Zentrale Gedenkfeier in Sondershausen (1)
Sonntag, 15. November 2009, 19:30 Uhr
Zahlreiche Gäste hatten heute nachmittag den Weg in die Trauerhalle des Hauptfriedhofes Sondershausen zur Zentrale Gedenkfeier des Freistaates Thüringens zum Volkstrauertag gefunden, so auch Landtagspräsidentin Birgit Dietzel und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht...
Schülerinnen und Schüler des Carl-Schroeder-Konservatoriums Sondershausen eröffneten die Gedenkfeier. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte neben den bereits genannte Dietzel und Lieberknecht auch die Landtagsmitglieder Gerold Wucherpfennig (CDU), Dorothea Marx (SPD), Landrat Peter Hengstermann (CDU), sowie viele Stadträte und Bürger begrüßen. Von der Garnison Sondershausen war Oberstleutnant Glaab, Soldaten des Landeskommandos Thüringens sowie Oberst Karl-Martin Hofeditz, Kommandeur des Landeskommandos Thüringens anwesend.
In seiner Begrüßungsrede sagte Kreyer, es sei eine besondere Ehre, dass diese zentrale Gedenkfeier in Sondershausen abgehalten werde. Das gedenken an die Opfer heißt aber auch mahnen, so Kreyer. Nach einem weiteren Musikstück ergriff Ministerpräsidentin Lieberknecht das Wort. Es war wohl sogar die erste größere Rede, die sie seit Amtseinführung außerhalb Erfurts gehalten hat.
Zentrale Gedenkfeier Freistaat Thüringen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sie sprach ihren Dank an den Landesverband im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, vertreten durch Hendrik Hug, und an die Stadt Sondershausen aus. Sie verwies darauf, dass die Opfer nicht vergessen werden, weder die ca. 9 Millionen im ersten Weltkrieg, noch die ca. 55 Millionen Opfer des zweiten Weltkrieges. Sie erinnerte aber auch an auf die Flüchtlinge und Vertriebenen. Neben dem Gedenken an die Soldaten, Zivilisten, Zwangsarbeiter, schloss sie auch die Opfer der Konzentrationslager ein, erinnerte aber auch an die Opfer auf dem Todesstreifen der ehemaligen Grenze.
Erschreckend sei aber auch die Entwicklung des Terrors in der Welt, insbesondere der vielen Opfer der Selbstmordattentate. Sie gedachte aber auch der Opfer, die beim Afghanistaneinsatz ums Leben gekommen sind, darunter auch ein Thüringer. Auf die aktuellen Ereignisse eingehend betonte sie, dass sich Deutschland zu einer stabilen Demokratie entwickelt hat. Erst der Mauerfall hat den ehemaligen DDR-Bürgern die Freiheit wiedergegeben.
Diese Freiheit sei aber zerbrechlich, so Lieberknecht weiter. Rechtsextremisten versuchten die Gesellschaft zu unterwandern. Deshalb war es wichtig, dass sich in einer der ersten Sitzungen der Landtag für das Verbot der NPD ausgesprochen hat. Es gilt der jungen Generation bewusst zu machen, wie schlimm Krieg ist. Wir haben die Verantwortung, so Lieberknecht, Verantwortung für zukünftige Generationen zu tragen.
Abschließend dankte sie allen Unterstützern der Volksgräberfürsorge. Die Volksgräberfürsorge leistet durch ihre Arbeit aktive Friedenspolitik, so Lieberknecht in ihrer beeindruckenden Rede. Nach einer Lesung durch Schüler der Regelschule Franzberg Sondershausen sprach Standortpfarrer Matthias Nestler ein Friedensgebet.
Anschließend erfolgten die Kranzniederlegungen am Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt, u.a. durch Christine Lieberknecht , Birgit Dietzel, Joachim Kreyer, Peter Hengstermann und Dorothea Marx.
Neben Christine Lieberknecht nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eine Nelke an ein Grab ihrer Wahl niederzulegen, so auch Frau Freytag und Frau Schmidt vom Bund der Vertriebenen. Sie äußerten gegenüber kn Kritik an der heutigen Veranstaltung. Sie vertraten gegenüber kn die Meinung, dass die Vertriebenen eindeutig in den Reden zu kurz gekommen seien. Bei über zwei Millionen Betroffener hätte man das mehr herausstellen sollen, so die Meinung von Freytag und Schmidt.
