Reichtum von der ARGE
Montag, 15. Februar 2010, 17:48 Uhr
Mit Äußerungen von Bundestagsmitglied Patrick Kurth (FDP) zu Hartz-IV geht das Bundestagmitglied Kersten Steinke (Die Linke) hart ins Gericht. Hier die Stellungnahme gegenüber kn...
Mit seinen Aussagen in der aktuellen Hartz-IV-Debatte scheint MdB Patrick Kurth (FDP) zu verwechseln, in welcher Rolle er sich befindet. Dass er zum Preisrichter im Wettbewerb um ein Denkmal in Berlin berufen wurde, befähigt ihn noch lange nicht, auch in der Hartz-IV-Debatte den Richter zu spielen.
Lebensfremd agiert er, ebenso wie sein Parteivorsitzender Guido Westerwelle. Wer wie Kurth von "Reichtum ohne Leistung" und einem "wohligem Leben auf Kosten anderer" spricht, hat scheinbar noch nie intensiv mit einem Hartz-IV-Empfänger geredet.
Da gibt es z.B. die sogenannten Aufstocker, das sind abhängig Beschäftigte oder auch kleine Handwerker, deren Einkommen nicht zum Leben reicht und die zusätzlich dazu Hartz-IV beantragen müssen. Allein das waren mit Stand September 2009 (aktuelle belastbare Zahlen Bundesanstalt) 30% aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher im Kyffhäuserkreis. Also rund jeder Dritte musste Hartz-IV beantragen, obwohl er einen Job hatte. Noch im Januar 2009 war das nur jeder Vierte!
Wenn Herr Kurth das "Reichtum ohne Leistung" nennt, wenn er überhaupt realitätsfern zu der Auffassung kommt, Hartz-IV sei Reichtum, dann soll er sich neben seinen Berliner Höhenflügen und Selbstpreisungen bitte auch mal in die Niederungen seines Kreises begeben, statt sich auf der "Grünen Woche" in Berlin beim Biertrinken ablichten zu lassen. Ich bin gern bereit, mit ihm eine Wahlkreisbereisung zu machen - in Suppenküchen, Tafeln und zu Arbeitsloseninitiativen.
Kersten Steinke
Autor: khhMit seinen Aussagen in der aktuellen Hartz-IV-Debatte scheint MdB Patrick Kurth (FDP) zu verwechseln, in welcher Rolle er sich befindet. Dass er zum Preisrichter im Wettbewerb um ein Denkmal in Berlin berufen wurde, befähigt ihn noch lange nicht, auch in der Hartz-IV-Debatte den Richter zu spielen.
Lebensfremd agiert er, ebenso wie sein Parteivorsitzender Guido Westerwelle. Wer wie Kurth von "Reichtum ohne Leistung" und einem "wohligem Leben auf Kosten anderer" spricht, hat scheinbar noch nie intensiv mit einem Hartz-IV-Empfänger geredet.
Da gibt es z.B. die sogenannten Aufstocker, das sind abhängig Beschäftigte oder auch kleine Handwerker, deren Einkommen nicht zum Leben reicht und die zusätzlich dazu Hartz-IV beantragen müssen. Allein das waren mit Stand September 2009 (aktuelle belastbare Zahlen Bundesanstalt) 30% aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher im Kyffhäuserkreis. Also rund jeder Dritte musste Hartz-IV beantragen, obwohl er einen Job hatte. Noch im Januar 2009 war das nur jeder Vierte!
Wenn Herr Kurth das "Reichtum ohne Leistung" nennt, wenn er überhaupt realitätsfern zu der Auffassung kommt, Hartz-IV sei Reichtum, dann soll er sich neben seinen Berliner Höhenflügen und Selbstpreisungen bitte auch mal in die Niederungen seines Kreises begeben, statt sich auf der "Grünen Woche" in Berlin beim Biertrinken ablichten zu lassen. Ich bin gern bereit, mit ihm eine Wahlkreisbereisung zu machen - in Suppenküchen, Tafeln und zu Arbeitsloseninitiativen.
Kersten Steinke
