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Nur halbe Lösung

Montag, 28. Dezember 2009, 07:02 Uhr
Die Zugänglichkeit der Gleise des Hauptbahnhofs Sondershausen ist längere Zeit schon Thema. Eine Forderung ist aber nur die halbe Lösung. Aber auch Greußen sollte man nicht vergessen...

Der Zugang zu den Gleisen 2 und 3 am Hauptbahnhof Sondershausen ist besonders aus der Sicht der Vertreter der Behinderten mehr als zu bemängeln. Gehbehinderte müssen mühsam durch die Unterführung und Rollstuhlfahrer müssen gar über die Gleise fahren, um auf die Bahnsteige 2 und 3 zu den Zügen zu gelangen. Auch kn berichtete bereits in einer seiner ersten Ausgaben über das Thema.

Eine Forderung der Vertreter ist, dass die Züge nur noch von Bahnsteig 1 abfahren, da nur so ein behindertengerechter Zugang möglich ist. Als Sofortmaßnahme ohne großen Aufwand ist es sicher von der Bahn bei gutem Willen umsetzbar. Es ist aber nur die halbe Lösung.

Sehr oft treffen jedoch am Hauptbahnhof gleichzeitig zwei Züge ein, wie zum Beispiel gegen 15:00 Uhr die beiden Regionalexpresse aus Nordhausen bzw. Erfurt. Was dann? Welchen Zug auf Gleis 1 fahren und welchen nicht? Einen Zug vor dem Bahnhof warten lassen oder den Fahrplan so verändern, dass ein gemeinsames Einlaufen der Züge nicht mehr möglich ist?

Aber auch das bringt Probleme mit sich. Wie soll dann der Anschluss an die Buslinien klappen? Es ist so schon ein Problem. Ein weiteres Aufsplitten der An- und Abfahrtszeiten würde das nur noch verschärfen. Meines Erachtens muss ein generelle bauliche Lösung angestrebt werden, mit dem Ziel des behindertengerechten Zugangs der Bahnsteige und möglichst einem gemeinsamen Eintreffen der Züge aus Nordhausen und Erfurt. Wenn in einem großspurig angekündigten Programm allein in Thüringen 40 Bahnhöfe umgestaltet werden sollen, dann muss sich langsam aber sicher lautstark aus Sondershausen melden, meint zumindest kn.

Wenn es schon um die Bahnhöfe geht, sollte man gleich einige weitere Bahnhöfe unter die Lupe nehmen. Vom Aussehen her müssten die Bahnhöfe Hohenebra und Greußen mit in das Sanierungsprogramm. Und hinsichtlich des behindertengerechten Zuganges der Bahnsteige in Greußen und Artern sollte man auch gleich einen Blick darauf werfen, auch wenn kn zurzeit nicht mehr ganz im Gedächtnis hat, wie es dort im Detail aussieht.
Autor: khh

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