Neues bei der GVV (2)
Donnerstag, 24. September 2009, 07:06 Uhr
Im zweiten Teil unseres Berichtes zeigt kn eine andere Seite der Arbeit der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV), die sich unter anderem mit Flutung und Salzlaststeuerung beschäftigt ...
Wenn der Name GVV fällt denken die meisten sofort und an den Verkauf von Bergwerkseigentum als Roßleben. Allzu oft wird aber das erste Wort der Gesellschaft – Verwahrung – völlig vergessen. Das Problem ehemaliger Bergbaubetriebe aus DDR-Zeiten ist aber, dass mit der Schließung des Bergwerkbetriebs noch lange nicht alle Probleme beseitigt sind. Geschäftsführer Wolfgang Kirchner hat kn auf einige Sachen hingewiesen.
Auch wenn einige Halden begrünt (zumindest teilweise) sind, fallen immer noch erhebliche Mengen an salzhaltigen Abwässern an, die nicht in jedem Fall für die Flutung einiger Gruben genutzt werden können. Diese salzhaltigen Abwässer müssen immer noch kontinuierlich aufgefangen werden. Besonders in Bischofferode fallen noch erhebliche Mengen an, da dort die Halde noch nicht begrünt werden konnte. Die Abwässer werden gesammelt und anschließend zum Salzrückhaltebecken Wipperdorf gepumpt.
Aus dem Salzrückhaltebecken wird dann gezielt das salzhaltige Abwasser in die Wipper abgelassen. Das muss sehr gut gesteuert werden (entsprechend der Niederschlagsmengen und der Wasserführung der Wipper) damit nicht später in Unstrut oder Saale Flusswasser ankommt, dass einen zu hohen Salzgehalt hat. Der ganze Vorgang wird mit Messsonden an verschiedenen Pegel überwacht und die Daten Online an die GVV übermittelt.
Zu dieser Tätigkeit sagte Wolfgang Kirchner, da habe ich einen jungen Mann eingestellt, der wahrscheinlich bis zu seiner Rente die Tätigkeit ausführen kann. Da wird wahrscheinlich die GVV in dieser Form schon nicht mehr bestehen und die Tätigkeit muss in anderen Behörden oder Firmen fortgeführt werden, so Kirchner.
Zum Thema Salzlaststeuerung sagte Kirchner, es gab Stimmen die bezeichneten die Salzrückhaltebecken in Wipperdorf als überflüssig. Darauf hat sich die GVV nicht eingelassen, denn soviel Stapelraum kann man nicht in den ehemaligen Kalibergwerken vorhalten. Die beiden Becken in Wipperdorf dienender Salzlaststeuerung für die stillgelegten Bergwerke in Bleicherode, Sollstedt und Bischofferode. Sie verhindern, dass zu viele Salzrückstände in das Grundwasser und die Wipper gelangen. Die zwei Becken sind die größten ihrer Art in Deutschland und umfassen 102.000 bzw. 80.000 Quadratmeter.
Allerdings machte es sich erforderlich die Becken zu sanieren. Der symbolische Spatenstich am 18.08.2009 war der offizielle Startschuss für die Sanierungsarbeiten an den Salzlaugenrückhaltebecken in Wipperdorf. Das erste Becken ist bereits abgepumpt und wird nun in den kommenden Monaten ausschließlich mit Materialen aus dem Landkreis Nordhausen, wie Ton, Sand und Kies, abgedichtet.
Das zweite Becken folgt im nächsten Bauabschnitt. Als regionales Unternehmen hat sich WARESA Bau GmbH aus Nordhausen in der öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt und führt nun bis voraussichtlich Ende nächsten Jahres die Sanierungsarbeiten aus. Bauherr ist GVV . Finanziert wird die rund 3,8 Millionen teure Maßnahme zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Freistaat Thüringen.
Aber nicht nur die Salzlaststeuerung ist eine wichtige Aufgabe der GVV. Die GVV ist auch bei der Verwahrung der Gruben Sollstedt, Bischofferode und Volkenroda gefordert. In den Gruben Sollstedt und Bischofferode wird sogar mit Arbeitskräften der GVV noch Steinsalz gefördert, um es zur Stabilisierung in anderen Grubenfelder einzusetzen, um Bergbausenkungen über Tage zu verhindern. Es werden aber auch andere Grubenfelder geflutet, um Stabilität zu gewinnen. Während die Flutung in Bischofferode voraussichtlich 2012 abgeschlossen sein wird, geht der Zeithorizont in Volkenroda bis zum Jahre 2025!
Die GVV ist aber nicht nur in der Kaliindustrie tätig. Es gibt auch enorme Sicherungsarbeiten in ehemaligen Kupfer-, Zinn- und Spatgruben, sowie im Steinkohlenbergbau bei Zwickau. Auch hier sind Arbeiten zu erledigen, die noch Jahre dauern werden, um die Bergsicherung der ehemaligen Gruben und der angrenzenden gebiete zu sichern. Auch hier müssen viele Messsonden überwacht werden, die so sensible Daten haben, dass einige Mitarbeiter bei Überschreitung gewisser Grenzwerte sofort auf Handy informiert werden, damit entsprechende möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Die GVV, dass kam aus den Gesprächen hervor, ist bei weitem mehr, als nur eine Gesellschaft, die nur alte Bergwerke und Lagerstätten zum Verkauf anzubieten hat. Die GVV hat immer noch ca. 30 Schächte in Tagesverfahren zu überwachen, eine Aufgabe die nicht unterschätzt werden darf.
