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Zum ESTA-Verfahren

Samstag, 28. November 2009, 07:01 Uhr
Gestern wurde in einem Artikel von kn das ESTA-Verfahren, eine elektrostatische Verfahren erwähnt, dass zur Anreicherung von Kalisalzen verwendet werden kann. Deshalb will unser Bergbauspezialist Hans-Jürgen Schmidt kurz erläutert, was man darunter versteht...

Die Sondershäuser oder die Roßlebener kennen aus ihrer Kaliära, dass die Aufbereitung des Rohsalzes nur über das Heißlöseverfahren oder durch die Flotation erfolgte. Dabei fallen Salze an, die auf die Halde gefahren wurden und es war unumgänglich, dass Abwässer entsorgt werden mussten.

Für ein zukünftigen Kaliwerk gibt es Auflagen, um die Umwelt zu schonen, mit weitreichenden Konsequenzen. Das heißt keine Aufhaltung und kein Abstoß von Abwässer in Flüsse mehr. Um dies Forderung zu erfüllen bietet sich das ESTA-Verfahren an, da die Salzminerale trocken sortiert werden. Zunächst wird das Rohsalz mit Reagenzien und klimatischer Konditionierung so beeinflusst, so dass sich die Mineralien durch Reibung unterschiedlich aufladen. Beim anschließenden frei Fall durch ein Hochspannungsfeld werden die positiv geladenen Teilchen in die eine Richtung, die negativgeladenen Teilchen in eine andere Richtung abgelenkt und getrennt aufgefangen (siehe Skizze). Entscheidend wird dabei sein, welche Mineralien sich im Rohsalz befinden.
Das Verfahren wurde von der K+S Gruppe Kassel entwickelt. Professor Dr. Arno Singwald wird als der "Vater" des ESTA-Verfahrens betrachtet.

Recherchiert von Hans-Jürgen Schmidt (Quelle: "Wachstum Erleben - Die Geschichte der K+S Gruppe", Seite 194)
Autor: khh

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