Starkes Interesse gefunden
Mittwoch, 13. Januar 2010, 10:50 Uhr
Der Frauenberg bei Sondershausen war mittelalterliches Machtzentrum in Nordthüringen, so die Aussage von Dr. Diethard Walter vom Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, eine Aussage die er gestern in einem Vortrag in Sondershausen erneuerte...
Es mussten gestern Abend im Versammlungsraum der Kyffhäusersparkasse zusätzliche Stühle herangetragen werden, um die vielen Interessenten des Vortrages mit einer Sitzfläche ausstatten zu können. Eingeladen hatte der Heimat- und Geschichtsverein Sondershausen e.V. Der Vorsitzende Klaus Stollberg (im Bild rechts), freute sich, dass der Referent trotz der schwierigen Witterungsbedingungen gekommen war. Er hatte lieber sein Auto stehen lassen und kam mit dem Zug, was ihm eine Ankunft zu Hause nach Mitternacht bescherte.
Danach über nahm Dr. Walter das Zepter und stellte erste Ausgrabungsergebnisse vor. Die Auswertung der vielen Funde wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der diesjährigen Ausgrabungen auf dem Plateau des Frauenberges bei Sondershausen steht aber schon fest: Hier befand sich eines der wichtigsten Machtzentren Thüringens im beginnenden Mittelalter! In jedem Fall wurden die wahrscheinlich ältesten Sakralbauten in Thüringen ausgegraben.
Hinsichtlich der "Vermarktung" sagte Dr. Walter, dass es finanzielle Probleme gäbe, die vielen Funde überhaupt zeitnah auswerten zu können. Vorläufig ist der größte Teil der Funde in eine Kältekammer des Landesamtes verfrachtet worden, um die Funde vor einem weiteren Verfall zu schützen. Die drei Restauratoren des Amtes sind mit der Sicherung dieser Funde völlig von der Masse her überfordert.
Dr. Walter bekräftigte aber auch, dass es Ziel ist, nach Auswertung der vielen Fundstücke diese nach Sondershausen zurückzubringen. Er könne sich sogar vorstellen. das die Funde in einem eigenen kleinem Museum vorgestellt werden könnten, dass bestimmt Zehntausende Besucher anziehen könnte. Die Unterbringung der Funde müsse aber mit der Museumsleiterin des Schlossmuseums Christa Hirschler geklärt werden.
Zu Beginn des Vortrages dankte Dr. Diethard Walter nochmals den vielen Helfern, welche diese Grabungen in vielen Formen unterstützt haben, sei es durch materielle Unterstützung (Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sponeta Schlotheim, Steuerbüro Lamprecht - Marx Sondershausen), als auch in praktischer Hilfe und Mitarbeit (FAU Sondershausen, Heimat- und Geschichtsverein Sondershausen) und den direkt Beteiligten, wie Grabungsleiterin Sybille Jahn, Horst Oleschweski, Falk Günter und dem Bauamtsleiter Sondershausen, Manfred Kucksch.
Über die die ersten Grabungsergebnisse hatte kn bereits ausführlich berichtet. Hier können Sie diesen Beitrag (mit vielen Fotos) nochmals nachlesen: Grabungsergebnisse Frauenberg 1 und Grabungsergebnisse Frauenberg 2.
In der Fragerunde zerstreute Dr. Walter Befürchtungen von Dr. Mötzing (damals Kreiswegewart) dass er mit seinen Leuten größere Schäden auf dem Frauenberg verursacht haben könnte, als eine ganze Reihe Wegebäume gesetzt wurden. Das gleiche trifft auf das Schieben der Gleitflugbahn der Drachenflieger zu. Es hat sicht gestört, habe keine riesigen Schäden verursacht. Dr. Mötzing regte aber an, dass für die Wanderer ein Faltblatt erarbeitet werden könnte. Da so ein Druck eines Faltblatts Zeit und vor allem Druckkosten bedingt, könnte eine erste Möglichkeit die Erarbeitung einer PDF-Datei sein, die auf einschlägigen Internetseiten zum Download bereitstehen könnte (www.thueringen.de, www.sondershausen.de, www.thueringen-wamdern.de und www.kyffhaeuser-tourismus.de). Geplant sei aber, auf dem Frauenberg eine Informationstafel aufzustellen, so Dr. Walter.
