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Vögel jetzt füttern!

Samstag, 09. Januar 2010, 12:19 Uhr
Auch wenn sicherlich noch manche Früchte am Baum hängen, durch die geschlossene Schneedecke haben es die Vögel sehr schwer. Einige Vogelarten werden leider ganz vergessen. Mit was und wie man die Piepmätze füttern sollte, sprach kn mit Wolfgang Sauerbier von der unteren Naturschutzbehörde...

Viele Naturschützer sind oft gegen das Zufüttern für die Vögel, frei nach dem Motto, die Natur weiß sich schon zu helfen. Ein Grund ist allerdings auch, dass oft falsch gefüttert wird. Deshalb hat sich kn einige Tipps für das richtige Füttern bei einem Experten geholt.

Amsel im Hagebuttenbusch (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Amsel im Hagebuttenbusch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Amsel in einem Hagebuttenbusch in der Kurt-Lindner-Straße von Sondershausen. Schön sieht man, wie sich das Tier gegen die Kälte aufgeplustert hat. Viel Luft im Gefieder bringt die richtige Wärmedämmung.

Wegen der geschlossenen Schneedecke in unserer Region hat auch Wolfgang Sauerbier das füttern von Vögeln empfohlen. Die Witterung erschwere den Tieren derzeit die Futtersuche. Wichtig, so Sauerbier, möglichst mehrere kleiner Futterstellen einrichten, als ein große Futterstelle. Das hat im wesentliche zwei Gründe. Die Vögel sind nicht alle an einer Stelle, was verhindert, dass sich Vögel untereinander nicht so schnell mit Krankheiten anstecken können. Bei nur einer Futterstelle vertreiben dominante Vögel oft die kleineren Tiere.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden, so Sauerbier. Billige Futtermischungen aus dem Ausland sind oft mit Samen der Allergie auslösenden Ambrosia oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt. Gerade diese Futtermischungen aus dem Ausland haben wesentlich zur Einschleppung der Ambrosia geführt.

Möglichst sollten die Vögel mit einem sogenannten Futtersilo gefüttert werden. Dort sei die Nahrung vor Nässe und Witterungseinflüssen besser geschützt. Außerdem kann so das Vogelfutter, Gegensatz zu offenen Futterhäuschen, nicht so schnell durch Vogelkot verschmutzt werden.

Es gibt Vogelfutter im Handel, speziell für wildlebende, körnerfressende Gartenvögel, besonders für Buchfink, Dompfaff und Spatz geeignet sind. Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen und ähnliche Arten können mit Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren gefüttert werden. Da viele Vogelarten auch Fett brauchen, kann man auch etwas ungesalzenen Speck aufhängen. Für Meisen am besten geeignet sind die bekannten Meisenknödel bzw. Meisenringe, sowie Drahtbehälter mit Erdnüssen gefüllt. Gut geeignet sind für Körnerfresser auch Haferflocken, wie Sauerbier auf Anfrage von kn bestätigte.

Wer Futterstellen einrichtet sollte das aber so machen, dass die Vögel nicht durch Katzen erreicht werden können. Wichtig ist aber auch, dass, wenn man schon mit der Fütterung angefangen hat, dass man es bis zum Ende der extremen Frostpariode durchhält. Vögel gewöhnen sich sehr schnell an Futterstellen und nach einer eiskalten Nacht steuern sie gezielt erst mal die Stellen an, die man als sichere Futterquelle im Kopf gespeichert hat.

Leider oft vergessen werden bei der Vogelfütterung die reinen Raubvögel (Greifvögel, wie Eulen usw.), die auf Mäuse und ähnliches Getier anwiesen sind. Hier bitte Vogelschützer die Bauern, Scheunen und Ställe nicht so zu verrammeln, dass die Vögel auch mal in diesen Räumen auf Jagd nach Mäusen gehen können.

Enten auf der Wipper (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Enten auf der Wipper (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Enten auf der Wipper in Höhe Brücken Steingraben (alter Backwarenbetrieb Blickrichtung Quelle) Sondershausen. Am 07.01.2010 ist nur geringer Eisansatz am Ufer zu erkennen.

Noch nicht so Problematisch ist zurzeit die Lagen der Enten. Noch ist zum Beispiel die Wipper nicht zu gefroren und so findet sich doch einiges zum Fressen.

Wipper zugefroren am 12.01.2009 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Wipper zugefroren am 12.01.2009 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Übrigens hat kn mal ins Fotoarchiv geschaut. Vom gleichen Standort Wipperbrücke mit Blick Richtung Mündung war die Wipper am 12.01.2009 bereits kräftig zugefroren. So viel zum Thema wir haben einen extremen Winter. Vielleicht waren wir nur öfter verwöhnt worden, mit vielen milden Wintern in Folge.
Autor: khh

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