Neues vom Gästehaus
Freitag, 29. Januar 2010, 09:13 Uhr
Auf der gestrigen Stadtratsitzung in Sondershausen stellten Eckhard Wehmeier ("Wippertal" WBG mbH) und Karsten Schmidt (Sondershäuser Architektur- und Ingenieurbüros AIG) das sehr anspruchsvolle Projekt Gästehaus für die Landesmusikakademie Sondershausen vor, dass bis Sommer 2011 fertiggestellt werden muss, damit Fördergelder nicht verfallen. Hier kn mit ersten Einzelheiten...
Seit etlichen Jahren bemüht sich die "Wippertal" WBG mbH um einen sinnvollen Nutzungszweck für das denkmalgeschützte "Wippertal" WBG mbH eigene Haus Lohberg 11 an der Nordhäuser Kurve. Da die für einen Umbau zu einem Mietobjekt erforderlichen Kosten den vertretbaren Rahmen sprengen würden, bot die "Wippertal" WBG mbH das Haus mehrfach zum Verkauf an. Vorhandene Interessenten konnten sich aber nicht zum Kauf durchringen. Die Immobilie wurde von der "Wippertal" WBG mbH instandgehalten und erhielt im Jahre 2004 Verwendung im Rahmen der Thüringer Landesausstellung.
Im März 2009 gab es erste Gespräche mit der Stadtverwaltung Sondershausen und der Landesmusikakademie zwecks Errichtung eines Gästehauses für Studierende und Besucher der Einrichtung auf dem Grundstück Lohberg 11. Das Vorhaben stellte sich als vorteilhaft für die Beteiligten dar, denn durch die akademienahe Unterbringung würde der Standort der Landesmusikakademie gesichert und ein wichtiger kultureller sowie wirtschaftlicher Faktor - die Landesmusikakademie geht von ca. 3.000 bis 5.000 Übernachtungen pro Jahr aus - gefestigt.
Nicht zuletzt würde die "Wippertal" WBG mbH endlich einen langfristigen Nutzer für das Anwesen haben. Eine Verwirklichung des Vorhabens konnte als realistisch eingestuft werden, da die Landesmusikakademie als Bildungseinrichtung berechtigt war von Fördermitteln aus dem Bundesförderprogramm Konjunkturpaket II zu profitieren. Diese wurden vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Aussicht gestellt. Nach weiteren Absprachen ergab sich folgende Konstellation: Eine denkmalgerechte Sanierung des Hauses Lohberg 11 sollte die Voraussetzung zum Sitz der Verwaltung sowie des Empfangs der Landesmusikakademie schaffen und ein hinter dem Gebäude liegender Neubau mit etwa 30 Zimmern und Cafeteria Unterbringung und Versorgung gewährleisten.
Die Beteiligten standen von Beginn an unter Zeitdruck, da Gelder aus dem Konjunkturpaket II bereits im Herbst 2011 abgerechnet werden müssen.
Zur Konkretisierung der Planung wurde im Juli / August 2009 ein Architektenwettbewerb mit fünf teilnehmenden Büros durchgeführt. Als Kostenrahmen wurden zum Umbau des historischen Gebäudes ca. 870.000 Euro und für den Neubau 1,9 Mio. Euro, welche zu 100% aus Konjunkturmitteln bestehen, veranschlagt. Eine fünfköpfige Jury entschied sich am 7. August 2009 nach intensiver Beratung einstimmig für den Entwurf des Sondershäuser Architektur- und Ingenieurbüros AIG, welches daraufhin mit den weiteren Planungsschritten beauftragt wurde.
