Auf der Brücke der "Albatros"
Dienstag, 19. Januar 2010, 07:03 Uhr
In der ARD wird zurzeit Nachmittags eine Serie über ein Schiff ausgestrahlt, auf dem unserer Leser Hans-Jürgen Schmidt im letzten Jahr seinen Urlaub verbrachte. Kapitän Morten Arne Hansen: "Team-work ist das Wichtigste", so die Aussage des Berichts, der uns von Hans-Jürgen Schmidt erreichte...
Wenn jeden Tag um 16:10 Uhr in ARD ein Bericht über die Albatros mit dem Titel "Verrückt nach Meer" gezeigt wird, so ist es einmal von Interesse einen nähren Blick in das Geschehen auf der Brücke zu werfen. Bei einer Fahrt von Bremerhaven nach Spitzbergen und zurück gab es die Möglichkeit beim Kapitän auf der Brücke interessante Hinweise und Erläuterungen entgegenzunehmen.
Auf der Brücke der Albatros (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Kapitän Morten Arne Hansen aus Tromsö in Norwegen mit dem Patent "Master marines" ist ein erfahrener Kapitän, der die Weltmeer durchfahren hat. Bereitwillig gab er die Erläuterungen zum Geschehen auf der Brücke. Zu erst gab es Fakten: 1973 wurde das Schiff in Helsinki gebaut. Nach 5 Jahren wurde das Schiff in Bremen getrennt und erweitert, so dass das Schiff jetzt eine Länge von 205,46 m und eine Breite 25,20 m hat. Das Schiff verbraucht 600 l /Stunde an Schweröl für jeden Motor. Es gibt 4 Motoren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Knoten (20 x 1,852 = 37 km/Stunde). Diese Geschwindigkeit wird jedoch nicht immer aus ökonomischen Gründen ausgefahren.
Das Ruder hat ein Ausmaß von 6 m². Der Verbrauch an Lebensmittel für ein Fahrt von zirka 18 Tagen beträgt 3620 kg Fleisch, 2350 kg Fisch, 34680 Eier, 11186 kg Obst, 3670 l Fassbier 3832 l Tischwein, um Einiges zu nennen. Für die Sicherheit, dem Kurs, dem Geschehen auf dem Schiff ist der Kapitän voll verantwortlich. Das Schlimmste an Bord ist Feuer, so der Kapitän. Deshalb gibt es nachts regelmäßige Kontrollen. All das ist nur zu packen, wenn die Besatzung in einem "team-work" zusammenarbeitet.
Die Hilfsmittel zur Steuerung des Schiffes ist die Radaranlagen, die Anlagen zur Regelung der Geschwindigkeit, zur Steuerung, die Kommunikationsanlagen zur Außenwelt, um gegebenenfalls ein Notfallsignal absetzen zu können, ein Notfallplan, zirka 2000 Seekarten, die Kompassanlagen mit dem Autopiloten. Und nicht vergessen soll das Logbuch sein, in dem es penible Eintragungen gibt. Hunderte Flaggen müssen bereit liegen, damit eine entsprechende Flagge gehisst werden kann, wenn das Schiff in den Hafen des jeweiligen Landes einläuft.
Auf der Radaranlage kann man Schiffe bis 100 km Entfernung ausmachen, welches mit all seien Daten vorbeifährt. Bei aller moderner Technologie zur Steuerung des Schiffes, so zum Beispiel GPS, schätzt der Kapitän seine Seekarten, die regelmäßig auf den neusten Stand gebracht werden. Das Buch "Sicherheit auf See", sei die Bibel, die es auf der Brücke gibt, so der Kapitän.
Fragt man den Kapitän, ob ihn schon einmal eine sogenannte Monsterwelle das Leben schwer gemacht hat, wurde geantwortet: "Gott sei Dank nicht". Sein schlimmstes Erlebnis hatte er einmal im Golf von Biscaya, wo die Stabilisatoren im Schiff nicht immer die Schlingerbewegungen ausgleichen konnten. Die Brücke ist 24 Stunden besetzt und nur der Kapitän mit den Offizieren dürfen die Brücke , abgesehen von unserem Besuch, betreten.
