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Zwei Jahrzehnte danach

Sonntag, 11. Oktober 2009, 06:00 Uhr
Gestern wurde auf dem Markt von Sondershausen eine Wanderausstellung eröffnet und am heute wird es ein Friedensgebet geben. Damit soll an die Wendezeit vor 20 Jahren erinnert werden...

Die Wanderausstellung „Plätze der Demokratie“ hat ab heute auch in Sondershausen Station gemacht. Nach Suhl, Erfurt, Weimar, Greiz und Rudolstadt ist jetzt Sondershausen an der Reihe. Die Ausstellung auf dem Markt von Sondershausen verbleibt hier bis 21. Oktober. Danach zieht die Ausstellung nach Altenburg, Pößneck, Arnstadt, Sonneberg, Apolda und Gera. Die Ausstellung ist den Thüringer Bürgerrechtlern und Demonstranten von 1989 gewidmet,

Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Obwohl noch nicht mal fertig aufgestellt, fand die Ausstellung auch bei Regen schon ihre Interessenten.

Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kn „erwischte“ die Thüringer Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Andrea Herz, wie sie gerade die Ausstellung anbringt. Sie nutzte gleich die Gelegenheit, der Stadtverwaltung Sondershausen zu danken, dass für die Ausstellung Bauzäune zur Verfügung gestellt wurden.

Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Zwei Jahrzehnte danach (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aufgabe der Landesbeauftragten ist es, so Andrea Herz im Gespräch mit kn, die Menschen über die Tätigkeit der Stasi zu informieren. Aber auch der zweite Hauptschwerpunkt ist immer noch sehr aktuell. Es gilt die Opfer der Stasi-Willkür zu beraten. Mindestens einmal findet jährlich eine Beratungsveranstaltung im Landratsamt statt. Termine gibt es wie immer über kn. Zum Inhalt der Ausstellung sagte Herz, sie beschäftigt sich mit der Zeit ab 7. Oktober 1989 bis zum Januar 1990.

Nicht vergessen!
In Erinnerung an die Friedensgebete 1989/90 in Sondershausen laden die ehemaligen Mitarbeiter des ökumenischen Arbeitskreises für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung am Sonntag, den 11. Oktober 2009, um 19:00 Uhr in die Katholische St. Elisabeth Kirche ein. Wie in den Friedensgebeten vor 20 Jahren, wird die Ansprache der damalige Pfarrer der Elisabeth Gemeinde, Winfried Stitz, halten.
Autor: khh

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