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„Bunt, schrill und sexy” – Die Einführung

Donnerstag, 28. Januar 2010, 12:56 Uhr
Wenn die Ballettdirektorin Jutta Wörne selbst eine Choreographie erarbeitet und zur Uraufführung bringt, dann ist es immer etwas ganz Besonderes. In diesem Fall soll sie bunt, schrill und sexy sein...

Proben (Foto: I. Kühn) Proben (Foto: I. Kühn)

Bei „TanzMiró“ hatte sie eine Verbindung zum Maler Miró geschaffen, bei „Camille Claudel. Bildhauerin.“ hat sie ebenfalls Kunstgeschichte tänzerisch umgesetzt. Mit dem neuen Ballettstück befasst sie sich gedanklich schon eine ganze Weile. Beim Besuch einer Pop-Art-Ausstellung im heimatlichen Stuttgart kam ihr spontan die Idee, dass das ein Thema für ihre Kompanie sein könnte.

Die Idee war geboren, nach und nach setzte Jutta Wörne sie in den Tanz um. „Bunt, schrill und sexy“ ist der Titel, und so werden dieses Ballett auch die Zuschauer erleben können. Denn die Tänzerinnen und Tänzer vermitteln auf der Bühne ein Gefühl der Ausgelassenheit, bringen Partystimmung in die Kulissen.

Jutta Wörne erzählt mit diesem Ballett keine durchgehende Geschichte, sondern führt das Publikum in die Welt von Andy Warhol, in die Zeit, in der Pop-Art ihren Höhepunkt erlebte: die 60er Jahre. Es war für die Choreographin nicht leicht, aus den vielen Themen, die diese Zeit bot, etwas für die Tanzbühne zu wählen, sich auf einen Ausschnitt festzulegen.

Doch Jutta Wörne hat etwas gefunden, das das einzigartige Ballett besonders betont: sie lässt die Tanzkompanie in der silbern ausgekleideten „Factory“ von Andy Warhol agieren, einem Ort, wo sich damals Künstler, Musiker, Tänzer, Schauspieler, aber auch Selbstdarsteller trafen. Dazu erleben die Zuschauer angesagte Musiktitel dieser Zeit von Elvis über Aretha Franklin bis zu Michael Jackson.

Wer schon mal einen Vorgeschmack auf das haben möchte, was die Uraufführung von „Bunt, schrill und sexy“ am 12. Februar 2010 bieten wird, sollte die Einführung im Großen Haus des Theaters Nordhausen am kommenden Dienstag, 2. Februar, um 19 Uhr nicht verpassen. Eine Stunde zuvor, also ab 18 Uhr, können die Besucher auch beim öffentlichen Training zuschauen. Eintritt wird zur Einführung nicht verlangt.
Autor: nnz/kn

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