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Aus Kameradschaft wurde Freundschaft

Freitag, 26. Februar 2010, 14:45 Uhr
Auf 20 Jahre Partnerschaft zwischen der Feuerwehr Jecha und Mardorf (Hessen) kann zurückgeblickt werden. Wie es dazu kam schildert Kamerad Günter Herting, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Sondershausen...

Mit einer Delegation von 12 Kameraden aus den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Sondershausen reisten auch die Kameraden Achim Sickel und Heinz Ludwig Anfang 1990 in den Kreis Homberg/Efze (Hessen), um erste Kontakte mit Freiwilligen Feuerwehren aufzunehmen. Die Vorbereitung für erste Verbindungen hatten der damalige Brandschutzverantwortliche für den Kreis Sondershausen, Kamerad Gerhard Flasche, und der Kreisbrandinspektor des Kreises Homberg/Efze, Kamerad Wilhelm Lippert, aufgenommen.

Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting) Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting)

Erstes Treffen in Mardorf 1990 Kamerad Achim Sickel und Heinz Ludwig mit Kameraden aus Mardorf.

Bewusst der Tatsache, dass die Kameraden aus dem Kreis Sondershausen noch keine D-Mark hatten um sich verpflegen zu können, wurde die Delegation von den Kameraden aus Homberg/Efze eingeladen. Nach einer abendlichen Feier, mit vielen Gesprächen um die Feuerwehr wurden die Kameraden am nächsten Tag wieder verabschiedet. Als erste Geschenke wurden Feuerwehrkrawatten und Lederkoppel an die Sondershäuser übergeben. Es war der Versuch, erste Kontakte zu den Ortsfeuerwehren herzustellen, aber nur wenige Kontakte hatten längere Zeit Bestand. So wie die Partnerschaft zwischen Jecha und Mardorf.

Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting) Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting)

Delegation Aus Jecha zum 65-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Mardorf 1999

Der Ort Mardorf hat 600 Einwohner und eine sehr engagierte Freiwillige Feuerwehr mit 130 aktiven und passiven Mitgliedern. Wie in der Freiwilligen Feuerwehr Jecha sind auch die Frauen, ob in der Einsatzabteilung oder als passives Mitglied, ein fester Bestandteil der Feuerwehr. Der familiäre Sinn ist in der Wehr aus Mardorf und auch in Jecha mit ein Grund warum es einen so großen Zusammenhalt gibt.

Ein erster Gegenbesuch der Mardorfer Kameraden erfolgte am 31. März 1990 in Jecha. Die Kameraden aus Mardorf staunten nicht schlecht, hatten sie doch die gute technische Ausrüstung der Wehr im "Osten" nicht vermutet. Seit dieser Zeit kam es schon zu über 120 gegenseitigen Zusammenkünften zu Jahreshauptversammlungen, Feuerwehrfesten, Jubiläen und persönlichen Begegnungen.

Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting) Freundschaft Mardorf - Jecha (Foto: Günter Herting)

Delegation aus Jecha zum 50. Geburtstag 1993 von Helmut Reisse in Mardorf.

In den 20 Jahren hat sich aus der Kameradschaft eine echte Freundschaft entwickelt, beide Seiten haben in die Begegnungen auch ihre Familienmitglieder mit einbezogen und enge Bande geknüpft. Einer der ersten Kameraden aus Mardorf, der sich ab Beginn um die Partnerschaft besonders bemühte, war der damalige Wehrführer Kamerad Helmut Reisse, der dafür 2000 mit der Ehrenurkunde des Thüringer Feuerwehr-Verbandes ausgezeichnet wurde.
Günter Herting
Autor: khh

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