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Für die Hilfe bei Gefahr unverzichtbar.

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:28 Uhr
Feuerwehrkameraden aus Greußen zogen auf ihrer Jahreshauptversammlung am Wochenende Bilanz. Lesen hierzu einen Bericht von Günter Herting...

Über 95 % der Bürger wissen, dass sie bei Gefahr auf die rettende Hilfe der Kameraden der Feuerwehr rechnen können. Ob bei der Brandbekämpfung oder immer mehr bei der allgemeinen Hilfeleistung, sie löschen, bergen, retten und helfen zu jeder Stunde. Für ihren schnellen und kompetenten Einsatz genießen sie zu Recht ein hohes Ansehen.

Die 41 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Greußen sind eine engagierte Truppe freiwilliger Helfer.
Wehrführer Frank Hoier weiss, dass er sich auf seine Kameraden verlassen kann, wenn es um die Einsatzbereitschaft geht. Ob in der Qualifizierung, bei der Ausbildung, Brandbekämpfung oder anderen Hilfeleistungen, die Mannschaft ist jederzeit zur Hilfe bereit.

Was die Feuerwehrkameraden aus Greußen so perfekt macht ist die ausgeprägte Kameradschaft, das gegenseitige Vertrauen und die Disziplin und das in allen Sparten der Wehr, ob Jugendfeuerwehr, Einsatzkräfte, Historiker oder Alterskameraden.
In seinem Rechenschaftsbericht über das Einsatzgeschehen 2009 berichtete Frank Hoier über 38 Einsätze im Jahr 2009. So wurde die Wehr zu 7 Brandeinsätzen, 7 Verkehrsunfällen, 19 Hilfeleistungen alarmiert, 5mal war es ein Fehleinsatz. Es wurden 8 Personen gerettet und eine Person konnte leider nur noch tot geborgen werden. Aber auch eine Katze und ein Greifvogel verdanken den Helfern ihr Leben. Für diese Einsätze wurden über 593 Stunden geleistet. Der spektakulärste Einsatz erfolgte bei einem Großbrand bei der Firma "Peco - Schaum" in Greußen, am 16. November 2009, wo ein Schaden von über 2 Mill. Euro entstand. Die psychische und physische Belastung der Kameraden war gefragt vom Großbrand, über die Bergung tödlich verletzter Personen, bis zur Beseitigung ausgelaufener Betriebsflüssigkeit bei Verkehrsunfällen und der Rettung einer kleinen Katze aus großer Not.

Als Stützpunktfeuerwehr wurden 7 überörtliche Einsätze gefahren. Bei all diesen Einsätzen waren ausreichende Kräfte zur Verfügung, obwohl sich auch bei der Wehr in Greußen die Arbeitsplatzsituation, viele Kameraden arbeiten überörtlich, bemerkbar macht. Die Einsatzgruppe der Wehr beträgt zurzeit 41 Kameraden, darunter 8 Frauen, mit einer hohen Qualifikation für den Feuerwehrdienst. Eine lobenswerte Beteiligung aller Kameraden erfolgt bei der Ausbildung und Übung.

Im Katastrophenschutzzug des Kyffhäuserkreises leisten die Kameraden eine vorbildliche Mitarbeit. In der Jugendfeuerwehr werden 19 Kinder und Jugendliche zu künftigen Einsatzkräften ausgebildet. Die Feuerwehrhistorik erhält, pflegt und präsentiert landesweit historische Feuerlöschgeräte. Hier engagieren sich besonders Karl-Heinz und Rene Schwara.

Sehr aktiv sind auch die nicht mehr im Einsatz aktiven Alterskameraden. Ob bei der Renovierung des Gerätehauses, der Pflege der Außenanlagen oder der Teilnahme an den monatlichen Treffen der Kreisalterskameradschaft, sie sind dabei. Bei dem gesellschaftlichem Leben in Greußen und den angrenzenden Dörfern ist die Freiwillige Feuerwehr ein gern gesehener Gast.

Die Ergänzung und Erneuerung der technischen Ausrüstung und Einsatzbekleidung wurde im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Durch eine Haushaltssperre konnten die dringend benötigten Handsprechfunkgeräte und Hörsprechgarnituren nicht beschafft werden. Das könnte fatale Folgen bei der Kommunikation der Kameraden, vor allem im Inneneinsatz haben. Unverständlich dagegen ist für die Kameraden, dass bei einem 8m³ Wasserverbrauch im Gerätehaus 2.500 € Abwassergebühren zu begleichen sind. Die Berechnung erfolgt auch für das vielleicht entstehende Regenwasser. Für 2010 wird die TAZ, durch eine weitere Preiserhöhung, wohl 3.000 € für Abwasser verlangen. Diese Mittel fehlen natürlich für die dringend benötigten Ausrüstungsmittel, um Menschenleben zu retten und sonstige Hilfeleistungen abzusichern. Die Kameraden haben für die überhöhten TAZ- Gebühren kein Verständnis.

Trotz aller Einsätze, Ausbildung und Übungen, kam die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Zu gemeinsamen Festen, u. a. zu Pfingsten und im Oktober, wurde gefeiert.
Der Bürgermeister Joachim Steinmetz, der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Greußen Wolfgang Ehrhardt, der Kreisbrandinspektor Peter Ortlepp und der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Günter Herting dankten den Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und den Enthusiasmus, den sie bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter, ohne auf ihre Gesundheit zu achten, und oft unter Lebensgefahr geleistet haben.

Feuerwehrversammlung Greußen (Foto: Günter Herting) Feuerwehrversammlung Greußen (Foto: Günter Herting)

Unter dem Motto: "Das Wichtigste für eine funktionierende Feuerwehr sind die Kameradschaft, die Disziplin und das gegenseitige Vertrauen. Dies zeichnet die Freiwillige Feuerwehr aus und wird auch in Zukunft so bleiben".
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Qualifizierung wurden folgende Kameraden befördert (siehe Fotos):
Zum Oberfeuerwehrmann: Patrick Frenzel
Zum Hauptfeuerwehrmann: Enrico Stumpe
Zum Löschmeister: Thomas Haberkorn, Heiko Hanning, Sandro Kehr, Doren Pohlmann, Matthias Wallrodt
Zum Oberlöschmeister: Hans-Wilhelm Fritzsche, Lutz-Ullrich Fritzsche, Frank Krause

Feuerwehrversammlung Greußen (Foto: Günter Herting) Feuerwehrversammlung Greußen (Foto: Günter Herting)

Für vorbildliche Leistung in der Wehr wurde die Kameraden Rene Schwara und Matthias Wallrodt mit der Ehrennadel des Thüringer Feuerwehr-Verbandes geehrt.
Der Bürgermeister der Stadt Greußen, Joachim Steinmetz bekam für seine enge Verbundenheit mit der Wehr die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Sondershausen übereicht.
Mit einem Kameradschaftsabend klang die Jahreshauptversammlung aus.
Text und Fotos: Günter Herting

Foto:
  • Ansprache Wehrführer Frank Hoier
  • Ehrennadel des Thüringer Feuerwehr - Verbandes für Rene Schwara und Matthias Wallrodt
  • Greußens Bürgermeister Joachim Steinmaetz beglückwünscht Matthias Wallrodt

Autor: khh

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