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Neues Elektrofahrrad entwickelt

Freitag, 23. Oktober 2009, 13:30 Uhr
Schweißtreibendes Radfahren muss nicht mehr sein. Die Finneck-Werkstätten der Stiftung Finneck, die auch Zweigstellen im Kyffhäuserkreis haben, präsentieren ein Elektrofahrrad auf der SÖM 2009, wie kn vorab informiert wurde...


Fahrrad fahren ist gesund, manchmal aber auch anstrengend, zum Beispiel an Steigungen oder auf längeren Strecken. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Augenscheinlich haben die vier Mitglieder der Arbeitsgruppe „Elektrofahrrad“ um Projektleiter Sören Stolze und der Geschäftsbereichsleiter Werkstätten, Peter Ertl, diese Erfahrung schon machen müssen.

Sie recherchierten im Internet und fanden dafür eine Lösung – das Elektrofahrrad, auch Pedelec genannt. Es ist die Bezeichnung für ein Fahrrad mit Trethilfe durch einen Elektromotor. Im Unterschied zum E-Bike muss man beim Pedelec weiter in die Pedale treten. Ohne die Kurbelbewegung gibt es keine Leistung ab. Einsatz ist also noch gefragt, nur ist er nicht mehr so anstrengend.

Pedelecs sind führerscheinfrei. Der Motor schaltet sich bei 25 km/h ab. Deshalb darf man mit ihnen die Fahrradwege benutzen. Mit einer „Tankfüllung Strom“, die von vier Akkus in Taschen auf dem Gepäckträger eingespeist wird, kommt man etwa 40 Kilometer weit.

Elektrofahrräder sind also ideal für Menschen, die viel mit dem Fahrrad unterwegs sind sowie für ältere oder gehandicapte Radfahrer, die ihre Mobilität erhöhen wollen oder so wieder ans Rad fahren denken können. Einziger Wermutstropfen: Pedelecs sind verhältnismäßig teuer.

Ein Anreiz für die Arbeitsgruppe, das Umrüsten von Fahrrädern als Pedelecs als Dienstleistung der Hauptwerkstatt Sömmerda anzubieten. Am 21. Oktober präsentierten sie im Beisein mehrerer Beschäftigter den Prototyp – ein umgerüstetes Mifa-Fahrrad. Karsten Weber, Mitglied der Arbeitsgruppe, demonstrierte, wie leicht das Fahrrad mit eingebautem Motor fährt. Auch Kerstin Weichert probierte das neue Fahrgefühl aus und wollte gar nicht mehr absteigen. Den Prototyp will das Werkstattteam künftig als Dienstfahrrad nutzen.

Neugierig geworden? Sören Stolze in der Finneck-Werkstatt Sömmerda, Am Unterwege 4, berät Interessenten gern. Quasi jedes Fahrrad kann als Pedelec umgebaut werden. Die Umrüstung ist schon ab 280 Euro Materialkosten + 75 Euro Einbaukosten möglich.

Elektrofahrrad (Foto: Stiftung Finneck) Elektrofahrrad (Foto: Stiftung Finneck)

Sichtlich stolz zeigten die Beschäftigten der Finneck-Hauptwerkstatt in Sömmerda ihren Prototyp eines Elektrofahrrades.

Vorstellen wird die Arbeitsgruppe ihr Pedelec auch auf der Regionalmesse SÖM 2009 am 7. und 8. November vor der Unstruthalle Sömmerda. Außerdem präsentieren dann die Finneck-Werkstätten in der Halle mehrere ihrer Leistungen und Produkte. Die Angebote reichen vom Bedrucken von T-Shirts und Taschen an beiden Tagen über die Vorführung der Herstellung des Lindwurms am Samstag und die Herstellung von Weihnachtsdekoration am Sonntag. An beiden Tagen sind auch Spiele aus Holz und Kerzen im Angebot.
Autor: khh

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