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kn Forum: Vermischung Ämter

Montag, 07. September 2009, 07:20 Uhr
In unserem gestrigen Beitrag in der Wahlkampfecke hatte sich die FDP gegen eine unzulässige Vermischung von SPD-Kandidatur und DGB-Funktion gewandt. Einer unserer Leser ist da anderer Meinung, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen...

Nicht dass ich mich irgendwie einmischen oder gar Partei ergreifen wollte für irgendeinen der Kämpfer um das begehrte Mandat zum Einzug in den nächsten Bundestag, aber was da aus der liberalen Ecke hier bei kn zu lesen war, regt doch etwas zum Nachdenken an.

Kann mich irgendjemand erinnern, das beispielsweise ein Bundeskanzler oder auch Ministerpräsident, der erneut kandidierte, jemals seine Funktion für die Dauer des Wahlkampfes ruhen ließ beziehungsweise auch nur andeutungsweise jemals einen Unterschied machte, ob er nun als Ministerpräsident oder Parteivorsitzender sprach? Im Gegenteil, man findet kaum eine Pressenotiz, bei der nicht hinter dem Namen die Parteizugehörigkeit angegeben ist. Man denke nur an die vielen ersten Spatenstiche, das Durchschneiden von Bändern oder die Verteilung von Lottomitteln.

Sicher, mit dem Dienstwagen sollte man nicht in den Wahlkampf ziehen, aber der Gedanke einen Menschen mit zwei säuberlich getrennten Meinungen wählen zu sollen, erscheint mir ziemlich gruselig. Dass sich ein Kandidat in seiner ganzen Persönlichkeit präsentiert und seine gesellschaftliche Grundhaltung darstellt, liegt doch im Interesse des Wählers. Soviel Liberalität muss sein. Da weiß man wenigstens, woran man ist und kann sich entscheiden. Dafür oder dagegen.
Eric Sommer
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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