Anne Frank – Ausstellung eröffnet
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 00:08 Uhr
In der Zeit vom 28.10. 2009 bis 15.11. 2009 findet die bemerkenswert Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte für heute statt. In der Kantine des Landratsamtes des Kyffhäuserkreises war gestern die feierliche Eröffnung...
Die Begrüßung der zahlreichen Gäste erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden des Kreisjugendringes Kyffhäuserkreis, Carsten Winkler. Der Kreisjugendring, der die Ausstellung gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum Berlin organisiert hat, konnte den Direktor des Zentrums, Thomas Heppener, unter den Ehrengästen begrüßen, genauso wie zahlreiche Kreistags- und Stadtratsmitglieder der Stadt Sondershausen. Auch die Bürgermeister der Städte Ebeleben, Uwe Vogt (SPD) und Sondershausen, Joachim Kreyer (CDU) ließen es sich nicht nehmen, die Telnahme zu verpassen.
Carsten Winkler erinnerte in seiner Begrüßungsrede, dass die Schüler mit dem Blick auf Gestern zum Nachdenken über das Heute anzuregen. In ähnlicher Weise äußerte sich der 1. Beigeordnete des Landrates, Georg Schäfer, einem der Gründungsmitglieder des Bündnisses gegen Rechts. Schäfer äußerte sich besorgt, dass es Die NPD in unserer Region geschafft hat, ein Mitglied in den Stadtrat von Sondershausen zu bekommen und gar zwei Sitze im Kreistag zu erhalten.
Für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Ausstellung bedankte sich Winkler beim Vorstandsvorsitzenden der Kyffhäusersparkasse, Ulrich Heilmann, der ebenfalls unter den Ehrengästen weilte. Sein Dank gilt aber auch schon den Schülerinnen und Schülern, welche die Ausstellung betreuen und Gästen mit dem Beantworten von Fragen helfen werden. Wir berichteten bereits am Montag über die Aktion Schüler begleiten Schüler. Die Helfer stammen aus den Regelschulen Östertal und Franzberg, sowie dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Sondershausen.
Carsten Winkler (li) und Thomas Heppener bei der Eröffnung der Ausstellung.
In fast 60 Ländern ist, bzw. wird diese Ausstellung (teils zeitlich parallel) zu sehen sein, so Direktor Thomas Heppener in seinen einführenden Worte. Mit dabei solchen Städte wie Chikago, Buenos Aires oder Stavanger, um nur einige zu nennen. Auch er zog einen engen Bezug aus der Geschichte mit dem Blick ins heute. Dabei sagte er, Man kann auch miteinander auskommen, auch wenn man anders ist. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Ausgrenzung von Minderheiten im NS-Regime.
Auch Heppener stellte die Forderung auf, die NPD zu verbieten. Er sagte aber auch klar, nur ein Verbot würde nicht reichen. Rassismus wird nicht mit der Geburt mitgeliefert, sondern die Gesellschaft muss etwas tun, damit sich so etwas nicht entwickelt. Er benannte auch klar die Gefahr, wenn durch fehlendes Bürgerengagement den rechten Gruppen Gelegenheiten geboten werden, mit Sonnenwendfeiern und ähnlichen Aktionen rechtes Gedankengut an die Bürger zu bringen.
Wie schnell der Rassismus umschlagen kann, erinnerte Heppener, zeigte sich in den Ereignissen des ehemaligen Jugoslawien, wo in kürzester Zeit ethnische Minderheiten aufeinander gehetzt wurden. Auch die Nazi-Partei, so Heppener, begann als Splitterpartei. Deshalb mahnte er nochmals eindringlich, im Kampf gegen rechts nicht nachzulassen und bot der Region seine Hilfe im Kampf gegen Rechts an.
Begleitet wurde die feierliche Eröffnung von einem Kulturprogramm. In mehreren Lesungen aus dem Tagebuch der Anne Frank wurde den Besuchern die Ergebnisse aus der Geschichte nahe gebracht, vorgetragen von Maria Wiegand und Hans Surop. Für die musikalische Umrahmung sorgten Ronald Uhlig und Nina Schettler (Piano), Michelle Kellermann (Violine) und Madeleine Frömter (Bratsche).
Die Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte für heute selbst ist die deutschsprachige Version der internationalen Wanderausstellung des Anne Frank Hauses, Amsterdam. Die Ausstellung regt dazu an, sich auf verschiedene Weise mit der Bedeutung einer vielfältigen Gesellschaft, mit Menschenrechten und Demokratie auseinander zu setzen. Sie erzählt die Lebensgeschichte der Anne Frank aus der Perspektive der Familie Frank und lässt weitere Zeitzeugen ihre bedrückenden
Erfahrungen in der Zeit des Holocaust skizzieren. Die Besucherinnen und Besucher werden herausgefordert, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken.
Begleitend zur Ausstellung wurde ein umfangreiches Programm organisiert, welches zur Auseinandersetzung mit der
Geschichte Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus und der jüdischen Geschichte und Kultur einlädt. Der Kreisjugendring lädt Sie herzlich zum Besuch der Ausstellung und zu den einzelnen Veranstaltungen ein.