Autor: khhWenn der Name GVV fällt denken die meisten sofort und an den Verkauf von Bergwerkseigentum als Roßleben. Allzu oft wird aber das erste Wort der Gesellschaft – Verwahrung – völlig vergessen. Das Problem ehemaliger Bergbaubetriebe aus DDR-Zeiten ist aber, dass mit der Schließung des Bergwerkbetriebs noch lange nicht alle Probleme beseitigt sind. Geschäftsführer Wolfgang Kirchner hat kn auf einige Sachen hingewiesen.
Auch wenn einige Halden begrünt (zumindest teilweise) sind, fallen immer noch erhebliche Mengen an salzhaltigen Abwässern an, die nicht in jedem Fall für die Flutung einiger Gruben genutzt werden können. Diese salzhaltigen Abwässer müssen immer noch kontinuierlich aufgefangen werden. Besonders in Bischofferode fallen noch erhebliche Mengen an, da dort die Halde noch nicht begrünt werden konnte. Die Abwässer werden gesammelt und anschließend zum Salzrückhaltebecken Wipperdorf gepumpt.
Aus dem Salzrückhaltebecken wird dann gezielt das salzhaltige Abwasser in die Wipper abgelassen. Das muss sehr gut gesteuert werden (entsprechend der Niederschlagsmengen und der Wasserführung der Wipper) damit nicht später in Unstrut oder Saale Flusswasser ankommt, dass einen zu hohen Salzgehalt hat. Der ganze Vorgang wird mit Messsonden an verschiedenen Pegel überwacht und die Daten Online an die GVV übermittelt.
Zu dieser Tätigkeit sagte Wolfgang Kirchner, da habe ich einen jungen Mann eingestellt, der wahrscheinlich bis zu seiner Rente die Tätigkeit ausführen kann. Da wird wahrscheinlich die GVV in dieser Form schon nicht mehr bestehen und die Tätigkeit muss in anderen Behörden oder Firmen fortgeführt werden, so Kirchner.
Zum Thema Salzlaststeuerung sagte Kirchner, es gab Stimmen die bezeichneten die Salzrückhaltebecken in Wipperdorf als überflüssig. Darauf hat sich die GVV nicht eingelassen, denn soviel Stapelraum kann man nicht in den ehemaligen Kalibergwerken vorhalten. Die beiden Becken in Wipperdorf dienender Salzlaststeuerung für die stillgelegten Bergwerke in Bleicherode, Sollstedt und Bischofferode. Sie verhindern, dass zu viele Salzrückstände in das Grundwasser und die Wipper gelangen. Die zwei Becken sind die größten ihrer Art in Deutschland und umfassen 102.000 bzw. 80.000 Quadratmeter.
Allerdings machte es sich erforderlich die Becken zu sanieren. Der symbolische Spatenstich am 18.08.2009 war der offizielle Startschuss für die Sanierungsarbeiten an den Salzlaugenrückhaltebecken in Wipperdorf. Das erste Becken ist bereits abgepumpt und wird nun in den kommenden Monaten ausschließlich mit Materialen aus dem Landkreis Nordhausen, wie Ton, Sand und Kies, abgedichtet.
Das zweite Becken folgt im nächsten Bauabschnitt. Als regionales Unternehmen hat sich WARESA Bau GmbH aus Nordhausen in der öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt und führt nun bis voraussichtlich Ende nächsten Jahres die Sanierungsarbeiten aus. Bauherr ist GVV . Finanziert wird die rund 3,8 Millionen teure Maßnahme zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Freistaat Thüringen.
Aber nicht nur die Salzlaststeuerung ist eine wichtige Aufgabe der GVV. Die GVV ist auch bei der Verwahrung der Gruben Sollstedt, Bischofferode und Volkenroda gefordert. In den Gruben Sollstedt und Bischofferode wird sogar mit Arbeitskräften der GVV noch Steinsalz gefördert, um es zur Stabilisierung in anderen Grubenfelder einzusetzen, um Bergbausenkungen über Tage zu verhindern. Es werden aber auch andere Grubenfelder geflutet, um Stabilität zu gewinnen. Während die Flutung in Bischofferode voraussichtlich 2012 abgeschlossen sein wird, geht der Zeithorizont in Volkenroda bis zum Jahre 2025!
Die GVV ist aber nicht nur in der Kaliindustrie tätig. Es gibt auch enorme Sicherungsarbeiten in ehemaligen Kupfer-, Zinn- und Spatgruben, sowie im Steinkohlenbergbau bei Zwickau. Auch hier sind Arbeiten zu erledigen, die noch Jahre dauern werden, um die Bergsicherung der ehemaligen Gruben und der angrenzenden gebiete zu sichern. Auch hier müssen viele Messsonden überwacht werden, die so sensible Daten haben, dass einige Mitarbeiter bei Überschreitung gewisser Grenzwerte sofort auf Handy informiert werden, damit entsprechende möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Die GVV, dass kam aus den Gesprächen hervor, ist bei weitem mehr, als nur eine Gesellschaft, die nur alte Bergwerke und Lagerstätten zum Verkauf anzubieten hat. Die GVV hat immer noch ca. 30 Schächte in Tagesverfahren zu überwachen, eine Aufgabe die nicht unterschätzt werden darf.
