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Traditionelle Sitzung des erweiterten Vorstandes

Donnerstag, 28. Januar 2010, 22:43 Uhr
Der Ortsverband Bendeleben des VdK traf sich jetzt im Gut Bendeleben zu einer erweiterte Vorstandssitzung. Einen Bericht dazu sandte uns Klaus Henze...

Es ist eine gute Tradition, dass sich der Vorstand unseres Ortsverbandes jeweils zu Beginn eines neuen Jahres im Januar trifft, um kritisch das vergangene Jahr einschließlich der Verwendung der Finanzen zu beleuchten und darüber berät, was in diesem Jahr zu tun sei, so auch am 28. Januar im Landgut Bendeleben. Im Auftrage des Kreisvorsitzenden war der Kassenführer des Kreisverband Richard Funke als Gast erschienen und gab manchen wichtigen Hinweis, ob für den Jahresabschluss oder die Planung 2010.

Der Ortsverband Bendeleben kann auf eine gute Tradition zurück blicken und gehört zu den ersten selbständigen Ortsverbänden im heutigen Kreisverband Nordthüringen. Die heute 81jährige Vorsitzende Käte Preuße, trat in die Fußtapfen ihres leider 1993 viel zu früh verstorbenen Mannes und nahm seinen Platz im Vorstand ein. Wie ihr erging es auch im gleichen Jahr Helga Werner, heute noch als Kassenführerin tätig und Marlis Schilling, welche inzwischen leider auch verstorben ist. Käte Preuße erinnerte am Rande der Sitzung an die mit Hilfe aus dem hessischen Zimmersrode erfolgte Vereinsgründung 1991 und dass sie damals ihren Mann fragte: Was soll das, jetzt haben wir mit der DDR die mehr oder weniger erzwungene Mitgliedschaft in Vereinen hinter uns - da soll das schon wieder losgehen? Ihr man überzeugte mit dem Argument, dass bisher Kriegsbeschädigte nichts galten, aber jetzt im Verband ein Lobby haben. Er wäre sicherlich stolz gewesen, wenn er gewusst hätte, dass seine Käte Jahre später den Vorsitz nicht nur übernommen, sondern auch erfolgreich geführt hat.

Doch das sind Randnotizen, die aber sicherlich nicht unwichtig sind. Sie erklären aber auch ein bisschen die Probleme, die für den Bendelebener Ortsverband - aber auch für viele andere stehen. Diejenigen, die 1990/91 mit Begeisterung Mitglied wurden sind heute wenige geworden. Der Krieg ist "Gott sei dank" lange her. Hoffen wir, dass die Kriegsspiele der BRD nicht massenhaft junge Leute in die gleiche Lage bringen. Der einstige Verband der Kriegsbeschädigten hat sich längst auf die allgemeinen sozialen Probleme im Land eingestellt. Viele der jüngeren Mitglieder wissen das auch zu schätzen. Aber so weit, sich den Hut aufzusetzen, geht das wohl noch nicht, zumindest in Bendeleben, wo Käte Preuße für die noch in diesem Jahr anstehenden Neuwahlen dringend eine/n Nachfolger/in sucht. Dabei mangelt es nicht an der Bereitschaft zur Mitarbeit. Das zeigte sich ganz deutlich zu dieser bemerkenswerten erweiterten Vorstandssitzung.

Erweiterte Sitzung VdK OV Bendeleben (Foto: Klaus Henze) Erweiterte Sitzung VdK OV Bendeleben (Foto: Klaus Henze)

Ein Blick auf die Teilnehmer der erweiterten Vorstandsitzung. Käte Preuße an der Stirnseite.

Um den Rest kurz zu machen: Der Bericht von der Kassenführerin Werner bestätigte nicht nur die satzungsgerechte Verwendung der Verbandsgelder, sondern auch, dass sie vor allem für die Mitgliederbetreuung, die hier besonders groß geschrieben wird, eingesetzt wurde. Das bestätigte für die Revision Frau Pomin. Der Rückblick auf das vergangene Jahr war recht vielseitig. Eine lebendige Diskussion gab es um die Vorhaben für dieses Jahr und verspricht nicht ein nicht weniger interessantes Verbandsleben. Man betrachtet den Arbeitsplan aber nicht als Dogma.
Nach getaner Arbeit stieß man noch mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an (der stammte noch aus der Weihnachtszuwendung des Kreisverbandes für die Vorsitzende).
Bild und Text: Klaus Henze
Autor: khh

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