Gefährlicher Schnee
Montag, 04. Januar 2010, 07:03 Uhr
Schnee auf Fahrbahnen und Gehwegen kann sehr gefährlich sein. Auf eine andere Gefahr möchte allerdings nnz/kn unbedingt darauf hinweisen...
Gärtner und Bauern lieben im Winter eine Schneeschicht auf dem Boden, weil sie die Pflanzen vor Barfrösten schützt. Grund dafür ist, dass Schnee meist auch sehr viel Luft enthält, so dass eine ausreichend dicke Schneeschicht wie ein Isolierpolster wirkt und der Frost nicht so stark eindringen kann.
Je dicker die Schneeschicht, umso so größer die isolierende Wirkung. So weit, so gut. Diese isolierende Wirkung kann aber auch zu einer gewissen Gefahr werden, die von Unkundigen leicht unterschätzt wird.
Das Bild vom großen Parkteich im Schlosspark von Sondershausen soll auf das Problem hinweisen. An Hand der Tatsache, dass der Parkteich gerade mal am Zufrieren ist zeigt, dass von der Sache her die Eisdecke noch nicht noch nicht sonderlich dick sein kann. Wenn in den nächsten Tagen auch der Rest bei sinkenden Temperaturen (so die Prognose) zufrieren wird, wird sich bald eine geschlossene Schicht gebildet haben.
Problem allerdings, auch der auf der Eisdecke liegende Schnee hat eine stark isolierende Wirkung. Das heißt mit anderen Worten, dort wo der Schnee jetzt schon hoch auf der Eisdecke liegt, kann der Frost bei weitem nicht so schnell zu einem schnellen Wachsen der Eisdecke führen, wie es vielleicht bei den Barfrösten Anfang Dezember vorigen Jahres der Fall war, selbst wenn in den nächsten Tagen die vorangekündigten -20°C Frost eintreten sollten.
Diese Isolierfähigkeit der Schneeschicht wird oft unterschätzt. Mehr noch als sonst heißt es deshalb Vorsicht bei dem Betreten der Eisflächen. Schnell ist man zur Hand, schiebt den Schnee zur Seite und glaubt sicher Eislaufen zu können. Wenn man schon aufs Eis will, dann unbedingt schon am Rande die Dicke der Eisschicht messen, ehe man sich aufs Eis wagt. Unter 15 cm Eisdicke sollte man überhaupt noch nicht auf die Idee zum Eislaufen kommen.
Und die Bilder (hier auch der kleine Parkteich von Sondershausen) zeigen auch, dass so ein Teich noch lange nicht gleichmäßig zufriert. Man sollte die Eisstärkenmessungen an mehreren Stellen durchführen. Fatal bei der ganzen Sache könnte sein, dass die Stelle die jetzt noch nicht zugefroren ist, später die dickste Eisschicht bekommt. Das kann dann passieren, wenn jetzt der Schneefall aufhört, und diese Stellen zu frieren. Weil dort keine (oder nur eine geringe) Schneeschicht ist, kann diese Stelle stärker durchfrieren, als die anderen Stellen im Teich, die jetzt schon eine dicke Schneeschicht haben. Wehe an so einer Stelle wird nur eine einzige Eisdickenmessung durchgeführt.
Also gut aufpassen, der Appell geht natürlich besonders an die Eltern, und auf Kinder und Jugendliche einwirken, dass sie nicht zu schnell die Eisdecken betreten. Der Schreiber dieser Zeilen spricht aus eigenen Erfahrungen. Als Kind spielte er auf dem vom Schnee befreiten Carolusteich von Görlitz Eishockey und stand mit zwei weiteren Jungs in dem zum Glück nur knietiefen Wasser. So eine Erfahrung prägt.
Autor: khhGärtner und Bauern lieben im Winter eine Schneeschicht auf dem Boden, weil sie die Pflanzen vor Barfrösten schützt. Grund dafür ist, dass Schnee meist auch sehr viel Luft enthält, so dass eine ausreichend dicke Schneeschicht wie ein Isolierpolster wirkt und der Frost nicht so stark eindringen kann.
Je dicker die Schneeschicht, umso so größer die isolierende Wirkung. So weit, so gut. Diese isolierende Wirkung kann aber auch zu einer gewissen Gefahr werden, die von Unkundigen leicht unterschätzt wird.
Das Bild vom großen Parkteich im Schlosspark von Sondershausen soll auf das Problem hinweisen. An Hand der Tatsache, dass der Parkteich gerade mal am Zufrieren ist zeigt, dass von der Sache her die Eisdecke noch nicht noch nicht sonderlich dick sein kann. Wenn in den nächsten Tagen auch der Rest bei sinkenden Temperaturen (so die Prognose) zufrieren wird, wird sich bald eine geschlossene Schicht gebildet haben.
Problem allerdings, auch der auf der Eisdecke liegende Schnee hat eine stark isolierende Wirkung. Das heißt mit anderen Worten, dort wo der Schnee jetzt schon hoch auf der Eisdecke liegt, kann der Frost bei weitem nicht so schnell zu einem schnellen Wachsen der Eisdecke führen, wie es vielleicht bei den Barfrösten Anfang Dezember vorigen Jahres der Fall war, selbst wenn in den nächsten Tagen die vorangekündigten -20°C Frost eintreten sollten.
Diese Isolierfähigkeit der Schneeschicht wird oft unterschätzt. Mehr noch als sonst heißt es deshalb Vorsicht bei dem Betreten der Eisflächen. Schnell ist man zur Hand, schiebt den Schnee zur Seite und glaubt sicher Eislaufen zu können. Wenn man schon aufs Eis will, dann unbedingt schon am Rande die Dicke der Eisschicht messen, ehe man sich aufs Eis wagt. Unter 15 cm Eisdicke sollte man überhaupt noch nicht auf die Idee zum Eislaufen kommen.
Und die Bilder (hier auch der kleine Parkteich von Sondershausen) zeigen auch, dass so ein Teich noch lange nicht gleichmäßig zufriert. Man sollte die Eisstärkenmessungen an mehreren Stellen durchführen. Fatal bei der ganzen Sache könnte sein, dass die Stelle die jetzt noch nicht zugefroren ist, später die dickste Eisschicht bekommt. Das kann dann passieren, wenn jetzt der Schneefall aufhört, und diese Stellen zu frieren. Weil dort keine (oder nur eine geringe) Schneeschicht ist, kann diese Stelle stärker durchfrieren, als die anderen Stellen im Teich, die jetzt schon eine dicke Schneeschicht haben. Wehe an so einer Stelle wird nur eine einzige Eisdickenmessung durchgeführt.
Also gut aufpassen, der Appell geht natürlich besonders an die Eltern, und auf Kinder und Jugendliche einwirken, dass sie nicht zu schnell die Eisdecken betreten. Der Schreiber dieser Zeilen spricht aus eigenen Erfahrungen. Als Kind spielte er auf dem vom Schnee befreiten Carolusteich von Görlitz Eishockey und stand mit zwei weiteren Jungs in dem zum Glück nur knietiefen Wasser. So eine Erfahrung prägt.


