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Immer weniger (2)

Donnerstag, 21. Januar 2010, 07:02 Uhr
Zum Thema "Immer weniger" äußert sich Andreas Links Landesgeschäftsführer Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) und Kreistagsmitglied Kyffhäuserkreis...

Der Kyffhäuserkreis leidet nicht nur unter Bevölkerungsschwund, sondern es schrumpfen auch die Arbeitsplätze und deren Einkommen. Es gibt sicher verschiedene Gründe dass unsere Region schrumpft, Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer nannte einige wie z.B. weniger Geburten als Sterbefälle und die weitere Abwanderung aus unserem Kreis.

Niedrige Geburtenraten führen zu einem Rückgang der Jahrgangsstärken, damit zu einem hohen Durchschnittsalter und als dessen Folge zu einem Anstieg der Zahl der Sterbefälle trotz steigender Lebenserwartung. Dadurch wird die Bilanz aus Geburten und Sterbefällen bzw. die natürliche Wachstumsrate der Bevölkerung immer kleiner, bis schließlich die Phase der Schrumpfung einsetzt.

In einer Demokratie besteht das oberste Ziel allen staatlichen Handelns in einer Politik für die Bevölkerung. Deren Erfolg oder Misserfolg lässt sich nicht daran messen, ob die Lebensbedingungen zu einer ständigen Abnahme der Bevölkerung oder zu einem demographisch stabilen Fundament der Gesellschaft führen.

Die Beseitigung bzw. die Reduzierung der Arbeitslosigkeit in unserem Kreis ist eine notwendige Bedingung dafür, dass der Wunsch nach Kindern wieder zu einem selbstverständlichen Leitbild der Persönlichkeitsentwicklung der Familien wird.
Wie ehrlich muss, darf und soll über die demographischen Probleme in unserem Kreis nachgedacht werden? Sind die demographischen Veränderungen vielleicht gar nicht so wichtig! Im Vergleich zur demographischen Katastrophe ist der Zusammenbruch des Kommunismus unwichtig.

Der wichtigste und schwerwiegendste Irrtum über die Natur der demographischen Veränderungen ist der Glaube, dass uns ein rascher Wiederanstieg der Geburtenrate vor dem schlimmsten bewahren könnte.

Wenn ein demographischer Prozeß ein Vierteljahrhundert in die falsche Richtung läuft, dauert es ein Dreivierteljahrhundert, um ihn zu stoppen. So viel Zeit hat unsere schnelllebige Gesellschaft nicht, ihr scheint jetzt schon die Geduld auszugehen.
Wir müssen in unserem Kreis jede Chance entdecken, die einer Schrumpfung entgegenwirkt, statt über Risiken nachzudenken. Wir müssen weiter dass Versorgungsniveau gerade alter, kranker und behinderter Menschen erhöhen.

Gute Ansätze und Erfolge gibt es in unserem Kreis in der guten Jugendarbeit in der Erhaltung von Schulen, Bibliotheken und Kirchen. Nutzen wir die guten Ansätze und Chancen, die eine Ausbreitung der Arbeitslosigkeit mit der daraus resultierenden Armut vorbeugt.
Andreas Links
Großberndten den, 20.01.10
Autor: khh

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