Sträflicher Leichtsinn?
Dienstag, 06. Oktober 2009, 08:55 Uhr
An der sogenannten Schernberger Holzecke (Einmündung Landstraße aus Richtung Schernberg auf B 2489 Ebeleben – Sonderhausen) war im Sommer kräftig gebaut worden. Und das Resultat? Nicht mal zu Fahrbahnmarkierungen hat es gereicht!...
Wer aus Richtung Schernberg kommend auf die B 249 auffahren will und vielleicht gar nach links Richtung Sondershausen abbiegen will hat hier öfter schon mal so seine Probleme gehabt, einigermaßen sicher über die Kreuzung zu kommen. Auf der B 249 besteht zwar vor der Bergkuppe in beiden Richtungen eine Geschwindigkeitsbegrenzung (50 km/h), welche aber recht häufig nicht gerade vorbildlich eingehalten wurde.
Um die Sichtverhältnisse an der Kreuzung zu verbessern wurde in Bauarbeiten die Kuppe um ca. einen Meter abgetragen, das heißt abgeflacht. Das war mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Hat es aber so viel gebracht? In Gesprächen war kn mehrfach mal angesprochen worden, man sollte doch darüber schreiben, dass die Maßnahme nichtsgebracht habe.
Daraufhin hat sich kn der nicht gerade leichten Aufgabe angenommen mal die Sache selbst untersuchen. Problem natürlich einen objektiven Maßstab zu finden. Aber hat sich die Situation wirklich so verbessert? Die obige Aufnahme wurde in Kopfhöhe eines Fahrers in einem normalen Pkw aufgenommen. Und wenn man ehrlich ist, besonders gut kann man da nicht sehen, was da bergauf aus Richtung Ebeleben angebraust kommt, wenn es nicht gerade ein sehr hoher LKW ist.
Leider fehlt eine analoge Aufnahme mit der Kamera vor dem Baubeginn, aber man ist geneigt, den Fragestellern recht zu geben, denn aus der Erinnerung heraus ist keine deutliche Verbesserung zu spüren. Im Gegenteil, durch das Aufschieben des Walls neben der Straße haben sich die Sichtverhältnisse sogar verschlechtert. Zumindest geht es dem Schreiber dieser Zeilen so. Und wenn doch mal eine Meinung hören wollte, hatte sich keiner so richtig positiv geäußert.
Und was sagt die Unfallstatistik? Auch nicht viel. In den Polizeiberichten 2008/2009 kam im Jahre 2008 nur sechs Mal das Wort Schernberger Holzecke vor. Zwar waren es 2009 sogar 11 Nennungen, aber keine dieser Nachrichten enthielt einen Unfall an dieser Kreuzung, welcher wegen schlechter Sichtsverhältnisse hervorgerufen oder begünstigt wurde.
Aber kn ließ nicht locker und fragte bei einer Gelegenheit einen Politiker um seine Meinung. Auch der Fraktionsführer der CDU im Kyffhäuserkreistag, Maik Göllert, war der Meinung, dass diese Baumaßnahme kaum eine große Verbesserung der Sichtverhältnisse gebracht hat. Das Geld hätten wir lieber sparen sollen, und dann in fünf Jahren einen richtigen Kreisel an dieser Stelle gebaut, dann wäre diese Kreuzung wesentlich besser entschärft worden, so Göllert gegenüber kn.
Aber in einer ganz anderen Hinsicht muss man den Behörden, die mit dieser Baumaßnahme verbunden waren, eine gewisse Schlafmützigkeit vorwerfen. Der Asphalt, der neu aufgebracht worden war, dürfte nun langsam gereift sein. Was aber immer noch fehlt, sind die Fahrbahnmarkierungen. Die meisten Unfälle in dem Bereich der B249 waren nicht an der Schernberger Holzecke, sondern davor und danach! Und jetzt wo die dunkle Jahreszeit anfängt ist das Weglassen der Fahrbahnmarkierungen eigentlich in so einem Bereich sträflicher Leichtsinn! Und das wird sich wohl so schnell nicht mehr ändern, denn die Saison für solche Malerarbeiten ist eigentlich vorbei. Angeblich braucht man 10 trockene Tage, damit man Fahrbahnmarkierungen wirklich dauerhaft aufbringen kann. Wann soll es also Passieren? Wohl erst ab April / Mai 2010. Na dann mal prost Mahlzeit Verkehrssicherheit!
