Österreichischer Charme
Dienstag, 19. Januar 2010, 12:46 Uhr
Manchmal muss es schnell gehen, wenn ein Sänger in eine Partie einsteigt. Vormittags kommt ein Anruf Können Sie heute Abend in X. die Partie Y. singen?, und dann heißt es nur noch: packen, fahren, im unbekannten Bühnenbild eine Einweisung erhalten und schon fängt das Abenteuer der Vorstellung an. In Nordhausen zum Beispiel...
Verglichen damit hat Johannes Beck, der zur Premiere der Oper Der Wildschütz im Theater Nordhausen als Gast den Grafen von Eberbach singen wird, geradezu viel Zeit: Zwei Wochen standen ihm zur Verfügung, um sich die Konzeption der neuen Inszenierung, also den Blick auf den Charakter seiner Figur, die für Nordhausen eingerichteten Dialogtexte sowie sämtliche Auftritte, Gänge und Gesten zu erarbeiten und zu merken.
Was er drauf hatte, als er am 9. Januar mit den Proben in Nordhausen begann, das war die Musik. Der Graf von Eberbach gehört ebenso zum umfangreichen Repertoire des österreichischen Baritons wie Mozarts Graf Almaviva aus der Hochzeit des Figaro oder Papageno aus der Zauberflöte, wie der Harlekin aus Ariadne auf Naxos oder Dr. Falke aus der Fledermaus.
Man merkt dem Sänger an, dass er freischaffend ist; er kann mit der Situation, in eine Inszenierung schnell einzusteigen, sehr gut umgehen. Seit er im Sommer 2007 von München nach Leipzig umgezogen ist, hat er kaum ein paar Wochen in der neuen Heimat verbracht, da er ständig unterwegs ist. Auch in Konzerten gastiert der Künstler gern. So sang er in London Brittens War Requiem und gerade erst kürzlich in Köln Mahlers 8. Sinfonie.
Sein professionelles Rüstzeug erwarb sich Johannes Beck an der Musikhochschule Graz, an der er sein Diplom mit Auszeichnung bestand, an der Baylor University im texanischen Waco sowie an der Juilliard School New York. Als er nach Europa zurückkehrte, wurde er zuerst Mitglied des Opernstudios Zürich und war danach an der Bayerischen Staatsoper. Außerdem wirkte er am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und an der Kölner Oper.
Die Kritik bescheinigte ihm in der opernwelt, einen kraftvollen, schönen Bariton, die Kölnische Rundschau empfahl nach dem Taddeo in L’Italiana in Algeri seine schauspielerischen Qualitäten: Johannes Beck lieferte darstellerisch eine famose Charakterstudie ab.
Am jetzigen Freitag kann man nun in Nordhausen unter der musikalischen Leitung von Alexander Stessin den Gesang und in der Inszenierung von Kerstin Weiß das Spiel des Gast-Grafen Johannes Beck kennen lernen.
Karten für Premiere gibt es an der Theaterkasse, Tel. (0 36 31) 98 34 52 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knVerglichen damit hat Johannes Beck, der zur Premiere der Oper Der Wildschütz im Theater Nordhausen als Gast den Grafen von Eberbach singen wird, geradezu viel Zeit: Zwei Wochen standen ihm zur Verfügung, um sich die Konzeption der neuen Inszenierung, also den Blick auf den Charakter seiner Figur, die für Nordhausen eingerichteten Dialogtexte sowie sämtliche Auftritte, Gänge und Gesten zu erarbeiten und zu merken.
Was er drauf hatte, als er am 9. Januar mit den Proben in Nordhausen begann, das war die Musik. Der Graf von Eberbach gehört ebenso zum umfangreichen Repertoire des österreichischen Baritons wie Mozarts Graf Almaviva aus der Hochzeit des Figaro oder Papageno aus der Zauberflöte, wie der Harlekin aus Ariadne auf Naxos oder Dr. Falke aus der Fledermaus.
Man merkt dem Sänger an, dass er freischaffend ist; er kann mit der Situation, in eine Inszenierung schnell einzusteigen, sehr gut umgehen. Seit er im Sommer 2007 von München nach Leipzig umgezogen ist, hat er kaum ein paar Wochen in der neuen Heimat verbracht, da er ständig unterwegs ist. Auch in Konzerten gastiert der Künstler gern. So sang er in London Brittens War Requiem und gerade erst kürzlich in Köln Mahlers 8. Sinfonie.
Sein professionelles Rüstzeug erwarb sich Johannes Beck an der Musikhochschule Graz, an der er sein Diplom mit Auszeichnung bestand, an der Baylor University im texanischen Waco sowie an der Juilliard School New York. Als er nach Europa zurückkehrte, wurde er zuerst Mitglied des Opernstudios Zürich und war danach an der Bayerischen Staatsoper. Außerdem wirkte er am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und an der Kölner Oper.
Die Kritik bescheinigte ihm in der opernwelt, einen kraftvollen, schönen Bariton, die Kölnische Rundschau empfahl nach dem Taddeo in L’Italiana in Algeri seine schauspielerischen Qualitäten: Johannes Beck lieferte darstellerisch eine famose Charakterstudie ab.
Am jetzigen Freitag kann man nun in Nordhausen unter der musikalischen Leitung von Alexander Stessin den Gesang und in der Inszenierung von Kerstin Weiß das Spiel des Gast-Grafen Johannes Beck kennen lernen.
Karten für Premiere gibt es an der Theaterkasse, Tel. (0 36 31) 98 34 52 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
