20 Jahre Mauerfall
Dienstag, 10. November 2009, 00:27 Uhr
Am gestrigen Abend wurde anlässlich des Jahrestages des Mauerfalls im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen eine Podiumsdiskussion durchgeführt....
Podiumsdiskussion 20 jahre Mauerfall (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte mit Bundestagsmitglied Johannes Selle (CDU) und Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) und vielen Stadträten, auch zahlreiche Besucher begrüßen, die auch bereits bei der Eröffnung der Fotoausstellung im Rathaus waren.
Von der Kulturredaktion des MDR übernahm Dr. Torsten Unger die Moderation der Podiumsdiskussion. Mit den Pfarren Winfried Stitz (kath) und Jürgen Hauskeller (evan.), sowie Dieter Strödter, der damals die erste unabhängige Untersuchungskommission leitete, waren bekannte Akteure der damaligen Zeit dabei, während David List (1988) das Ganze aus der jetzigen Sicht der Jugend kommentierte.
Dieter Strödter, Winfried Stitz, Dr. Torsten Unger, Jürgen Hauskeller und David List (v.l. nach r.)
Besonders eindrucksvoll schilderten Stitz und Hauskeller, wie sie die Ereignisse der damaligen Zeit jetzt sahen, wie sie damals dazu kommen, sich aktiv einzusetzen. Jürgen Hauskeller kommentierte das so: Wir sind mit dem Strandgut des Sozialismus konfrontiert worden, Menschen, die vom Sozialismus kaputt gemacht worden waren. Für Stitz war die Massenflucht der auslösende Faktor. Bei aller Euphorie spielte damals eine gehörige Portion Angst mit.
Dieter Strödter bezeichnete es als ob man auf dem Mars Blumen pflücken wollte, als die unabhängige Untersuchungskommission Fragen an die führenden SED-Funktionäre stellen wollte. Strödter hatte aber auch immer die Gefahr gesehen, dass es auch hätte eine chinesische Lösung hätte geben können.
Für Hauskeller, der seine Motivation aus dem christlichen Glauben zog, stand außer frage, dass er keinen Gedanken verschwendete, eventuell die DDR verlassen zu wollen. Erschreckend aber auch zu erfahren, dass von den 10 Landeskirchenräten gleich sechs IMs gewesen sein sollen, die immer wieder ihn hatten zurückpfeifen wollen, so Hauskeller.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurden nochmals die damaligen Ereignisse lebendig. Eine Informationsquelle für jeden, der die zeit noch nicht erleben konnte.
Autor: khh
Podiumsdiskussion 20 jahre Mauerfall (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte mit Bundestagsmitglied Johannes Selle (CDU) und Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) und vielen Stadträten, auch zahlreiche Besucher begrüßen, die auch bereits bei der Eröffnung der Fotoausstellung im Rathaus waren.Von der Kulturredaktion des MDR übernahm Dr. Torsten Unger die Moderation der Podiumsdiskussion. Mit den Pfarren Winfried Stitz (kath) und Jürgen Hauskeller (evan.), sowie Dieter Strödter, der damals die erste unabhängige Untersuchungskommission leitete, waren bekannte Akteure der damaligen Zeit dabei, während David List (1988) das Ganze aus der jetzigen Sicht der Jugend kommentierte.
Dieter Strödter, Winfried Stitz, Dr. Torsten Unger, Jürgen Hauskeller und David List (v.l. nach r.)
Besonders eindrucksvoll schilderten Stitz und Hauskeller, wie sie die Ereignisse der damaligen Zeit jetzt sahen, wie sie damals dazu kommen, sich aktiv einzusetzen. Jürgen Hauskeller kommentierte das so: Wir sind mit dem Strandgut des Sozialismus konfrontiert worden, Menschen, die vom Sozialismus kaputt gemacht worden waren. Für Stitz war die Massenflucht der auslösende Faktor. Bei aller Euphorie spielte damals eine gehörige Portion Angst mit.
Dieter Strödter bezeichnete es als ob man auf dem Mars Blumen pflücken wollte, als die unabhängige Untersuchungskommission Fragen an die führenden SED-Funktionäre stellen wollte. Strödter hatte aber auch immer die Gefahr gesehen, dass es auch hätte eine chinesische Lösung hätte geben können.
Für Hauskeller, der seine Motivation aus dem christlichen Glauben zog, stand außer frage, dass er keinen Gedanken verschwendete, eventuell die DDR verlassen zu wollen. Erschreckend aber auch zu erfahren, dass von den 10 Landeskirchenräten gleich sechs IMs gewesen sein sollen, die immer wieder ihn hatten zurückpfeifen wollen, so Hauskeller.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurden nochmals die damaligen Ereignisse lebendig. Eine Informationsquelle für jeden, der die zeit noch nicht erleben konnte.







