kyffhaeuser-nachrichten.de

41 verlorene Arbeitsplätze

Donnerstag, 07. Januar 2010, 17:48 Uhr
Am Ende des Jahres war bekannt geworden, dass auf Grund einer Entscheidung des Dualen Systems Deutschland (DSD) die Müllsortierung in Sondershausen entfällt. Mit der Frage, 41 verlorene Arbeitsplätze – was sagen die Kommunalpolitiker dazu(?), beschäftigt sich eine Stellungnahme von Rainer Scheerschmidt, Landesvorsitzender des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT), die kn so eben erreichte...

Bis heute gab es jedoch keine Stellungnahme von Seiten der Kommunalpolitik. Alle Politiker die für die wirtschaftliche Entwicklung in Sondershausen oder im Kyffhäuserkreis verantwortlich sind, hüllen sich in Schweigen. Wo ist die Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreis oder der Stadt Sondershausen, oder auch der Stadtrat die sich dafür stark machen diese Arbeitsplätze zu erhalten???

Bis jetzt hat man keinerlei Reaktion erfahren. In einer Region mit der höchsten Arbeitslosenrate, muss man in diesen Fällen schnell, unbürokratisch und im Sinne der Erhaltung der Arbeitsplätze reagieren. Oder will man erst auf einen entsprechenden Antrag warten, den man dann an irgendeinen Ausschuss zur Bearbeitung weiterleitet? In dieser Situation ist Schnelligkeit aber auch der nötige Biss gegenüber dem DSD gefordert.

Für 2,5 Millionen Euro wurde die neue Sortierhalle (sicherlich auch mit Fördergeldern?) gebaut, um der prekären Arbeitsplatzsituation zu begegnen. Und nun außer Spesen nichts gewesen? Können wir uns das leisten???
Man kann doch heute von Seiten der Kommunalpolitiker nicht einfach so hinnehmen, dass es vielleicht einen anderen Ausweg gibt.
Keine der etablierten Parteien und Vereinigungen im Stadtrat oder Kreistag hat sich diesem Problem angenommen, obwohl es alle in ihren Wahlprogrammen proklamierten, Arbeitsplätze zu schaffen. Schöne Reden und Wünsche helfen den Betroffenen nicht.

Zwischenzeitlich war zu erfahren, dass einige Wenige eine Umschulung bzw. Weiterbildung begonnen haben. Das darf für die Verantwortlichen keine Beruhigung sein, denn wer garantiert diesen Bürgern danach einen Arbeitsplatz? Der Volksinteressenbund Thüringen wird sich mit einem entsprechenden Gesuch um Hilfe an die Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen wenden und sie um Unterstützung für die betroffenen Bürger, aber auch für diese Region bitten. Von den Kommunalparlamenten und Kommunalpolitiker verlangen wir ein aktives Engagement um die Entscheidung rückgängig zu machen und die 41 Arbeitsplätze zu erhalten.

41 verlorene Arbeitsplätze sind 41 zu viel für die Region. Wir fordern dass die Mitglieder des Kreistags und des Stadtrates in der nächsten stattfindenden Sitzung umfangreich informiert und von den Verantwortlichen konkrete, nachvollziehbare und abrechenbare Maßnahmepläne zur Erhaltung der Arbeitsplätze vorgelegt werden. Wir werden uns, wie in unserem Wahlprogramm festgeschrieben, dieser Sache annehmen und mit allen und zur Verfügung stehenden Mitteln für die Erhaltung der Arbeitsplätze kämpfen.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des
Volksinteressenbund Thüringen
(VIBT)
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de