In der Folgezeit gab es zahlreiche Abstimmungen mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Diese mussten zum einen ihr Einverständnis zum Bau und zum Baukörper geben und zum anderen Bereitschaft zur Verfügungstellung von stiftungseigenem Grund und Boden zeigen, da das Grundstück der "Wippertal" WBG mbH nicht für die Errichtung des Neubaus ausreicht. Nach gewissen Anpassungen des Bauvorhabens wurde ein Konsens mit der Stiftung erzielt. Ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der "Wippertal" WBG mbH und Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten über ca. 500 m² Grundstück wird gegenwärtig ausgearbeitet.
Hier eine Projektansicht, wie sich das neue Objekt aus Sicht Auffahrt zum Achteckhaus darstellen wird. Zusammen mit den noch zu pflanzenden Bäumen, dürftn sich die neuen, bzw. umgebauten Gebäude gut in das Schlossensemble einfügen.
Im Dezember 2009 wurden Fördermittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II bewilligt, Gespräche über Fördermittel aus Landesmitteln für den städtebaulichen Denkmalschutz wurden mit dem Landesverwaltungsamt anberaumt.
Ebenfalls im Dezember 2009 wurde der Bauantrag für die Gesamtmaßnahme beantragt und wird gegenwärtig vom Bauaufsichtsamt des Landkreises bearbeitet.
Archivaufnahme Lohberg 12
Mit der Erteilung der Baugenehmigung kann aus heutiger Sicht im März dieses Jahres gerechnet werden, so dass von einem Baubeginn im Frühjahr ausgegangen werden kann. Aus Gründen des Naturschutzes müssen noch in der Winterzeit auf dem Grundstück befindliche Bäume und Sträucher gerodet werden. Nach Beendigung der Bautätigkeit wird es zu einer Neubepflanzung im Einklang mit dem historischen Bewuchs des Schlossparks kommen.
In der Diskussion fragte Stadtrat Winfried Schmidt (Die Linke) an, ob das neue Gästehaus nicht die bisherigen Zimmeranbieter in der Stadt benachteilige. In gewisser Hinsicht ja, räumte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ein, es war aber auch in letzter Zeit öfter vorgekommen, dass Übernachtungssuchende bis Kelbra und Bad Frankenhausen verwiesen werden mussten. Auch sei das Gäste eine gute Voraussetzung für die Standortsicherung der Landesmusikakademie in Sondershausen, gab die 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD) zu bedenken.
Foto: Sondershäuser Architektur- und Ingenieurbüros AIG
Autor: khhSeit etlichen Jahren bemüht sich die "Wippertal" WBG mbH um einen sinnvollen Nutzungszweck für das denkmalgeschützte "Wippertal" WBG mbH eigene Haus Lohberg 11 an der Nordhäuser Kurve. Da die für einen Umbau zu einem Mietobjekt erforderlichen Kosten den vertretbaren Rahmen sprengen würden, bot die "Wippertal" WBG mbH das Haus mehrfach zum Verkauf an. Vorhandene Interessenten konnten sich aber nicht zum Kauf durchringen. Die Immobilie wurde von der "Wippertal" WBG mbH instandgehalten und erhielt im Jahre 2004 Verwendung im Rahmen der Thüringer Landesausstellung.
Im März 2009 gab es erste Gespräche mit der Stadtverwaltung Sondershausen und der Landesmusikakademie zwecks Errichtung eines Gästehauses für Studierende und Besucher der Einrichtung auf dem Grundstück Lohberg 11. Das Vorhaben stellte sich als vorteilhaft für die Beteiligten dar, denn durch die akademienahe Unterbringung würde der Standort der Landesmusikakademie gesichert und ein wichtiger kultureller sowie wirtschaftlicher Faktor - die Landesmusikakademie geht von ca. 3.000 bis 5.000 Übernachtungen pro Jahr aus - gefestigt.
