20 Jahre Pflegekinderwesen
Freitag, 27. November 2009, 13:55 Uhr
Anläßlich 20 Jahre Pflegekinderwesen im Kyffhäuserkreis wird es eine Festveranstaltung am 12. Dezember 2009 geben. In diesem Zusammenhang sei gleich erwähnt, dass im Jugendamt immer Pflegeeltern erwünscht sind. Hinweise dazu gibt es ebenfalls hier...
Das Jugendamt möchte im Rahmen des 20 jährigen Bestehens des Pflegekinderwesens im Kyffhäuserkreis am 12. Dezember 2009 von 16.00 - 21.00 Uhr im Carl- Schroeder- Saal in Sondershausen eine Festveranstaltung durchführen. Innerhalb dieser Veranstaltung soll den Pflegeeltern für die geleistete Arbeit gedankt werden, man soll gemeinsam ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, eine Pflegemutter und ein Pflegekind werden Erlebnisberichte vortragen, man soll aber auch Freude bei den Vorführungen des Kinder- und Jugendensembles der Leipziger "Pfeffermühle" haben.
Seit 20 Jahren bietet das Jugendamt des Kyffhäuserkreises als Hilfe zur Erziehung (HzE) auch die Betreuung und Erziehung in einer Pflegefamilie an. Dies ist eine neue Hilfeform, die es so in der ehemaligen DDR nicht gab. Innerhalb dieses Zeitraumes wurden viele hundert Kinder in Pflegefamilien betreut und erzogen. Dem Engagement der Pflegefamilien ist es zu verdanken, dass gegenwärtig insgesamt 47 Kinder in 37 neuen Familien leben können. Ein Kind in Pflege zu nehmen, bedeutet für die aufnehmende Familie, gleichzeitig mit zwei Gemeinschaften zu leben.
Dies stellt sie vor die Aufgabe, das Vergangene mit dem anvertrauten Kind zu bewältigen und eine Basis für die Zukunft zu schaffen. Die Arbeit und das Zusammenleben mit dem Pflegekind erfordert ein Höchstmaß an Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit.
Die Pflegeeltern stehen oft im Focus in der Verwandtschaft, bei Ihren Freunden, in der Nachbarschaft, oft auch im ganzen Ort. Häufig werden sie auch gefragt, sind Pflegekinder besondere Kinder?
Beides ist zutreffend:
Ein Pflegekind ist ein Kind wie alle anderen Kinder auch.
Es lacht und weint, ist freundlich und bockig, bedrückt und ausgelassen.
Und doch sind Pflegekinder auch ganz anders als andere Kinder.
Gleichgültig, ob ein Kind in seine Familie zurückkehren kann oder auf Dauer in seiner Pflegefamilie bleibt, es ist immer ein Kind mit zwei Familien.
Es durchlebt bei der Aufnahme in die neue Familie ein Wirrwarr von Gefühlen wie Wut, Trauer, Schuld, Zuneigung und Ablehnung gegenüber seiner Ursprungsfamilie, aber auch der Pflegefamilie.
Als Betreuungsperson übernehmen die Pflegeeltern eine bedeutungsvolle Aufgabe der Jugendhilfe und sind ein wichtiger Partner des Jugendamtes.
Sie haben Anspruch auf monatliches Pflegegeld sowie auf einmalige Beihilfen und können bei wichtigen persönlichen Anlässen wie Taufe, Schuleinführung, Konfirmation oder Jugendweihe sowie bei Urlaubs- und Ferienreisen für die Pflegekinder Zuschüsse beantragen. Außerdem finanziert das Jugendamt eine ausreichende Unfall- sowie eine Haftpflichtversicherung für die anvertrauten Kinder.
Die Pflegepersonen haben das Recht auf Beratung, Unterstützung und kontinuierliche Hilfeleistung durch das Jugendamt.
So ist es die Aufgabe des Jugendamtes:
- Vorbereitungs- und Fortbildungsseminare zu organisieren,
- regelmäßig einzelne Pflegefamilien zu betreuen,
- Pflegeelterngruppenarbeit in einzelnen Stützpunkten zu machen und
- in Krisensituationen zu beraten und zu unterstützen.