Abschließend stellte Dr. Walter fest, dass die Planung von Grabungen in diesem Jahr noch offen ist. Zwar hat die Stadt Sondershausen Antrag auf Förderung gestellt, aber die Haushaltssperre der Landesregierung lässt zurzeit offen, ob da Mittel fließen können.
Autor: khhEs mussten gestern Abend im Versammlungsraum der Kyffhäusersparkasse zusätzliche Stühle herangetragen werden, um die vielen Interessenten des Vortrages mit einer Sitzfläche ausstatten zu können. Eingeladen hatte der Heimat- und Geschichtsverein Sondershausen e.V. Der Vorsitzende Klaus Stollberg (im Bild rechts), freute sich, dass der Referent trotz der schwierigen Witterungsbedingungen gekommen war. Er hatte lieber sein Auto stehen lassen und kam mit dem Zug, was ihm eine Ankunft zu Hause nach Mitternacht bescherte.
Danach über nahm Dr. Walter das Zepter und stellte erste Ausgrabungsergebnisse vor. Die Auswertung der vielen Funde wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der diesjährigen Ausgrabungen auf dem Plateau des Frauenberges bei Sondershausen steht aber schon fest: Hier befand sich eines der wichtigsten Machtzentren Thüringens im beginnenden Mittelalter! In jedem Fall wurden die wahrscheinlich ältesten Sakralbauten in Thüringen ausgegraben.
Hinsichtlich der "Vermarktung" sagte Dr. Walter, dass es finanzielle Probleme gäbe, die vielen Funde überhaupt zeitnah auswerten zu können. Vorläufig ist der größte Teil der Funde in eine Kältekammer des Landesamtes verfrachtet worden, um die Funde vor einem weiteren Verfall zu schützen. Die drei Restauratoren des Amtes sind mit der Sicherung dieser Funde völlig von der Masse her überfordert.
Dr. Walter bekräftigte aber auch, dass es Ziel ist, nach Auswertung der vielen Fundstücke diese nach Sondershausen zurückzubringen. Er könne sich sogar vorstellen. das die Funde in einem eigenen kleinem Museum vorgestellt werden könnten, dass bestimmt Zehntausende Besucher anziehen könnte. Die Unterbringung der Funde müsse aber mit der Museumsleiterin des Schlossmuseums Christa Hirschler geklärt werden.
Zu Beginn des Vortrages dankte Dr. Diethard Walter nochmals den vielen Helfern, welche diese Grabungen in vielen Formen unterstützt haben, sei es durch materielle Unterstützung (Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sponeta Schlotheim, Steuerbüro Lamprecht - Marx Sondershausen), als auch in praktischer Hilfe und Mitarbeit (FAU Sondershausen, Heimat- und Geschichtsverein Sondershausen) und den direkt Beteiligten, wie Grabungsleiterin Sybille Jahn, Horst Oleschweski, Falk Günter und dem Bauamtsleiter Sondershausen, Manfred Kucksch.
Über die die ersten Grabungsergebnisse hatte kn bereits ausführlich berichtet. Hier können Sie diesen Beitrag (mit vielen Fotos) nochmals nachlesen: Grabungsergebnisse Frauenberg 1 und Grabungsergebnisse Frauenberg 2.
In der Fragerunde zerstreute Dr. Walter Befürchtungen von Dr. Mötzing (damals Kreiswegewart) dass er mit seinen Leuten größere Schäden auf dem Frauenberg verursacht haben könnte, als eine ganze Reihe Wegebäume gesetzt wurden. Das gleiche trifft auf das Schieben der Gleitflugbahn der Drachenflieger zu. Es hat sicht gestört, habe keine riesigen Schäden verursacht. Dr. Mötzing regte aber an, dass für die Wanderer ein Faltblatt erarbeitet werden könnte. Da so ein Druck eines Faltblatts Zeit und vor allem Druckkosten bedingt, könnte eine erste Möglichkeit die Erarbeitung einer PDF-Datei sein, die auf einschlägigen Internetseiten zum Download bereitstehen könnte (www.thueringen.de, www.sondershausen.de, www.thueringen-wamdern.de und www.kyffhaeuser-tourismus.de). Geplant sei aber, auf dem Frauenberg eine Informationstafel aufzustellen, so Dr. Walter.
Abschließend stellte Dr. Walter fest, dass die Planung von Grabungen in diesem Jahr noch offen ist. Zwar hat die Stadt Sondershausen Antrag auf Förderung gestellt, aber die Haushaltssperre der Landesregierung lässt zurzeit offen, ob da Mittel fließen können.