Autor: khhSchülerinnen und Schüler des Carl-Schroeder-Konservatoriums Sondershausen eröffneten die Gedenkfeier. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte neben den bereits genannte Dietzel und Lieberknecht auch die Landtagsmitglieder Gerold Wucherpfennig (CDU), Dorothea Marx (SPD), Landrat Peter Hengstermann (CDU), sowie viele Stadträte und Bürger begrüßen. Von der Garnison Sondershausen war Oberstleutnant Glaab, Soldaten des Landeskommandos Thüringens sowie Oberst Karl-Martin Hofeditz, Kommandeur des Landeskommandos Thüringens anwesend.
In seiner Begrüßungsrede sagte Kreyer, es sei eine besondere Ehre, dass diese zentrale Gedenkfeier in Sondershausen abgehalten werde. Das gedenken an die Opfer heißt aber auch mahnen, so Kreyer. Nach einem weiteren Musikstück ergriff Ministerpräsidentin Lieberknecht das Wort. Es war wohl sogar die erste größere Rede, die sie seit Amtseinführung außerhalb Erfurts gehalten hat.
Zentrale Gedenkfeier Freistaat Thüringen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sie sprach ihren Dank an den Landesverband im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, vertreten durch Hendrik Hug, und an die Stadt Sondershausen aus. Sie verwies darauf, dass die Opfer nicht vergessen werden, weder die ca. 9 Millionen im ersten Weltkrieg, noch die ca. 55 Millionen Opfer des zweiten Weltkrieges. Sie erinnerte aber auch an auf die Flüchtlinge und Vertriebenen. Neben dem Gedenken an die Soldaten, Zivilisten, Zwangsarbeiter, schloss sie auch die Opfer der Konzentrationslager ein, erinnerte aber auch an die Opfer auf dem Todesstreifen der ehemaligen Grenze.Erschreckend sei aber auch die Entwicklung des Terrors in der Welt, insbesondere der vielen Opfer der Selbstmordattentate. Sie gedachte aber auch der Opfer, die beim Afghanistaneinsatz ums Leben gekommen sind, darunter auch ein Thüringer. Auf die aktuellen Ereignisse eingehend betonte sie, dass sich Deutschland zu einer stabilen Demokratie entwickelt hat. Erst der Mauerfall hat den ehemaligen DDR-Bürgern die Freiheit wiedergegeben.
Diese Freiheit sei aber zerbrechlich, so Lieberknecht weiter. Rechtsextremisten versuchten die Gesellschaft zu unterwandern. Deshalb war es wichtig, dass sich in einer der ersten Sitzungen der Landtag für das Verbot der NPD ausgesprochen hat. Es gilt der jungen Generation bewusst zu machen, wie schlimm Krieg ist. Wir haben die Verantwortung, so Lieberknecht, Verantwortung für zukünftige Generationen zu tragen.
Abschließend dankte sie allen Unterstützern der Volksgräberfürsorge. Die Volksgräberfürsorge leistet durch ihre Arbeit aktive Friedenspolitik, so Lieberknecht in ihrer beeindruckenden Rede. Nach einer Lesung durch Schüler der Regelschule Franzberg Sondershausen sprach Standortpfarrer Matthias Nestler ein Friedensgebet.
Anschließend erfolgten die Kranzniederlegungen am Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt, u.a. durch Christine Lieberknecht , Birgit Dietzel, Joachim Kreyer, Peter Hengstermann und Dorothea Marx.
Neben Christine Lieberknecht nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eine Nelke an ein Grab ihrer Wahl niederzulegen, so auch Frau Freytag und Frau Schmidt vom Bund der Vertriebenen. Sie äußerten gegenüber kn Kritik an der heutigen Veranstaltung. Sie vertraten gegenüber kn die Meinung, dass die Vertriebenen eindeutig in den Reden zu kurz gekommen seien. Bei über zwei Millionen Betroffener hätte man das mehr herausstellen sollen, so die Meinung von Freytag und Schmidt.

































