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Arbeitskreis "SCHULEWIRTSCHAFT" (2)

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 07:02 Uhr
Im zweiten Teil über den Bericht zur Herbsttagung des Arbeitskreises "SCHULEWIRTSCHAFT" des Kyffhäuserkreises informiert kn über einige vorgestellte Projekte...


Die Fachhochschule Nordhausen, Sonja Apel, stellte das Projekt Naturwissenschaft und Technik für Gymnasiasten vor. Es läuft im Zeitraum vom 01.09.2009 bis zum 31.09.2011. Ziel ist, Schüler besser mit Naturwissenschaften bekannt zu machen. Es werden dabei nicht nur bestimmte Wissenschaftszweige vorgestellt, sondern auch praktische Übungen durchgeführt. Dabei nannte Apel selbst das Wort UTP, aber auf höherem Niveau. Wem das Wort UTP nicht mehr geläufig ist, es stammt aus DDR-Zeit und hieß Unterrichtstag in der Produktion.

Die Projektwoche wird an der Fachhochschule in Nordhausen durchgeführt und in Gruppen bis zu 10, max. 13, Schülern organisiert. In Teilbereichen wie regenerative Energietechnik, CAD oder chemische und analytische Verfahrenstechnik wird vermittelt, was dieser Wissenschaftszweig beinhaltet. Dabei wird aber nicht nur an der Fachschule die Projektwoche durchgeführt, sondern auch in Betrieben. Zeitlich läuft es über eine Woche (08:30 bis 14:30 Uhr) und wird kurz nach den Ferien durchgeführt. Hier liegt aber auch die Problematik in der Sache.

Die Schüler müssen eine Woche aus dem Unterricht genommen werden, weil es ja oft nur wenige Schüler einer Klasse betrifft. Es kommen also nur so leistungsstarke Schüler in Frage, die auch einen Schulausfall von einer Woche vertragen können. Es ist also eine enge Zusammenarbeit der Hochschule, Eltern, Schule und den Schülern selbst notwendig. Es zeigte sich aber, dass es beteiligten Schülern, nach Aussage Apel, sehr gut gefiel. Zum Abschluss der Projektwoche wird eine kleine Präsentation erarbeitet und es gibt ein Zertifikat des Präsidenten der Fachschule, dass sich bei Bewerbungen gut verwenden lässt.

Aber auch ein zweites Hauptproblem verschwieg Sonja Apel nicht, die leidliche Fahrerei nach Nordhausen. Auch wenn aus den Gymnasien Bad Frankenhausen, Roßleben und dem Scholl-Gymnasium, sowie dem berufsbildenden Gymnasium Sondershausen Teilnehmer kamen, gibt es kein Fahrgeld für die Schüler! Und auch aus dem Ostteil des Kyffhäuserkreis ist es durch die schlechten Busverbindungen kaum möglich, öffentliche Verkehrmittel zu nutzen.

An sich eine sehr schöne Sache, die in Nordhausen bereits auf die Regelschulen erweitert wurde, bringt es doch für die beteiligten Schüler eine sehr gute Studien- und Berufsorientierung mit sich. Und wenn ein Schüler danach feststellen musste, diese Studienfach wäre nie etwas für mich, ist es doch eine wichtige Erkenntnis, damit später die gleiche Erkenntnis nicht als Studienabbrecher gewonnen werden muss.

Arbeitskreis "SchuleWirtschaft" (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Arbeitskreis "SchuleWirtschaft" (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In einem weiteren Bericht stellte der Lehrer Gunter Fricke (Foto) von der Regelschule Ebeleben vor. Hier kann sich kn kurz halten, denn hierzu berichteten wir bereits bei Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Wichtig für so eine Vereinbarung war, dass es bereits vorher eine längere Zusammenarbeit gab, so Fricke in seinem Bericht. In der Diskussion empfahl Sonja Helm vom Arbeitskreis, dass sich die Schule um den Titel berufswahlfreundliche Schule bewerben sollte.
Autor: khh

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