Bin mal gespannt, was die zuständigen Behörden dazu sagen werden. Bestimmt habe ich das völlig falsch gesehen. Aber anmerken und erinnern muss man es wohl!
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhWer aus Richtung Schernberg kommend auf die B 249 auffahren will und vielleicht gar nach links Richtung Sondershausen abbiegen will hat hier öfter schon mal so seine Probleme gehabt, einigermaßen sicher über die Kreuzung zu kommen. Auf der B 249 besteht zwar vor der Bergkuppe in beiden Richtungen eine Geschwindigkeitsbegrenzung (50 km/h), welche aber recht häufig nicht gerade vorbildlich eingehalten wurde.
Um die Sichtverhältnisse an der Kreuzung zu verbessern wurde in Bauarbeiten die Kuppe um ca. einen Meter abgetragen, das heißt abgeflacht. Das war mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Hat es aber so viel gebracht? In Gesprächen war kn mehrfach mal angesprochen worden, man sollte doch darüber schreiben, dass die Maßnahme nichtsgebracht habe.
Daraufhin hat sich kn der nicht gerade leichten Aufgabe angenommen mal die Sache selbst untersuchen. Problem natürlich einen objektiven Maßstab zu finden. Aber hat sich die Situation wirklich so verbessert? Die obige Aufnahme wurde in Kopfhöhe eines Fahrers in einem normalen Pkw aufgenommen. Und wenn man ehrlich ist, besonders gut kann man da nicht sehen, was da bergauf aus Richtung Ebeleben angebraust kommt, wenn es nicht gerade ein sehr hoher LKW ist.
Leider fehlt eine analoge Aufnahme mit der Kamera vor dem Baubeginn, aber man ist geneigt, den Fragestellern recht zu geben, denn aus der Erinnerung heraus ist keine deutliche Verbesserung zu spüren. Im Gegenteil, durch das Aufschieben des Walls neben der Straße haben sich die Sichtverhältnisse sogar verschlechtert. Zumindest geht es dem Schreiber dieser Zeilen so. Und wenn doch mal eine Meinung hören wollte, hatte sich keiner so richtig positiv geäußert.
Und was sagt die Unfallstatistik? Auch nicht viel. In den Polizeiberichten 2008/2009 kam im Jahre 2008 nur sechs Mal das Wort Schernberger Holzecke vor. Zwar waren es 2009 sogar 11 Nennungen, aber keine dieser Nachrichten enthielt einen Unfall an dieser Kreuzung, welcher wegen schlechter Sichtsverhältnisse hervorgerufen oder begünstigt wurde.
Aber kn ließ nicht locker und fragte bei einer Gelegenheit einen Politiker um seine Meinung. Auch der Fraktionsführer der CDU im Kyffhäuserkreistag, Maik Göllert, war der Meinung, dass diese Baumaßnahme kaum eine große Verbesserung der Sichtverhältnisse gebracht hat. Das Geld hätten wir lieber sparen sollen, und dann in fünf Jahren einen richtigen Kreisel an dieser Stelle gebaut, dann wäre diese Kreuzung wesentlich besser entschärft worden, so Göllert gegenüber kn.
Aber in einer ganz anderen Hinsicht muss man den Behörden, die mit dieser Baumaßnahme verbunden waren, eine gewisse Schlafmützigkeit vorwerfen. Der Asphalt, der neu aufgebracht worden war, dürfte nun langsam gereift sein. Was aber immer noch fehlt, sind die Fahrbahnmarkierungen. Die meisten Unfälle in dem Bereich der B249 waren nicht an der Schernberger Holzecke, sondern davor und danach! Und jetzt wo die dunkle Jahreszeit anfängt ist das Weglassen der Fahrbahnmarkierungen eigentlich in so einem Bereich sträflicher Leichtsinn! Und das wird sich wohl so schnell nicht mehr ändern, denn die Saison für solche Malerarbeiten ist eigentlich vorbei. Angeblich braucht man 10 trockene Tage, damit man Fahrbahnmarkierungen wirklich dauerhaft aufbringen kann. Wann soll es also Passieren? Wohl erst ab April / Mai 2010. Na dann mal prost Mahlzeit Verkehrssicherheit!
Bin mal gespannt, was die zuständigen Behörden dazu sagen werden. Bestimmt habe ich das völlig falsch gesehen. Aber anmerken und erinnern muss man es wohl!
Karl-Heinz Herrmann




