vom Gesetzgeber definiert wird und sie deshalb auch die Unterbeschäftigung ausweisen. Hier werden alle ausgewiesen, die aus der Statistik entfernt werden müssen. Das bedeutet für Thüringen 45.100 Arbeitslose mehr, somit wird jeder 4. Arbeitslose in Thüringen nicht erfasst.
Dazu kommt, dass sich derzeit noch Mal mehr als 40.000 Menschen in Thüringen in Kurzarbeit befinden. Arbeitsmarktexperten sagen nun voraus, dass das dicke Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Arbeitsmarkt erst im Herbst kommt, wenn das Kurzarbeitergeld in vielen Fällen ausläuft.
Für diesen Zeitpunkt hat die Regierung in keiner Weise vorgesorgt. Das ist auch kein Wunder, denn passive Arbeitsmarktpolitik, wie sie die Bundesregierung betreibt, beseitigt die Ursachen des ständigen Auf und
Ab am Arbeitsmarkt nicht. Mit ihren Konjunkturprogrammen hat sie zwar Milliarden Euro in die Wirtschaft gepumpt. Sie hat es dabei aber versäumt, für eine ausreichende Zahl neuer sozialversicherungs-pflichtiger Jobs zu sorgen. Stattdessen wiegt sie die Menschen in trügerischer Sicherheit – bis zum 27. September."
Kersten Naumann
Autor: khh"Es zeigt sich, dass die Bundesregierung bei all ihren Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes – von der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis zum Stillhalteabkommen mit der Industrie – nur ein einziges Ziel vor Augen hatte: den unausweichlichen Einbruch am Arbeitsmarkt auf die Zeit nach der Bundestagswahl zu verschieben", so Kersten Naumann weiter.
"Im Kyffhäuserkreis, Sömmerda und Weimar Land gingen die Zahlen zwar noch Mal leicht zurück, aber nach wie vor liegt der Kyffhäuserkreis an der Spitze in Thüringen. Und das im Vergleich mit einer fast doppelt so hohen Arbeitslosenquote wie Sonneberg.
Und das ist aber noch lange nicht die Spitze des Eisberges, denn die offiziellen sind noch lange nicht die wirklichen Arbeitslosenzahlen. Selbst die Bundesagentur für Arbeit distanziert sich schon länger von der Schönfärberei und bemerkt im Bericht, dass die statistische Arbeitslosigkeit vom Gesetzgeber definiert wird und sie deshalb auch die Unterbeschäftigung ausweisen. Hier werden alle ausgewiesen, die aus der Statistik entfernt werden müssen. Das bedeutet für Thüringen 45.100 Arbeitslose mehr, somit wird jeder 4. Arbeitslose in Thüringen nicht erfasst.
Dazu kommt, dass sich derzeit noch Mal mehr als 40.000 Menschen in Thüringen in Kurzarbeit befinden. Arbeitsmarktexperten sagen nun voraus, dass das dicke Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Arbeitsmarkt erst im Herbst kommt, wenn das Kurzarbeitergeld in vielen Fällen ausläuft.
Für diesen Zeitpunkt hat die Regierung in keiner Weise vorgesorgt. Das ist auch kein Wunder, denn passive Arbeitsmarktpolitik, wie sie die Bundesregierung betreibt, beseitigt die Ursachen des ständigen Auf und
Ab am Arbeitsmarkt nicht. Mit ihren Konjunkturprogrammen hat sie zwar Milliarden Euro in die Wirtschaft gepumpt. Sie hat es dabei aber versäumt, für eine ausreichende Zahl neuer sozialversicherungs-pflichtiger Jobs zu sorgen. Stattdessen wiegt sie die Menschen in trügerischer Sicherheit – bis zum 27. September."
Kersten Naumann