28.10. 2009 bis 15.11. 2009
täglich Mo-Fr 8:00 - 14:00 Uhr Ausstellung über das Judentum von der jüdischen Gemeinde Nordhausen
Ort: J.-K.-Wezel-Straße 58, Sondershausen
Gezeigt wird die Geschichte der Juden, Riten und Feiertage. Welche Strömungen gibt es im Judentum? Jüdische Esskultur. jüdische Tanzkultur etc...
27.10. 2009 bis 15.11. 2009
Sophie Scholl – die letzten Tage
Ort: Cinema 64 Eintrittspreis: 3 €
Zeit: - jeden Dienstag und Donnerstag
8.00 Uhr, 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung
Anmeldung im Kino erforderlich!
29. 10. 2009 16.00 – 19.00 Uhr
Sing and Swing
Ort: Landesmusikakademie
Ein musikalischer Workshop im Bezug auf die Swing Jugend, einer oppositionellen Jugendkultur in vielen deutschen Großstädten während der NS-Diktatur
2. 11. 2009 18.00 – 20.00 Uhr
Swing Kids
Ort: JuST (Jugendclub)
Ein Filmabend, welches das Drama behandelt, dass die Geschichte von drei Jugendlichen beinhaltet, welche der Swing- Jugend
angehören (in Anlehnung an den Workshop Sing and Swing)
6. 11. 2009 ab 16 Uhr
Das Tagebuch der Anne Frank
Ort: Mehrgenerationenhaus Roßleben
Ein Filmabend der die Verfilmung des Tagebuchs der Anne Frank vorgeführt.
10.11. 2009 17 Uhr
Die Soldaten mit dem halben Stern. Als ‚jüdische Mischlinge‘ in der Wehrmacht
Ort: Keller Achteckhaus
Ein Filmvorführung mit anschließend Diskussion mit der Regisseurin Heike Mundzek
11. 11. 2009 18.00 Uhr
Meine Zeit mit Anne Frank von Miep Gies
Ort: JuST (Jugendclub)
Eine Lesung (Auszüge), vorgetragen durch Mitglieder des Jugendclubs vom Jungen Theater Nordhausen, inklusive jüdischer Snacks
12. 11. 2009 17.00 Uhr
Das Judentum
Ort: Seminarraum JuST
Ein Vortrag von Philip Egbune (Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Nordhausen)
18. 11. 2009 18.00 Uhr
Steine, Namen, Lebenswege. Jüdische Familien und ihre Grabstätten auf dem Friedhof am Spatenberg
Ort: Rosa Salon, Schloss Sondershausen
Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Schlossmuseums Sondershausen Treff für Neugierige mit Bettina Bärnihghausen
Autor: khhDie Begrüßung der zahlreichen Gäste erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden des Kreisjugendringes Kyffhäuserkreis, Carsten Winkler. Der Kreisjugendring, der die Ausstellung gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum Berlin organisiert hat, konnte den Direktor des Zentrums, Thomas Heppener, unter den Ehrengästen begrüßen, genauso wie zahlreiche Kreistags- und Stadtratsmitglieder der Stadt Sondershausen. Auch die Bürgermeister der Städte Ebeleben, Uwe Vogt (SPD) und Sondershausen, Joachim Kreyer (CDU) ließen es sich nicht nehmen, die Telnahme zu verpassen.
Carsten Winkler erinnerte in seiner Begrüßungsrede, dass die Schüler mit dem Blick auf Gestern zum Nachdenken über das Heute anzuregen. In ähnlicher Weise äußerte sich der 1. Beigeordnete des Landrates, Georg Schäfer, einem der Gründungsmitglieder des Bündnisses gegen Rechts. Schäfer äußerte sich besorgt, dass es Die NPD in unserer Region geschafft hat, ein Mitglied in den Stadtrat von Sondershausen zu bekommen und gar zwei Sitze im Kreistag zu erhalten.
Für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Ausstellung bedankte sich Winkler beim Vorstandsvorsitzenden der Kyffhäusersparkasse, Ulrich Heilmann, der ebenfalls unter den Ehrengästen weilte. Sein Dank gilt aber auch schon den Schülerinnen und Schülern, welche die Ausstellung betreuen und Gästen mit dem Beantworten von Fragen helfen werden. Wir berichteten bereits am Montag über die Aktion Schüler begleiten Schüler. Die Helfer stammen aus den Regelschulen Östertal und Franzberg, sowie dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Sondershausen.
Carsten Winkler (li) und Thomas Heppener bei der Eröffnung der Ausstellung.
In fast 60 Ländern ist, bzw. wird diese Ausstellung (teils zeitlich parallel) zu sehen sein, so Direktor Thomas Heppener in seinen einführenden Worte. Mit dabei solchen Städte wie Chikago, Buenos Aires oder Stavanger, um nur einige zu nennen. Auch er zog einen engen Bezug aus der Geschichte mit dem Blick ins heute. Dabei sagte er, Man kann auch miteinander auskommen, auch wenn man anders ist. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Ausgrenzung von Minderheiten im NS-Regime.
