Hier ist noch Arbeit
Donnerstag, 03. Dezember 2009, 14:02 Uhr
Poller Post (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Im Rahmen der Jahresabschlussfeier des Kreisverband des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kyffhäuserkreis, gab Helmut Rausch aus Sondershausen einen Bericht zur Arbeit des Behindertenbeirates. Dabei zeigte sich, dass doch noch einiges in Sondershausen verändert werden müsste...
Helmut Rausch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Längere Zeit hatte Helmut Rausch im Behindertenbeirat Sondershausen mitgearbeitet, und dort den Blindenverband vertreten und sich dort stark eingebracht. Im Herbst musste er allerdings die Mitarbeit wegen gesundheitlicher Probleme beenden. Gleichzeitig informierte er, dass die bisherige Vorsitzende Heidrun Hesse ausgeschieden war und ihre Nachfolger als Vorsitzender ist jetzt Detlef Menz ist. Zur Jahreabschlussfeier gab es von Gabriele Friedrich ein kleines Abschiedgeschenk. Erfolgreich berichtete Helmut Rausch, dass es durch den Einfluss des Behindertenbeirates gelungen ist, dass es ab Januar 2009 wieder Freikarten fürs Theater und Konzert einen notwendigen Begleiter eines Behinderten gibt. Weiter setzte sich der Behindertenbeirat für eine barrierefreie Stadtführung in Sondershausen ein. Erreicht wurde auch, das Modelle für Blinde vom Achteckhaus und vom Prinzenpalais erstellt wurden.
Informiert wurde auch über ein Gespräch mit den Busfahrern von Sondershausen. Die sollten sensibilisiert werden, dass man mit dem Abfahren warten muss, bis sich die Behinderten setzen konnten, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Dabei zeigten die Busfahrer sehr viel Verständnis.
Helmut Rausch sprach aber noch einige Probleme an, die unbedingt gelöst werden sollten. Schon längere Zeit läuft das Problem des Hauptbahnhofes Sondershausen. Der ist seit Jahren nicht behinderten gerecht. Übrigens wies kn bereits am 8.2.2008 auf die Problematik hin. Rausch forderte, dass endlich die Züge wieder am Bahnsteig 1 halten. Schließlich gäbe es dort Blindenleiteinrichtungen. Zur Zeit fahren alle Züge vom Bahnsteig 2 und 3 ab, die aber nicht behindertengerecht zu erreichen sind.
Auch die Problematik behindertengerechter Zugang zum Bowlingcenter und das ungelöste Problem eines Verkehrsstopper an der alten Post wurde angesprochen. Dabei geht es aber nicht um die Poller in der Hauptstraße, sondern um einen neugesetzten Poller an der alten Post der verhindern soll, dass aus dem alten Postgrundstück Fahrzeuge in die Fußgängerzone fahren können. Durch diesen Poller haben Behindertenfahrzeuge Probleme die gern benutzte Abkürzung über den Hof zu nutzen. Nach Aussage von Bauamtsleiter Manfred Kucksch wird das Ganze noch untersucht.
Abschließend wies Helmut Rausch auf die notwendige Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat hin, der gegründet werden soll. Auch der Kinder- und Jugendbeirat sollte mit den Problemen des Behindertenbeirates vertraut gemacht werden.
