Kn Wahlkampfecke: In Paracelsus-Schule
Freitag, 18. September 2009, 14:55 Uhr
SPD-Bundestagskandidat Steffen Lemme besuchte am Donnerstag die Kyffhäuser-Paracelsus-Schule in Bad Frankenhausen. Dazu erreichte uns ein Bericht von Steffen Sauerbier...
Dort kam er mit Auszubildenden aus den Fachrichtungen Physiotherapie, Altenpflege, Diätassistenz sowie mit angehenden Pharmazeutisch-Technischen Assistenten ins Gespräch. Zunächst stellte er sich den Azubis vor und beschrieb anhand einiger Politikfelder seine Vorstellungen und Ziele in der Bundespolitik. Im Anschluss entwickelte sich eine rege Diskussion vor allem zur Bildungspolitik in Deutschland.
Steffen Lemme kritisierte den unzeitgemäßen Föderalismus in der Bildung. Es könne nicht sein, dass es in Deutschland sechzehn verschiedene Bildungssysteme gibt. Müssen Eltern mit ihren Kindern aus beruflichen Gründen in ein anderes Bundesland ziehen, gibt es oft Orientierungsschwierigkeiten innerhalb des dort vorhandenen Bildungssystems. Selbst wenn man innerhalb eines Bundeslandes nur den Schulamtsbezirk wechselt, werden schon neue Schulbücher benötigt, was den Eltern erhebliche Kosten verursacht. Die Azubis sahen hier vor allem auch die Problematik der Anerkennung von Abschlüssen in anderen Bundesländern. Kontrovers diskutiert wurde außerdem das Thema Mindestlohn. Steffen Lemme machte deutlich, dass die Menschen von ihrer Hände Arbeit auch leben können müssen.
Allein in Thüringen arbeiten aber 350.000 Menschen im Niedriglohnsektor. Diese sind auf zusätzliche Unterstützung durch Sozialleistungen angewiesen. Der Staat dürfe aus Sicht Lemmes Billiglöhne nicht auch noch subventionieren. Einige der Azubis äußerten Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Unternehmen einen Mindestlohn zu zahlen und Befürchtungen, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Lemme verwies in diesem Zusammenhang auf die 27 europäischen Staaten, die bereits Mindestlöhne eingeführt haben. Hier ist es nicht zu Arbeitsplatzverlusten gekommen. Mindestlöhne regen darüber hinaus den Konsum an und nützen dadurch auch der Wirtschaft.
Die Auszubildenden zum Diätassistenten äußerten außerdem ihren Unmut über ihre relativ geringen Chancen am Arbeitsmarkt. Sie bekommen in der Kyffhäuser-Paracelsus-Schule eine fundierte Ausbildung mit allen für Beratungstätigkeiten nötigen Inhalten. Trotzdem verlangt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zusätzliche Qualifikationen, die sehr teuer und daher für viele nicht realisierbar sind.
Steffen Lemme versprach die Probleme mitzunehmen und sich weitergehend zu informieren. Er bedankte sich bei den Azubis für die offene und teilweise auch kritische Diskussion. Im Anschluss führte ihn die Leiterin noch durch die Schule und informierte ihn über die Entwicklung sowie die Schwierigkeiten der Einrichtung.
Steffen Sauerbier
Autor: khhDort kam er mit Auszubildenden aus den Fachrichtungen Physiotherapie, Altenpflege, Diätassistenz sowie mit angehenden Pharmazeutisch-Technischen Assistenten ins Gespräch. Zunächst stellte er sich den Azubis vor und beschrieb anhand einiger Politikfelder seine Vorstellungen und Ziele in der Bundespolitik. Im Anschluss entwickelte sich eine rege Diskussion vor allem zur Bildungspolitik in Deutschland.
Steffen Lemme kritisierte den unzeitgemäßen Föderalismus in der Bildung. Es könne nicht sein, dass es in Deutschland sechzehn verschiedene Bildungssysteme gibt. Müssen Eltern mit ihren Kindern aus beruflichen Gründen in ein anderes Bundesland ziehen, gibt es oft Orientierungsschwierigkeiten innerhalb des dort vorhandenen Bildungssystems. Selbst wenn man innerhalb eines Bundeslandes nur den Schulamtsbezirk wechselt, werden schon neue Schulbücher benötigt, was den Eltern erhebliche Kosten verursacht. Die Azubis sahen hier vor allem auch die Problematik der Anerkennung von Abschlüssen in anderen Bundesländern. Kontrovers diskutiert wurde außerdem das Thema Mindestlohn. Steffen Lemme machte deutlich, dass die Menschen von ihrer Hände Arbeit auch leben können müssen.
Allein in Thüringen arbeiten aber 350.000 Menschen im Niedriglohnsektor. Diese sind auf zusätzliche Unterstützung durch Sozialleistungen angewiesen. Der Staat dürfe aus Sicht Lemmes Billiglöhne nicht auch noch subventionieren. Einige der Azubis äußerten Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Unternehmen einen Mindestlohn zu zahlen und Befürchtungen, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Lemme verwies in diesem Zusammenhang auf die 27 europäischen Staaten, die bereits Mindestlöhne eingeführt haben. Hier ist es nicht zu Arbeitsplatzverlusten gekommen. Mindestlöhne regen darüber hinaus den Konsum an und nützen dadurch auch der Wirtschaft.
Die Auszubildenden zum Diätassistenten äußerten außerdem ihren Unmut über ihre relativ geringen Chancen am Arbeitsmarkt. Sie bekommen in der Kyffhäuser-Paracelsus-Schule eine fundierte Ausbildung mit allen für Beratungstätigkeiten nötigen Inhalten. Trotzdem verlangt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zusätzliche Qualifikationen, die sehr teuer und daher für viele nicht realisierbar sind.
Steffen Lemme versprach die Probleme mitzunehmen und sich weitergehend zu informieren. Er bedankte sich bei den Azubis für die offene und teilweise auch kritische Diskussion. Im Anschluss führte ihn die Leiterin noch durch die Schule und informierte ihn über die Entwicklung sowie die Schwierigkeiten der Einrichtung.
Steffen Sauerbier

