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Hohe Wellen geschlagen (3)

Dienstag, 02. Februar 2010, 19:28 Uhr
Zwei weitere Stimmen zum Wechsel von Landtagsmitglied Gerold Wucherpfennig ins Eichsfeld sind bei kn eingetroffen, so von Rainer Scheerschmidt (VIBT) und Joachim Kreyer (CDU)...

Am Rande einer Ausstellungseröffnung im Foyer des Rathauses in Sondershausen bat kn auch Bürgermeister Joachim Kreyer um seine Meinung. Kreyer sagte, Gerold Wucherpfennig habe ihn heute über seinen Schritt informiert, zurück in den Eichsfeldkreis zu wechseln. Weiter wollte er das Ganze nicht kommentieren, räumte aber ein: “Es werden viele Leute nicht verstehen.“

Sehr direkt wurde allerdings Kreistagsmitglied Rainer Scheerschmidt. Hier seine Stellungnahme die heute am späten Nachmittag bei kn eintraf:

„Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“
„Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“ so möchte man ausrufen, wenn man liest, dass der CDU-Landtagsabgeordnete Gerold Wucherpfennig in den Wahlkreis seines Freundes Althaus in das Eichsfeld wechselt. Als Direktkandidat wurde er im westlichen Kyffhäuserkreis in den Thüringer Landtag gewählt. Welch eine Dankesgeste, nun nachdem sein Mandat gesichert ist, zu sagen, ich gehe, aber man wird sich auch weiterhin um meine Wähler kümmern.

Wenn die Wähler Manfred Scherer gewollt hätten, hätten sie nicht Gerold Wucherpfennig gewählt!!

Es mutet an wie im Mittelalter, wo Ländereien, Dörfer usw. zwischen den Fürsten einfach getauscht oder anders besetzt wurden, gerade wie es ihnen gefiel. Hat ein gewählter Abgeordneter nicht auch eine Verantwortung gegenüber den Wählern, die ihm seine Stimme gaben?

Anscheinend hat der Wähler seine Schuldigkeit getan, den Wahlversprechungen Glauben geschenkt und sein Kreuz gesetzt, nun ist er und seine Meinung nicht mehr gefragt, schließlich benötigt man die Stimme erst in einigen Jahren wieder.

Bis dahin kann man sich im Wahlkampfteam Wucherpfennig Gedanken machen, was man dann den Wählern am Wahlstand vor der ehemaligen Post in Sondershausen erzählt, um entsprechende Stimmen zu fangen. Es ist ja noch viel Zeit um entsprechende Argumente zu finden. Vielleicht helfen wieder Ostereier, Kaffee und Kuchen und Kugelschreiber?

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wähler in einigen Jahren an diesen Husarenstreich erinnern.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des
Volksinteressenbund Thüringen
(VIBT)
Autor: khh

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