Vorsicht trockene Luft
Mittwoch, 27. Januar 2010, 07:02 Uhr
Die große Kälte die im Anmarsch ist, bringt nicht nur höhere Heizkosten mit sich, sondern führt oft auch zu unangenehmer trockener Luft im Zimmer...
Unsere Luft kann nicht beliebig Wasserdampf aufnehmen. So kann zum Beispiel Luft von 20°C eine Menge von maximal 17,5 g/m3 aufnehmen, was einer relativen Luftfeuchte von 100 % entspricht. Sehr kalte Luft kann nur sehr wenig Wasserdampf aufnehmen. Kalte Luft von -15°C kann gerade mal 1,6 g/m3 und schon ist die maximal mögliche Luftfeuchtigkeit von 100 % erreicht. So viel zur Theorie. Und wo liegt das Problem?
Um sich wohlfühlen zu können sollte bei einer Temperatur im Zimmer oder im Büro von 20°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 % herrschen. Unabhängig ob man will oder nicht, im Winter strömt im etwas Außenluft in das Zimmer ein. Strömt nun die kalte Luft von -15% (mit 100 % Luftfeuchte) ins Zimmer, dann erwärmt sie sich natürlich zwangsläufig. Bei der Erwärmung der Luft bleibt es aber nicht, denn neben der Temperatur verändert sich leider auch die relative Luftfeuchte der eingeströmten Luft. Hatte sie bei - 15°C noch 100%, sind es nach der Erwärmung nur noch rund 8 %!
Das Resultat was sich einstellt, ist die viel zitierte trockene Luft im Winter in beheizten Räumen. Da man durch den eigenen Atem immer etwas Feuchtigkeit in den Raum einbringt, stellt sich meist eine relative Luftfeuchtigkeit von gerade mal 15 % ein. Wer seine Räume noch mehr beheizt, senke sein Luftfeuchtigkeit im Raum noch mehr. Resultat ist, dass man sich erheblich vom Wohlfühlbereich der Luftfeuchtigkeit entfernt, die ja bei 40 bis 50 % liegt.
Leider wird in einigen Internetforen sogar geraten, dass stärkeres Lüften die trockene Luft im Winter beseitigen soll. Leider ein völliger Trugschluss. Im Gegenteil, der Trocknungseffekt wird sogar noch verstärkt. Einen Schluss sollte man allerdings nicht ziehen, versuchen zu wollen, ganz aufs Lüften der Zimmer zu verzichten. Verbrauchte Luft im Zimmer muss auch bei großer Kälte einfach ab und zu ersetzt werden.
Was kann man nun tun? Eine gute Hilfe sind Blattpflanzen. Über die Blätter verdunsten die Pflanzen viel Wasser (gießen nicht vergessen) und können die Luftfeuchte im Zimmer merklich erhöhen. Auch das Versprühen von warmem Wasser mit einem Zerstäuber oder das Aufhängen feuchter Tücher erhöht die Luftfeuchte wesentlich. Natürlich kann man auch professionelle Luftbefeuchter einsetzten, die aber meist auch ganz schön Strom auf Dauer verbrauchen.
Völlig ungeeignet sind übrigens die oft gebrauchten Zimmerspringbrunnen. Da in diesen Geräten das Wasser oft längere Zeit steht machen sich in dem Wasser oft Keim breit, die durch den Springbrunnen in die Atemluft verbreitet werden. Auch an der Heizung hängende große Wasserverdunster sind nicht unbedingt vorteilhaft, auch wegen einer möglichen Keimentwicklung. Besser ist, flache Schalen auf der Heizung hinzustellen. Schalen erst nachfüllen, wenn dass Wasser vollständig verdunstet ist, dann können sich auch nicht so schnell Keime entwickeln.
Warum ist die trockene Luft eigentlich nicht gut? Neben den Problemen des Wohlfühlens fördert trockene Luft natürlich auch das Austrocknen der Haut. Auch das Einatmen der trockenen Luft ist nicht gut für die Schleimhäute und führt zu deren Austrocknung. Ausgetrocknete Schleimhäute, sind empfindlicher für das Eindringen von Krankheitskeimen, oft mit dem Resultat Husten und Schnupfen verbunden. Aber allein zu dem Kapitel könnte man schon wieder einen ganzen Artikel schreiben.