Es war ein erlebnisreicher Aufenthalt auf der Brücke eines Kreuzfahrtschiffe
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
Autor: khhWenn jeden Tag um 16:10 Uhr in ARD ein Bericht über die Albatros mit dem Titel "Verrückt nach Meer" gezeigt wird, so ist es einmal von Interesse einen nähren Blick in das Geschehen auf der Brücke zu werfen. Bei einer Fahrt von Bremerhaven nach Spitzbergen und zurück gab es die Möglichkeit beim Kapitän auf der Brücke interessante Hinweise und Erläuterungen entgegenzunehmen.
Auf der Brücke der Albatros (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Kapitän Morten Arne Hansen aus Tromsö in Norwegen mit dem Patent "Master marines" ist ein erfahrener Kapitän, der die Weltmeer durchfahren hat. Bereitwillig gab er die Erläuterungen zum Geschehen auf der Brücke. Zu erst gab es Fakten: 1973 wurde das Schiff in Helsinki gebaut. Nach 5 Jahren wurde das Schiff in Bremen getrennt und erweitert, so dass das Schiff jetzt eine Länge von 205,46 m und eine Breite 25,20 m hat. Das Schiff verbraucht 600 l /Stunde an Schweröl für jeden Motor. Es gibt 4 Motoren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Knoten (20 x 1,852 = 37 km/Stunde). Diese Geschwindigkeit wird jedoch nicht immer aus ökonomischen Gründen ausgefahren.Das Ruder hat ein Ausmaß von 6 m². Der Verbrauch an Lebensmittel für ein Fahrt von zirka 18 Tagen beträgt 3620 kg Fleisch, 2350 kg Fisch, 34680 Eier, 11186 kg Obst, 3670 l Fassbier 3832 l Tischwein, um Einiges zu nennen. Für die Sicherheit, dem Kurs, dem Geschehen auf dem Schiff ist der Kapitän voll verantwortlich. Das Schlimmste an Bord ist Feuer, so der Kapitän. Deshalb gibt es nachts regelmäßige Kontrollen. All das ist nur zu packen, wenn die Besatzung in einem "team-work" zusammenarbeitet.
Die Hilfsmittel zur Steuerung des Schiffes ist die Radaranlagen, die Anlagen zur Regelung der Geschwindigkeit, zur Steuerung, die Kommunikationsanlagen zur Außenwelt, um gegebenenfalls ein Notfallsignal absetzen zu können, ein Notfallplan, zirka 2000 Seekarten, die Kompassanlagen mit dem Autopiloten. Und nicht vergessen soll das Logbuch sein, in dem es penible Eintragungen gibt. Hunderte Flaggen müssen bereit liegen, damit eine entsprechende Flagge gehisst werden kann, wenn das Schiff in den Hafen des jeweiligen Landes einläuft.
Auf der Radaranlage kann man Schiffe bis 100 km Entfernung ausmachen, welches mit all seien Daten vorbeifährt. Bei aller moderner Technologie zur Steuerung des Schiffes, so zum Beispiel GPS, schätzt der Kapitän seine Seekarten, die regelmäßig auf den neusten Stand gebracht werden. Das Buch "Sicherheit auf See", sei die Bibel, die es auf der Brücke gibt, so der Kapitän.
Fragt man den Kapitän, ob ihn schon einmal eine sogenannte Monsterwelle das Leben schwer gemacht hat, wurde geantwortet: "Gott sei Dank nicht". Sein schlimmstes Erlebnis hatte er einmal im Golf von Biscaya, wo die Stabilisatoren im Schiff nicht immer die Schlingerbewegungen ausgleichen konnten. Die Brücke ist 24 Stunden besetzt und nur der Kapitän mit den Offizieren dürfen die Brücke , abgesehen von unserem Besuch, betreten.
Es war ein erlebnisreicher Aufenthalt auf der Brücke eines Kreuzfahrtschiffe
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
- Bild 1: Der Kapitän mit dem Logbuch
- Bild 2: Ein Ausschnitt vom Logbuch
- Bild 3: Die Radaranlage
- Bild 4: Die Steuerungsanlage
- Bild 5: Das Ruder mir den Schiffsschrauben
- Bild 6: Die Anlage zur Geschwindigkeitsregelung
- Bild 7: Der Kapitän an einer Seekarte
- Bild 8:Der Kapitän gibt Erläuterungen. Im Hintergrund die Flaggenbox.
- Bild 9: Der Kapitän gibt Auskünfte
- Bild 10,11: An den Sendeanlagen zur Außenwelt
- Bild 12: Ein Notfallplan
- Bild 13: Man konnte mal das Schiff steuern - natürlich bei eingeschalteten Autopiloten












