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Mädchen zieren sich noch

Freitag, 11. September 2009, 15:36 Uhr
Grubenfahrt in der GSES  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Grubenfahrt in der GSES (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
SPD-Bundestagskandidat Steffen Lemme war heute zu einem Informationsbesuch in der Grube der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES). Kn war dabei und löst auf, was es mit der Ziererei auf sich hat...

Vor der Grubenfahrt erläuterte Geschäftsführer Ralph Haase die Geschäftsfelder der GSES. Dabei verwies er besonders auf die beiden neuen bzw. ausgebauten Geschäftsfelder. Mit ihrer Photovoltaikanlage ist die GSES unter die Produzenten von grünem Strom gegangen, auch wenn voraussichtlich erst in ca. 15 Jahre Gewinne aus der Anlage fließen werden.

Seit diesem Jahr hat die GSES die Förderkapazität an Steinsalz in der Grube von 70.000 auf 200.000 t pro Jahr gesteigert. Diese Erweiterung kam zum rechten Zeitpunkt, da durch die Krise auch das Aufkommen an Abfall deutlich gesunken ist (ca. 15 – 18 %) und durch die erhöhte Steinsalzproduktion Ausfälle kompensiert wurden.

Die Abfallbeseitigung und die Einlagerung desselben in den alten Grubenbauen ist ja eines der weiteren Geschäftsfelder. Immerhin wurde 2008 ca. 250.000 t Abfall verwertet und ca. 2,6 Millionen t insgesamt. Das Thema neues Kaliwerk wurde nur am Rande gestreift, offensichtlich gibt es da in der jetzigen Krisenzeit etwas Stillstand

Inder Grube bei GSES Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Inder Grube bei GSES Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Steffen Lemme wurde bei der Grubenfahrt vom frischgewählten Landtagsmitglied Dorothema Marx begleitet.

Eines der Schwerpunktthemen für Steffen Lemme war das Thema Lehrausbildung. Deshalb ging es bei der Grubenfahrt in den Bereich der neuen Lehrwerkstatt, die gerade bergmännisch aufgewältigt wurde. Zu Gesprächen mit Lehrlingen kam es nicht, die waren heute anderweitig unterwegs.

Die GSES hat derzeitig 15 Azubis aus zwei Bundesländern (Sachsen-Anhalt und Thüringen). Ausgebildet werden drei Bergmechaniker, sechs Bergbautechnologen, vier Elektroniker für Betriebssysteme, ein Mechaniker für Land- und Baumaschinen und ein Bürokaufmann. Die Frage von Steffen Lemme, ob es auch weibliche Azubis für Bergbautechnologie gäbe, musste Ralph Haase (noch) verneinen, obwohl es möglich ist. Die Mädchen zieren sich noch, obwohl die GSES bereits auf weibliche Bergleute eingestellt ist, denn es gibt auch schon eine Frauenkaue. Die Mädchen müssten sich also nicht in der Kaue mit den Jungen umziehen.

Grubenfahrt in der GSES  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Grubenfahrt in der GSES (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Steffen Lemme besuchte dafür auch die neue Salzaufbereitungsanlage unter Tage und wurde von der Vorsitzenden des Betriebsrates Bettina Harnisch-Schilke (rechts im Bild) begleitet. Nicht im Bild Grubenbetriebsführer Bernd Adam, der dem Gast die unter Tage Anlagen erläuterte.

Begeistert, von dem was er gesehen hatte, besichtigte Lemme noch die alte historische Dampffördermaschine, die noch bis 1993 in Betrieb war. Anschließend fuhr Steffen Lemme noch zu einem Termin in der Landesmusikakademie und besichtigte das Schlossmuseum.
Autor: khh

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