Autor: khhUnsere Luft kann nicht beliebig Wasserdampf aufnehmen. So kann zum Beispiel Luft von 20°C eine Menge von maximal 17,5 g/m3 aufnehmen, was einer relativen Luftfeuchte von 100 % entspricht. Sehr kalte Luft kann nur sehr wenig Wasserdampf aufnehmen. Kalte Luft von -15°C kann gerade mal 1,6 g/m3 und schon ist die maximal mögliche Luftfeuchtigkeit von 100 % erreicht. So viel zur Theorie. Und wo liegt das Problem?
Um sich wohlfühlen zu können sollte bei einer Temperatur im Zimmer oder im Büro von 20°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 % herrschen. Unabhängig ob man will oder nicht, im Winter strömt im etwas Außenluft in das Zimmer ein. Strömt nun die kalte Luft von -15% (mit 100 % Luftfeuchte) ins Zimmer, dann erwärmt sie sich natürlich zwangsläufig. Bei der Erwärmung der Luft bleibt es aber nicht, denn neben der Temperatur verändert sich leider auch die relative Luftfeuchte der eingeströmten Luft. Hatte sie bei - 15°C noch 100%, sind es nach der Erwärmung nur noch rund 8 %!
Das Resultat was sich einstellt, ist die viel zitierte trockene Luft im Winter in beheizten Räumen. Da man durch den eigenen Atem immer etwas Feuchtigkeit in den Raum einbringt, stellt sich meist eine relative Luftfeuchtigkeit von gerade mal 15 % ein. Wer seine Räume noch mehr beheizt, senke sein Luftfeuchtigkeit im Raum noch mehr. Resultat ist, dass man sich erheblich vom Wohlfühlbereich der Luftfeuchtigkeit entfernt, die ja bei 40 bis 50 % liegt.
Leider wird in einigen Internetforen sogar geraten, dass stärkeres Lüften die trockene Luft im Winter beseitigen soll. Leider ein völliger Trugschluss. Im Gegenteil, der Trocknungseffekt wird sogar noch verstärkt. Einen Schluss sollte man allerdings nicht ziehen, versuchen zu wollen, ganz aufs Lüften der Zimmer zu verzichten. Verbrauchte Luft im Zimmer muss auch bei großer Kälte einfach ab und zu ersetzt werden.
Was kann man nun tun? Eine gute Hilfe sind Blattpflanzen. Über die Blätter verdunsten die Pflanzen viel Wasser (gießen nicht vergessen) und können die Luftfeuchte im Zimmer merklich erhöhen. Auch das Versprühen von warmem Wasser mit einem Zerstäuber oder das Aufhängen feuchter Tücher erhöht die Luftfeuchte wesentlich. Natürlich kann man auch professionelle Luftbefeuchter einsetzten, die aber meist auch ganz schön Strom auf Dauer verbrauchen.
Völlig ungeeignet sind übrigens die oft gebrauchten Zimmerspringbrunnen. Da in diesen Geräten das Wasser oft längere Zeit steht machen sich in dem Wasser oft Keim breit, die durch den Springbrunnen in die Atemluft verbreitet werden. Auch an der Heizung hängende große Wasserverdunster sind nicht unbedingt vorteilhaft, auch wegen einer möglichen Keimentwicklung. Besser ist, flache Schalen auf der Heizung hinzustellen. Schalen erst nachfüllen, wenn dass Wasser vollständig verdunstet ist, dann können sich auch nicht so schnell Keime entwickeln.
Warum ist die trockene Luft eigentlich nicht gut? Neben den Problemen des Wohlfühlens fördert trockene Luft natürlich auch das Austrocknen der Haut. Auch das Einatmen der trockenen Luft ist nicht gut für die Schleimhäute und führt zu deren Austrocknung. Ausgetrocknete Schleimhäute, sind empfindlicher für das Eindringen von Krankheitskeimen, oft mit dem Resultat Husten und Schnupfen verbunden. Aber allein zu dem Kapitel könnte man schon wieder einen ganzen Artikel schreiben.
