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Einwohnerversammlung Immenrode

Dienstag, 17. November 2009, 18:07 Uhr
Gestern fand in Immenrode die jährliche Einwohnerversammlung für die Ortsteile Immenrode, Kleinberndten, Großberndten und Straußberg statt. Hier Teil 2 unseres Berichtes...

Keine wesentlichen neuen Erkenntnisse gibt es zum Thema Schweinemastanlage Immenrode. Die Stadt Sondershausen hatte ja eine Veränderungssperre verhängt, gegen die ein Normenkontrollverfahren eingeleitet wurde. Der Ausgang ist offen. Seit Februar gibt es keine nennenswerte Fortschritte, so Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU).

Neben der Sorge um die Luft in Immenrode droht aber weiteres Ungemach. Nach Aussage von Einwohnern versuchen Windparkbetreiber Pachtland zu erwerben, um neue Windkraftanlagen zu errichten. Bisher sind nur vier Ergänzungen genehmigt worden. Der Bereich rechts der Straße nach Straußberg soll nach Willen der Stadt und der Umweltschützer von Windkraftanlagen verschont werden, unter anderem wegen des Kranichzuges

In der Diskussion verstärkt sich die Sorge, dass es den Windkraftbetreibern gelingt, doch mit weiteren Anlagen den Ort ringsum zuzustellen. Schon jetzt sind die Windgeräusche der Flügel bis nach Kleinberndten zu hören. Auch wurde im letzten Winter öfter Eis auf der Straße gefunden, dass sich von den Flügeln gelöst hatte. Wie lange man sich gegen solche Anlagen noch wehren könne, ist fraglich, wenn man die Entwicklung langfristig sieht. Auch in der Höhe scheint es bald mehr keine Grenzen zu geben.

Ein breites Thema war das Problem Trauerhallen, die in einigen Ortsteilen recht marode sind. Besonders wegen der Finanzsituation (kn berichtete bereits gestern) stehen kaum Mittel bereit. Wenn alle Trauerhallen Sondershausens sanieren wolle, müssen man ca. eine Million Euro bereitstellen, die man eigentlich nicht hat, so Kreyer. Man habe eine Konzeption zur Entwicklung der Trauerhallen erarbeitet, die demnächst in den Fraktionen des Stadtrates beraten werden soll. Ausgang noch offen.

In der Diskussion beschwerten sich einige Einwohner (Kleinberndten), dass es Probleme mit der Wasserableitung auf einigen Straßen gäbe. Unter anderem sollen Einläufe zu kleine Rohre erhalten haben. Da die damaligen Arbeiten vor der Eingemeindung passierten, will sich Bauamtsleiter Manfred Kucksch erst mal einen Überblick verschaffen.

Keine optimistische Nachricht für die Ortsteile hatte Kreyer hinsichtlich des Unstrut-Werra-Radweges. Wie von kn bereits berichtet, wurden die Pläne aufgegeben diesen Weg über Jechaburg und Straußberg zu führen. Der Anstieg nach Jechaburg sei einfach zu steil und Radwanderern nicht zuzumuten.

Auch zu Problemen in der Kalten Gasse Großberndten konnte noch keine Einigung geschaffen werden. Hier war früher zum Straßenbau Kalkschotter eingesetzt worden. Kreyer kennt die Problematik, weil es bei Trockenheit fürchterlich staubt und bei Nässe stark schmiert. Ein in der Straße ansässiges Unternehmen erhält von Tourismusgästen deshalb immer wieder Beschwerden.
Autor: khh

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