Auch Heppener stellte die Forderung auf, die NPD zu verbieten. Er sagte aber auch klar, nur ein Verbot würde nicht reichen. Rassismus wird nicht mit der Geburt mitgeliefert, sondern die Gesellschaft muss etwas tun, damit sich so etwas nicht entwickelt. Er benannte auch klar die Gefahr, wenn durch fehlendes Bürgerengagement den rechten Gruppen Gelegenheiten geboten werden, mit Sonnenwendfeiern und ähnlichen Aktionen rechtes Gedankengut an die Bürger zu bringen.
Wie schnell der Rassismus umschlagen kann, erinnerte Heppener, zeigte sich in den Ereignissen des ehemaligen Jugoslawien, wo in kürzester Zeit ethnische Minderheiten aufeinander gehetzt wurden. Auch die Nazi-Partei, so Heppener, begann als Splitterpartei. Deshalb mahnte er nochmals eindringlich, im Kampf gegen rechts nicht nachzulassen und bot der Region seine Hilfe im Kampf gegen Rechts an.
Begleitet wurde die feierliche Eröffnung von einem Kulturprogramm. In mehreren Lesungen aus dem Tagebuch der Anne Frank wurde den Besuchern die Ergebnisse aus der Geschichte nahe gebracht, vorgetragen von Maria Wiegand und Hans Surop. Für die musikalische Umrahmung sorgten Ronald Uhlig und Nina Schettler (Piano), Michelle Kellermann (Violine) und Madeleine Frömter (Bratsche).
Die Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte für heute selbst ist die deutschsprachige Version der internationalen Wanderausstellung des Anne Frank Hauses, Amsterdam. Die Ausstellung regt dazu an, sich auf verschiedene Weise mit der Bedeutung einer vielfältigen Gesellschaft, mit Menschenrechten und Demokratie auseinander zu setzen. Sie erzählt die Lebensgeschichte der Anne Frank aus der Perspektive der Familie Frank und lässt weitere Zeitzeugen ihre bedrückenden
Erfahrungen in der Zeit des Holocaust skizzieren. Die Besucherinnen und Besucher werden herausgefordert, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken.
Begleitend zur Ausstellung wurde ein umfangreiches Programm organisiert, welches zur Auseinandersetzung mit der
Geschichte Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus und der jüdischen Geschichte und Kultur einlädt. Der Kreisjugendring lädt Sie herzlich zum Besuch der Ausstellung und zu den einzelnen Veranstaltungen ein.
28.10. 2009 bis 15.11. 2009
täglich Mo-Fr 8:00 - 14:00 Uhr Ausstellung über das Judentum von der jüdischen Gemeinde Nordhausen
Ort: J.-K.-Wezel-Straße 58, Sondershausen
Gezeigt wird die Geschichte der Juden, Riten und Feiertage. Welche Strömungen gibt es im Judentum? Jüdische Esskultur. jüdische Tanzkultur etc...
27.10. 2009 bis 15.11. 2009
Sophie Scholl – die letzten Tage
Ort: Cinema 64 Eintrittspreis: 3 €
Zeit: - jeden Dienstag und Donnerstag
8.00 Uhr, 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung
Anmeldung im Kino erforderlich!
29. 10. 2009 16.00 – 19.00 Uhr
Sing and Swing
Ort: Landesmusikakademie
Ein musikalischer Workshop im Bezug auf die Swing Jugend, einer oppositionellen Jugendkultur in vielen deutschen Großstädten während der NS-Diktatur
2. 11. 2009 18.00 – 20.00 Uhr
Swing Kids
Ort: JuST (Jugendclub)
Ein Filmabend, welches das Drama behandelt, dass die Geschichte von drei Jugendlichen beinhaltet, welche der Swing- Jugend
angehören (in Anlehnung an den Workshop Sing and Swing)
6. 11. 2009 ab 16 Uhr
Das Tagebuch der Anne Frank
Ort: Mehrgenerationenhaus Roßleben
Ein Filmabend der die Verfilmung des Tagebuchs der Anne Frank vorgeführt.
10.11. 2009 17 Uhr
Die Soldaten mit dem halben Stern. Als ‚jüdische Mischlinge‘ in der Wehrmacht
Ort: Keller Achteckhaus
Ein Filmvorführung mit anschließend Diskussion mit der Regisseurin Heike Mundzek
11. 11. 2009 18.00 Uhr
Meine Zeit mit Anne Frank von Miep Gies
Ort: JuST (Jugendclub)
Eine Lesung (Auszüge), vorgetragen durch Mitglieder des Jugendclubs vom Jungen Theater Nordhausen, inklusive jüdischer Snacks
12. 11. 2009 17.00 Uhr
Das Judentum
Ort: Seminarraum JuST
Ein Vortrag von Philip Egbune (Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Nordhausen)
18. 11. 2009 18.00 Uhr
Steine, Namen, Lebenswege. Jüdische Familien und ihre Grabstätten auf dem Friedhof am Spatenberg
Ort: Rosa Salon, Schloss Sondershausen
Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Schlossmuseums Sondershausen Treff für Neugierige mit Bettina Bärnihghausen

















