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Klatsche für Kyffhäuserkreis

Mittwoch, 02. Dezember 2009, 07:04 Uhr
"Irgendwann soll der Radweg über Sondershausen wieder an die Unstrut führen." Mit diesem Wortlaut in einer Pressemeldung des Untrut-Hainich-Kreises zeigt sich, wo offensichtlich die berühmte Säge im Kyffhäuserkreis klemmt...

Während einige Teile des Unstrut-Werra-Radweges im benachbarten Landkreis Untrut-Hainich bereits gebaut sind, geht es in weiteren Teilen fort, so die dortigen jüngsten Beschlüsse. In der letzten Kreistagssitzung im November konnte man sich gerade soweit einigen, dass für den Kyffhäuserkreis eine Konzeption erarbeitet werden soll. Bis wann ist, wenn sich der Schreiber dieser Zeilen erinnern kann noch nicht mal festgelegt worden. Zumindest gab es auch keine Aussage dazu im Beschlussentwurf. Der einzige Eckpunkt der genannt wurden, war die Zahl 2013 bis dahin läuft nur die Förderung von 90% durch das Land Thüringen.

Dabei geht es gerade drunter und drüber bei der Konzipierung dieses Weges im Kyffhäuserkreis. Schon lange (ca. zwei Jahre) ist das Teilstück von Oldisleben bis Bendeleben sogar ausgeschildert. Von Oldisleben bis Bad Frankenhausen sogar als exzellent ausgebauter straßenbegleitender Radweg. Im Westteil des Kyffhäuserkreises hat man zwar vor längerer Zeit mal eine Firma in die Spur geschickt, die eine Trasse von Frankenhausen bis Sondershausen suchen sollte, aber zählbares ist offensichtlich noch nichts vorhanden.

Dafür gibt es jetzt sogar neue Vorstellungen, die bis jetzt schon erfolgte Trassierung von Bord zu werfen und eine neue Trassenführung von Schönfeld durch das Esperstedter Ried zu legen, dass solle sogar keine zusätzlichen Mittel erfordern, so Frankenhausen Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) als Kreistagsmitglied vor dem Kreistag. Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer forderte, es solle erst mal eine schnell Verbindung zur Werra geben. Die Konzeption wurde bei einer Stimmenthaltung durch den Kreistag beschlossen.

Ehe also wirklich eine befahrbare Trasse vorliegt, muss man wohl kein Prophet sein, wird wohl noch viel Wasser die Wipper und Unstrut ungenutzt herunterfließen. Bleibt nur die Möglichkeit sich mit dem Auto von Bad Frankenhausen nach Schlotheim fahren zu lassen. Warum? Nun, ab Schlotheim bis zum Endpunkt nach Trefffurt wird man schon Ende 2010, also in einem Jahr mit dem Fahrrad fahren können. Bei dem Tempo im Kyffhäuserkreis liegt dann wahrscheinlich noch nicht mal die Konzeption vor, während der Nachbar schon fertig ist! Wie hieß es so schön in manchen Dokumenten, der Kyffhäuserkreis setzt auf Tourismus. Oder hat da kn etwas durcheinandergebracht?

Pressemeldung des Untrut-Hainich-Kreises
Für zwei wichtige Teilabschnitte des Unstrut-Werra-Radweges gingen bei der Gemeinde Weinbergen und der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei positive Fördermittelbescheide des Freistaates Thüringen ein. So wird der Bau des Bitumenradweges zwischen Bollstedt und Körner zu 90 Prozent vom Land gefördert. Ebenso wurde für den Radweg zwischen Langula und Heyerode der Höchstfördersatz bewilligt.

Im Jahr 2008 begann Landrat Harald Zanker massiv bei den Gemeinden, die an dem Fernradweg gelegen sind, für Investitionen in den Radwegebau zu werben. Die beiden Fernradewege Unstrut-Radweg und Unstrut-Werra-Radweg sind Bestandteil des Thüringer Radverkehrskonzepts. Daraus ergab sich die einmalige Chance, etwa 90 Prozent der Investitionskosten mit Fördermitteln finanzieren zu können.

Das Regionalmanagement Unstrut-Hainich unterstützte und begleitete die Gemeinden bei der Antragstellung. Dabei galt es eine Vielzahl an Problemen auszuräumen, die beispielsweise mit der Frage des Eigentums, Belangen des Forstes oder des Naturschutzes zusammenhängen. So schreibt der Gesetzgeber inzwischen für solche Projekte vor, dass eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung zu erfolgen hat.

Vorrangig durch den Wald wird der Radweg zwischen Langula und Heyerode führen. Anfang März bis Ende Juli 2010 soll hier eine sandgeschlämmte Decke aufgetragen werden.
Zwischen Bollstedt und Körner kann nun ein Bitumenradweg entstehen. Zwischen dem 2.12.2009 und dem 30.09.2010 soll die Maßnahme realisiert werden.

Die Tatsache, dass bei beiden Streckenabschnitten die stillgelegte Bahnstrecke genutzt wird, kommt Radfahrern künftigen zu Gute, denn die Trasse wird nur durch wenige und sanfte Steigungen geprägt. Rosige Aussichten für Radfreunde: Ende 2010 kann man auf dem Werratal-Radweg in Treffurt beginnend durchgängig bis nach Schlotheim fahren.

Seit Ende November baut das Nordthüringer Straßenbauamt den straßenbegleitenden Radweg zwischen Körner und Schlotheim. „Irgendwann soll der Radweg über Sondershausen wieder an die Unstrut führen. Der Abstimmungsprozess mit allen betroffenen Gemeinden und dem Kyffhäuser-Landkreis ist sehr schnell und unbürokratisch erfolgt. “ sagte Sabine Kamke vom Regionalmanagement Unstrut Hainich. In diesem Zusammenhang, möchte sich das Regionalmanagement bei allen, die an der Planung und Antragstellung beteiligt waren und dabei manche Hürden nehmen mussten, herzlich bedanken.
Autor: khh

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