Zum Tag des offenen Denkmals
Sonntag, 13. September 2009, 13:18 Uhr
Heute zum Tag des Denkmals informiert unser Leser Klaus Henze über einen Gedenkstein, der vor einigen Tagen in Artern sinnlos zerstört wurde...
Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. "Geschichte zum Anfassen", das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Auch in unserem Kreis gibt es dazu in diesem Jahr wieder viele offene Einrichtungen. "kn" informierte bereits mehrfach. Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Wie notwendig das ist, zeigt ein Beispiel dieser Tage in Artern.
Wie im Polizeibericht bereits informiert, wurde am 9. September der Gustav-Adolf-Gedenkstein in Artern in Nähe des DRK-Pflegeheimes in der Einbecker Straße umgeworfen und sinnlos zertört. Der Stein wurde vom Arterner Maler und Bildhauer Samuel Ernst Sann (1778 - 1857) erschaffen. Anlässlich des 200. Todestages Gustav Adolfs wurde er am 6. November 1832 am Rande der heutigen Straße "Am Hahnenstein" aufgestellt, wo man vermutete, dass ein Teil des schwedischen Heeres vom 19. zum 20. September 1631 und mit ihm Schwedenkönig Gustav Adolf sein Feldlager aufgeschlagen haben sollten.
Da der Stein, auch Königstuhl genannt, an dieser Stelle ein trauriges Dasein versteckt hinter Garagen fristete, entschloss sich die Stadt Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts diesen an den Zugang zum neu entstandenen Wohngebiet "Königstuhl" umzusetzen. Dort entstand mit einer kleinen Anlage ein Ruheplätzchen mit dem Gedenkstein, wie das erste Foto zeigt. Da Artern aber auch nicht von der Zerstörungswut fragwürdiger Gestalten verschont bleibt, bietet sich hier nun ein trauriges Bild (Foto).
Wie oben geschrieben, ist es Sinn des alljährlichen Tages des offenen Denkmals, die Menschen für das kulturelle Erbe zu sensibilisieren. Wenn das gelingt, sollte diese sinnlose Zerstörung ein Ende finden. Anlässlich des heutigen Tages des offenen Denkmals ist in Artern ganztägig die Villa Zahn im Helmfeld sowie am Nachmittag die Veitskirche in der Ritterstraße geöffnet und zu besichtigen.
Text und Fotos: Klaus Henze
Autor: khhWenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. "Geschichte zum Anfassen", das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Auch in unserem Kreis gibt es dazu in diesem Jahr wieder viele offene Einrichtungen. "kn" informierte bereits mehrfach. Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Wie notwendig das ist, zeigt ein Beispiel dieser Tage in Artern.
Wie im Polizeibericht bereits informiert, wurde am 9. September der Gustav-Adolf-Gedenkstein in Artern in Nähe des DRK-Pflegeheimes in der Einbecker Straße umgeworfen und sinnlos zertört. Der Stein wurde vom Arterner Maler und Bildhauer Samuel Ernst Sann (1778 - 1857) erschaffen. Anlässlich des 200. Todestages Gustav Adolfs wurde er am 6. November 1832 am Rande der heutigen Straße "Am Hahnenstein" aufgestellt, wo man vermutete, dass ein Teil des schwedischen Heeres vom 19. zum 20. September 1631 und mit ihm Schwedenkönig Gustav Adolf sein Feldlager aufgeschlagen haben sollten.
Da der Stein, auch Königstuhl genannt, an dieser Stelle ein trauriges Dasein versteckt hinter Garagen fristete, entschloss sich die Stadt Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts diesen an den Zugang zum neu entstandenen Wohngebiet "Königstuhl" umzusetzen. Dort entstand mit einer kleinen Anlage ein Ruheplätzchen mit dem Gedenkstein, wie das erste Foto zeigt. Da Artern aber auch nicht von der Zerstörungswut fragwürdiger Gestalten verschont bleibt, bietet sich hier nun ein trauriges Bild (Foto).
Wie oben geschrieben, ist es Sinn des alljährlichen Tages des offenen Denkmals, die Menschen für das kulturelle Erbe zu sensibilisieren. Wenn das gelingt, sollte diese sinnlose Zerstörung ein Ende finden. Anlässlich des heutigen Tages des offenen Denkmals ist in Artern ganztägig die Villa Zahn im Helmfeld sowie am Nachmittag die Veitskirche in der Ritterstraße geöffnet und zu besichtigen.
Text und Fotos: Klaus Henze


