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Bürgermeisterwahl mit kleinen Schwankungen

Montag, 28. September 2009, 14:27 Uhr
Mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahl in Artern (Wolfgang Koenen, Die Linke, als Bürgermeister wiedergewählt) beschäftigt sich diese Stellungnahme von Stadtrat Torsten Blümel (Die Linke)...

Knapp zugegangen ist es bei der diesjährigen Bürgermeisterwahl, aber am Ende bleibt zu beachten, dass Koenen auch 2003 nur knapp mit 53,6% der Stimmen gewonnen hatte. Die Verluste halten sich also mit 3,4% in Grenzen und eine Wende in Artern ist daraus nicht ersichtlich. Kleinere Schwankungen gibt es zu jeder Wahl. Ausschlaggebend für das etwas verbesserte Ergebnis der CDU-Kandidatin war in diesem Jahr, dass gleichzeitig die Bundestagswahl stattfand und zusätzlich die SPD offen zur Wahl der CDU-Kandidatin aufgerufen hatte.

Trotzdem sind etliche Wähler, die zur Bundestagswahl FDP oder SPD (möglicherweise auch CDU) gewählt haben, zur Bürgermeisterwahl dann auf Koenen geschwenkt. So hatten zur Bundestagswahl in Artern CDU, SPD und FDP ja schon 49,5% der Stimmen, während die LINKE "nur" 41,2% als Ausgangsbasis für die Bürgermeisterwahl hatte. Insofern hat sich Koenen noch weitere 9,2% an Stimmen außerhalb der LINKEN-Wähler erkämpft. Es war knapp, aber er hat im Zielspurt gewonnen.

Und Frau Zimmer ist jetzt aus der direkten Politik verschwunden. Da sie im Juni nicht kandidierte, braucht sie ihre Ideen nicht mal als Stadträtin verteidigen und ist fein raus.

Für Bürgermeister Koenen und DIE LINKE geht die Arbeit für Artern sofort weiter. Während die Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe am Freitag in einer örtlichen Zeitung Frau Zimmer noch für ihren angeblichen Einsatz für das Arterner Freizeitzentrum lobte, hatten Wolfgang Koenen und Torsten Blümel schon den Termin beim Landrat für den morgigen Dienstag in der Tasche, an dem die Finanzierung für das Freizeitzentrum festgemacht werden soll.

DIE LINKE lässt also Taten sprechen - soviel zum "Gestalten statt verwalten!" der CDU. Aber da CDU und SPD die Mehrheit im Arterner Stadtrat haben und auch den stellvertretenden Bürgermeister stellen, könnten sie ja die Ideen von Frau Zimmer spielend umsetzen. Aber das hätten sie auch schon 5 Jahre lang gekonnt und trotzdem nicht gemacht. Wir sind gespannt!
Torsten Blümel
Autor: khh

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