Auch "Grün" nicht ohne Risiko
Freitag, 29. Januar 2010, 15:26 Uhr
Banken und Finanzdienstleister haben den Trend zu "ökologischen" Anlagen erkannt und werben mit Produkten, die Privatanlegern nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch attraktive Renditen versprechen. Doch auch bei den sogenannten grünen Geldanlagen gilt: Hohe Renditechancen bedeuten stets auch hohe Verlustrisiken...
Chancen und Risiken einer Geldanlage hängen in erster Linie von der gewählten Anlageform ab, daher sollte vor jeder Entscheidung erst einmal geprüft werden, ob das Produkt auch den persönlichen Wünschen hinsichtlich Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit des angelegten Geldes entspricht, rät Andreas Behn, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Thüringen. Kleinanleger sollten dabei vor allem auf Sicherheit und Verfügbarkeit ihres Geldes achten. Produkte, wie geschlossene Fonds oder privat platzierte Anleihen und Genussscheine, erfüllen diese Ansprüche im Regelfall nicht.
Im Falle einer Insolvenz des Unternehmens müssen Anleger mit hohen finanziellen Verlusten rechnen, bis hin zum völligen Wertverlust des Genussscheins, warnt Behn. Eine Einlagensicherung wie bei Banken und Sparkassen gibt es hierbei nicht. Doch auch ohne die Insolvenz des Anbieters können Verluste auftreten, denn die Genussscheine werden in der Regel nur bedient, wenn das Unternehmen auch Gewinne macht.
Autor: nnz/knChancen und Risiken einer Geldanlage hängen in erster Linie von der gewählten Anlageform ab, daher sollte vor jeder Entscheidung erst einmal geprüft werden, ob das Produkt auch den persönlichen Wünschen hinsichtlich Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit des angelegten Geldes entspricht, rät Andreas Behn, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Thüringen. Kleinanleger sollten dabei vor allem auf Sicherheit und Verfügbarkeit ihres Geldes achten. Produkte, wie geschlossene Fonds oder privat platzierte Anleihen und Genussscheine, erfüllen diese Ansprüche im Regelfall nicht.
Totalverlust kann drohen
Ein aktuelles Beispiel für eine riskante Geldanlage mit Umweltbezug sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale Thüringen die sogenannten Genussrechte der PROKON Capital GmbH, deren Postwurfsendungen derzeit wieder unaufgefordert in Thüringer Briefkästen landen. Das Unternehmen aus Itzehoe wirbt für ein Investment in Windkraftanlagen als Alternative zur Bank oder Lebensversicherung und lockt Anleger mit einer jährlichen Verzinsung von stolzen 8%. Mit einem Genussschein erwirbt man grundsätzlich einen Anspruch auf Teilhabe am Geschäftserfolg eines Unternehmens in Form von Gewinnausschüttungen, ein Recht auf Mitbestimmung haben Anleger meist nicht.Im Falle einer Insolvenz des Unternehmens müssen Anleger mit hohen finanziellen Verlusten rechnen, bis hin zum völligen Wertverlust des Genussscheins, warnt Behn. Eine Einlagensicherung wie bei Banken und Sparkassen gibt es hierbei nicht. Doch auch ohne die Insolvenz des Anbieters können Verluste auftreten, denn die Genussscheine werden in der Regel nur bedient, wenn das Unternehmen auch Gewinne macht.
