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Nach 30 Jahren auf der Bühne

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 14:23 Uhr
Es ist wieder Musical-Zeit am Theater Nordhausen. In dieser Spielzeit kommen die Fans dieses Genres voll auf ihre Kosten. Während sich am 30. Oktober um 19.30 Uhr wieder der Vorhang für das Musical „On the Town“ hebt, wird schon fleißig für ein neues Musical geprobt. Hier ein kleiner Einblick...

Die Mannschaft (Foto: Theater Nordhausen) Die Mannschaft (Foto: Theater Nordhausen)
Das Team „Bunbury
Regisseur Wolfgang Dosch aus Wien, den die Nordhäuser Theaterzuschauer noch von seinen Produktionen „Die Csárdásfürstin“ und „Eine Nacht in Venedig“ kennen, kommt diesmal mit einem Musical nach Nordhausen: „Mein Freund Bunbury“. Für ihn eine sehr spannende Sache, freut sich der Österreicher. Manch einer mag sich jetzt fragen, wieso ein Österreicher gerade auf ein DDR-Musical kommt.

Wolfgang Dosch hat eine einfache Erklärung. Er arbeitete 13 Jahre an der Staatsoperette Dresden, die unter anderem auch dieses Musical auf die Bühne brachte. An dem Musical fasziniert, ist die Tatsache, dass im deutschsprachigen Raum kein weiteres bleibendes Musical entstanden ist, von „Elisabeth“ einmal abgesehen. Udo Jürgens hatte einmal den Versuch in Österreich unternommen, ein Musical zu produzieren. Gerd Natschinski hat es 1964 in der DDR geschafft. Mit den Librettisten Jürgen Degenhardt und Librettisten Helmut Bez schrieb Natschinski ein Musical, das als eines der erfolgreichsten überhaupt gilt. Übrigens ist Helmut Bez in Sondershausen geboren und hat in Nordhausen auch als Schauspieler und Regisseur gearbeitet.

Dem Nordhäuser Intendanten Lars Tietje schwebte schon lange vor, dieses Musical zu zeigen. In Wolfgang Dosch hat er einen vortrefflichen Partner gefunden, um das Vorhaben zu verwirklichen. Das Jahr 2009 ist ebenfalls passend, in Erinnerung an die vor 20 Jahren zu Ende gegangene Ära der DDR.

Regisseur Wolfgang Dosch arbeitet in dieser Produktion wie in „Eine Nacht in Venedig“ wieder mit Elisabeth-Stolze Bley als Kostümbildnerin und Ronald Winter als Bühnenbildner zusammen.

Das Publikum kann sich im Musical „Mein Freund Bunbury“ noch auf einen weiteren bekannten Gast freuen: Frank Sieckel. Der Schauspieler hatte einst als Bühnentechniker in Nordhausen begonnen, studierte danach Schauspiel und ist als Schauspieler, Regisseur, Sprecher und Moderator bei Funk und Fernsehen zu erleben und in etlichen Kinofilmen zu sehen. Wenn er mal drehfreie Zeit hat, dann sieht man ihn auch wieder auf der Bühne, ab 27. November 2009 beispielsweise in seiner Heimatstadt Nordhausen als Butler in „Mein Freund Bunbury“.

Der Vorverkauf für das Musical, das sich in Ost und West durchgesetzt hat, läuft bereits. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/kn

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