Falls Sie Interesse an der Arbeit als Pflegefamilie haben, können Sie sich gern an die zuständige Sozialarbeiterin des Jugendamtes, Frau Jutta Finke, Tel. 03632/ 741 650,
E- mail: j.finke@kyffhaeuser.de wenden.
Autor: khhDas Jugendamt möchte im Rahmen des 20 jährigen Bestehens des Pflegekinderwesens im Kyffhäuserkreis am 12. Dezember 2009 von 16.00 - 21.00 Uhr im Carl- Schroeder- Saal in Sondershausen eine Festveranstaltung durchführen. Innerhalb dieser Veranstaltung soll den Pflegeeltern für die geleistete Arbeit gedankt werden, man soll gemeinsam ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, eine Pflegemutter und ein Pflegekind werden Erlebnisberichte vortragen, man soll aber auch Freude bei den Vorführungen des Kinder- und Jugendensembles der Leipziger "Pfeffermühle" haben.
Seit 20 Jahren bietet das Jugendamt des Kyffhäuserkreises als Hilfe zur Erziehung (HzE) auch die Betreuung und Erziehung in einer Pflegefamilie an. Dies ist eine neue Hilfeform, die es so in der ehemaligen DDR nicht gab. Innerhalb dieses Zeitraumes wurden viele hundert Kinder in Pflegefamilien betreut und erzogen. Dem Engagement der Pflegefamilien ist es zu verdanken, dass gegenwärtig insgesamt 47 Kinder in 37 neuen Familien leben können. Ein Kind in Pflege zu nehmen, bedeutet für die aufnehmende Familie, gleichzeitig mit zwei Gemeinschaften zu leben.
Dies stellt sie vor die Aufgabe, das Vergangene mit dem anvertrauten Kind zu bewältigen und eine Basis für die Zukunft zu schaffen. Die Arbeit und das Zusammenleben mit dem Pflegekind erfordert ein Höchstmaß an Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit.
Die Pflegeeltern stehen oft im Focus in der Verwandtschaft, bei Ihren Freunden, in der Nachbarschaft, oft auch im ganzen Ort. Häufig werden sie auch gefragt, sind Pflegekinder besondere Kinder?
Beides ist zutreffend:
Ein Pflegekind ist ein Kind wie alle anderen Kinder auch.
Es lacht und weint, ist freundlich und bockig, bedrückt und ausgelassen.
Und doch sind Pflegekinder auch ganz anders als andere Kinder.
Gleichgültig, ob ein Kind in seine Familie zurückkehren kann oder auf Dauer in seiner Pflegefamilie bleibt, es ist immer ein Kind mit zwei Familien.
Es durchlebt bei der Aufnahme in die neue Familie ein Wirrwarr von Gefühlen wie Wut, Trauer, Schuld, Zuneigung und Ablehnung gegenüber seiner Ursprungsfamilie, aber auch der Pflegefamilie.
Als Betreuungsperson übernehmen die Pflegeeltern eine bedeutungsvolle Aufgabe der Jugendhilfe und sind ein wichtiger Partner des Jugendamtes.
Sie haben Anspruch auf monatliches Pflegegeld sowie auf einmalige Beihilfen und können bei wichtigen persönlichen Anlässen wie Taufe, Schuleinführung, Konfirmation oder Jugendweihe sowie bei Urlaubs- und Ferienreisen für die Pflegekinder Zuschüsse beantragen. Außerdem finanziert das Jugendamt eine ausreichende Unfall- sowie eine Haftpflichtversicherung für die anvertrauten Kinder.
Die Pflegepersonen haben das Recht auf Beratung, Unterstützung und kontinuierliche Hilfeleistung durch das Jugendamt.
So ist es die Aufgabe des Jugendamtes:
- Vorbereitungs- und Fortbildungsseminare zu organisieren,
- regelmäßig einzelne Pflegefamilien zu betreuen,
- Pflegeelterngruppenarbeit in einzelnen Stützpunkten zu machen und
- in Krisensituationen zu beraten und zu unterstützen.
Falls Sie Interesse an der Arbeit als Pflegefamilie haben, können Sie sich gern an die zuständige Sozialarbeiterin des Jugendamtes, Frau Jutta Finke, Tel. 03632/ 741 650,
E- mail: j.finke@kyffhaeuser.de wenden.
Downloads:
- Programm der Festveranstaltung (11 kByte)
