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Gutes noch verbessern

Montag, 23. November 2009, 07:01 Uhr
Über die Besucherzählung am Kyffhäuserweg hatte kn bereits berichtet. Auf einer Podiumsdiskussion mit Tourismusexperten gab es noch weitere wertvolle Hinweise...

Am Donnerstag letzter Woche hatten sich eine ganze Reihe Tourismusverantwortliche auf den Weg zum Kyffhäuser gemacht, um zu erfahren, wie denn an einem Wanderweg Besucher gezählt werden können. Was genauso wichtig wie die Zählung, ist die Interpretation der zugehörigen Befragung. Gerade diese brachte einige Erkenntnisse zum Vorschein.

Podiumsdiskussion Kyffhäuserweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Podiumsdiskussion Kyffhäuserweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Frank Meyer (Streuobstzentrum Tilleda), Eva Sierski (Büro für Ausstellungsberatung & Evaluation), Jörg Nonnen (Naturpark Kyffhäuser), Moderator André Richter (Südharzer Tourismusverband), Erik Neumeyer (Deutscher Wanderverband), Julia Hornickel (Projektleiterin Monitoring), Herbert Knischka (Tourismusverband Kyffhäuser) diskutierten beim Podiumsgespräch (v. links nach rechts).

Wichtigstes Ergebnis, so Erik Neumeyer, dass für so einen ausgezeichneten Prädikatsweg realistische Besucherzahlen vorliegen und dass es wichtige Erkenntnisse gab, wie diese Zahlen mit modernster Technik ermittelt wurden. Er unterstrich auch in dieser Podiumsdiskussion nochmals, dass das die rund 23.000 Wanderer pro Jahr ein ganz hervorragendes Ergebnis darstellen.

Insbesondere die Besucherbefragung bei rund 270 Wanderern brachte zum Vorschein, dass es am öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Kyffhäuser noch erheblich krankt. Der Wanderbus sei ein schlechtorganisierter Rufbus. Dieses System müsse noch deutlich verbessert werden, vertrat auch Herbert Knischka. Sehr positiv dagegen sei die 48-Stunden-Tour am Kyffhäuser angekommen. Gerade hier und bei den Befragungen zeigte sich, dass selbst Wanderer aus Halle Leipzig den Kyffhäuser zu ihrem Nahbereich zählen. Sollte ein Hinweis sein, dort eventuell stärker in die Werbung zu gehen, meint kn.

Die Befragung zeigte aber auch, dass das Internet immer stärker bei der Vorinformation genutzt wird. Das veranlasste Herbert Knischka einen neuen überarbeiteten Internetauftritt des Kyffhäuser Tourismusverbandes anzukündigen. Nicht angekündigt, aber unbedingt notwendig sollte ein eigener Interntauftritt des Kyffhäuserweges sein, was kn schon vor zirka zwei Jahren, als der Kyffhäuserweg ausgezeichnet wurde, angemahnt hatte. Vorbild sollte die Webseite des Unstrutradweges sein.

Frank Meyer vom Streuobstzentrum Tilleda regte an, am Streuobstzentrum einen zentralen Wanderparkplatz mit dem Hinweis auf den Qualitätswanderweg einzurichten. Eine gute Idee, auch wenn eine ganze Menge Eigennutz für seine Einrichtung Pate gestanden hat. So ein zentraler Wanderparkplatz macht allerdings auch Sinn für Bad Frankenhausen. Auch entlang der Bundesstraße durch den Kyffhäuser sollten noch mehr Wanderparkplätze errichtet und ausgeschildert werden, verbunden mit dem Hinweis auf den Qualitätsweg, so zumindest kn in seiner Meinung. Der Kyffhäuserweg schneidet zweimal die Bundesstraße an berührt sie am Rathsfeld ebenfalls. Die durchfahrenden Autofahrer sollten wissen, dass sie hier einen ausgezeichneten Wanderweg verpassen könnten und wenn es sich auch nur für die nächste Tour in den Köpfen festsetzt.

In ähnlicher Richtung ging die Meinung von Erik Neumeyer vom Wanderverband. Er empfahl, an den Einstiegspunkten zum Kyffhäuserweg Hinweistafeln zum Qualitätswanderweg aufzustellen. Bekanntmachung und Kennzeichnung seien wichtig für so einen Wanderweg. Insgesamt sprach er sich allgemein für eine möglichst dichte Markierung der Wanderwegewege aus, so wie es auch am Kyffhäuser praktiziert wird. Es reiche einfach nicht, wenn an einigen großen Wegekreuzungen mal ein Wegebaum steht, wie es in anderen Wanderregionen oft noch praktiziert wird.

In jedem Fall, und dass unterstrich auch diese Veranstaltung, hat man mit der Schaffung dieses Wanderweges einen gute Griff getan, auch wenn im Detail, wie das Beispiel ÖPNV zeigt, noch einiges verbessert werden kann, so das Fazit dieser Veranstaltung.
Autor: khh

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