Nicht zuletzt würde die "Wippertal" WBG mbH endlich einen langfristigen Nutzer für das Anwesen haben. Eine Verwirklichung des Vorhabens konnte als realistisch eingestuft werden, da die Landesmusikakademie als Bildungseinrichtung berechtigt war von Fördermitteln aus dem Bundesförderprogramm Konjunkturpaket II zu profitieren. Diese wurden vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Aussicht gestellt. Nach weiteren Absprachen ergab sich folgende Konstellation: Eine denkmalgerechte Sanierung des Hauses Lohberg 11 sollte die Voraussetzung zum Sitz der Verwaltung sowie des Empfangs der Landesmusikakademie schaffen und ein hinter dem Gebäude liegender Neubau mit etwa 30 Zimmern und Cafeteria Unterbringung und Versorgung gewährleisten.
Die Beteiligten standen von Beginn an unter Zeitdruck, da Gelder aus dem Konjunkturpaket II bereits im Herbst 2011 abgerechnet werden müssen.
Zur Konkretisierung der Planung wurde im Juli / August 2009 ein Architektenwettbewerb mit fünf teilnehmenden Büros durchgeführt. Als Kostenrahmen wurden zum Umbau des historischen Gebäudes ca. 870.000 Euro und für den Neubau 1,9 Mio. Euro, welche zu 100% aus Konjunkturmitteln bestehen, veranschlagt. Eine fünfköpfige Jury entschied sich am 7. August 2009 nach intensiver Beratung einstimmig für den Entwurf des Sondershäuser Architektur- und Ingenieurbüros AIG, welches daraufhin mit den weiteren Planungsschritten beauftragt wurde.
In der Folgezeit gab es zahlreiche Abstimmungen mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Diese mussten zum einen ihr Einverständnis zum Bau und zum Baukörper geben und zum anderen Bereitschaft zur Verfügungstellung von stiftungseigenem Grund und Boden zeigen, da das Grundstück der "Wippertal" WBG mbH nicht für die Errichtung des Neubaus ausreicht. Nach gewissen Anpassungen des Bauvorhabens wurde ein Konsens mit der Stiftung erzielt. Ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der "Wippertal" WBG mbH und Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten über ca. 500 m² Grundstück wird gegenwärtig ausgearbeitet.
Hier eine Projektansicht, wie sich das neue Objekt aus Sicht Auffahrt zum Achteckhaus darstellen wird. Zusammen mit den noch zu pflanzenden Bäumen, dürftn sich die neuen, bzw. umgebauten Gebäude gut in das Schlossensemble einfügen.
Im Dezember 2009 wurden Fördermittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II bewilligt, Gespräche über Fördermittel aus Landesmitteln für den städtebaulichen Denkmalschutz wurden mit dem Landesverwaltungsamt anberaumt.
Ebenfalls im Dezember 2009 wurde der Bauantrag für die Gesamtmaßnahme beantragt und wird gegenwärtig vom Bauaufsichtsamt des Landkreises bearbeitet.
Archivaufnahme Lohberg 12
Mit der Erteilung der Baugenehmigung kann aus heutiger Sicht im März dieses Jahres gerechnet werden, so dass von einem Baubeginn im Frühjahr ausgegangen werden kann. Aus Gründen des Naturschutzes müssen noch in der Winterzeit auf dem Grundstück befindliche Bäume und Sträucher gerodet werden. Nach Beendigung der Bautätigkeit wird es zu einer Neubepflanzung im Einklang mit dem historischen Bewuchs des Schlossparks kommen.
In der Diskussion fragte Stadtrat Winfried Schmidt (Die Linke) an, ob das neue Gästehaus nicht die bisherigen Zimmeranbieter in der Stadt benachteilige. In gewisser Hinsicht ja, räumte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ein, es war aber auch in letzter Zeit öfter vorgekommen, dass Übernachtungssuchende bis Kelbra und Bad Frankenhausen verwiesen werden mussten. Auch sei das Gäste eine gute Voraussetzung für die Standortsicherung der Landesmusikakademie in Sondershausen, gab die 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD) zu bedenken.
Foto: Sondershäuser Architektur- und Ingenieurbüros AIG


