nnz-Forum: Was ist los bei RWE?
Freitag, 26. Februar 2010, 16:29 Uhr
nnz und kn hatten vor einigen Tagen bereits eine Leser-Mail zu Vorgängen im Erfurter Fußball veröffentlicht. Jetzt gibt es einen Nachschlag...
Genau in der wetterbedingten Punktspielpause der 3. Fußballbundesliga machte kürzlich der FC Rot-Weiß Erfurt wieder auf sich aufmerksam, als der Alleinunterhalter, Präsident Rombach, erneut vor Kameras und Mikrofone trat.
Im Zuge der Neuausrichtung des Vereins (nnz berichtete am 19.02.10) stellte er als nächsten Schritt den früheren bekannten Sportmoderator und MDR- Sportchef Wilfried Mohren als seinen neuen ehrenamtlichen Pressesprecher vor, der vor den Toren Leipzigs wohnt.
Erstaunlich an dieser spektakulären Meldung ist aber, dass der im Jahre 2005 vom MDR fristlos entlassene Fußballexperte wegen mehrfacher Bestechlichkeit, Betruges, Steuerhinterziehung und Vorteilsnahme im September letzten Jahres zu einer Geldstrafe verurteilt wurde und ab diesem Zeitpunkt für 2 Jahre als vorbestraft gilt und nun den Erfurter Fußballclub in der Öffentlichkeit vertreten soll.
Dazu musste er durch einen außer-gerichtlichen Vergleich den nicht geringen Geldbetrag in Höhe von 380.000 Euro an seinen früheren Arbeitgeber (MDR) überweisen. Sein unter Tränen abgelegtes Geständnis verhinderte allerdings eine von der Staatsanwaltschaft geforderte dreijährige Gefängnisstrafe.
Mohren hat bei seiner Vorstellung in Erfurt den Satz jeder hat eine zweite Chance verdient nicht zum ersten Male gehört. Zur Vorgeschichte:
Als im Jahre 2006 der frühere ehemalige Börsenmillionär und Medien- sowie Rechtehändler (z.B. Kino- und Sportwelt) Dr. M. Michael Kölmel bei einer Fernsehtalkrunde von seinem Fall vom reichen Börsenliebling - zum geächteten Knastinsassen und der Weg zurück berichtete, imponierte das auch den Fernsehzuschauer Mohren, der ab diesem Zeitpunkt unbedingt – damals noch nicht vorbestraft – mit diesen Dr. M. Kölmel in Kontakt treten wollte, um mit ihn zukünftig zusammenzuarbeiten.
Kölmel hatte das große Glück und Geschick mit Unterstützung seiner Anwälte gehabt, statt einer von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe von neun Jahren wegen Untreue und vorsätzlicher Insolvenzverschleppung nur eine Bewährungsstrafen von 22 Monaten erhalten zu haben und war damit ab 2005 wieder geschäftlich voll handlungsfähig. Dabei nutzte er und sein Bruder die Möglichkeit aus, die in Konkurs gegangenen eigenen Unternehmen wieder zurückkaufen zu können.
Mit Hilfe eines Leipziger Kreditinstitutes und einem damals dort ansässigen politischen Entscheidungsträgers und späteren Bundes- ministers haben die Brüder Kölmel für nur ca. 30 Millionen Euro genau die Unternehmen zurückerhalten, wo eigentlich Gläubiger auf 300 Millionen (!) Euro warteten, mussten dafür aber von München nach Leipzig umsiedeln.
Ende der 90-er Jahre bewahrte die Kölmel-Gruppe als Heilsbringer und Wohltäter viele vorwiegend unterklassige Fußball-Traditionsvereine mit großzügigen und langfristigen Darlehensverträgen vor drohenden Konkursen. Nach dem Prinzip, wer Geld gibt, will Gegenleistung, wollte Kölmel durch den ihm ermöglichten Rückkauf natürlich diese Verträge nach der eigenen Insolvenz weiterlaufen lassen, obwohl die zwischenzeitlich in arge Finanznot geratenen Vereine mehrheitlich kündigen wollten. Es schweben deshalb noch heute einige Damokles-Schwerter" über bekannte Stadien in Ost und West.
Durch kluge Rechtsanwälte und Gerichtsbeschluss hat es zumindest der FC Carl-Zeiss Jena im Jahr 2009 endlich geschafft, dass die an den Insolvenzanwalt damals gezahlten 130.000 Euro des 1 – Millionen-Vertrages gleichzeitig das Ende der Abhängigkeit bedeutete.
Anders sieht es dagegen bei dem Karlsruher SC aus. Ein paar Tage vor einem Termin bei dem OLG einigte sich kürzlich der Verein mit M. Kölmel auf einen Vergleich und muss in den nächsten Wochen eine Einmalzahlung in Höhe von sechs Millionen an den Darlehensgeber vor 10 Jahren (15 Mill.) tätigen und neben anteiligen Vermarktungsrechten noch weitere 15(!) Millionen Euro bis zum Jahr 2019 an Kölmel überweisen!
Zurück zum neuen ehrenamtlichen Rot- Weiß- Pressesprecher Mohren. Er wurde also tatsächlich zwischenzeitlicher (vielleicht auch noch heute?) Partner dieser umstrittenen Kölmel-Gruppe, die auch unter dem Namen EMKA-Immobiliengruppe GmbH gegen Zahlung von ca. 30 Millionen Euro damals die Ausschreibung nach der Suche eines neuen Betreibers des Leipziger WM Stadions und anliegenden Sportparkes bis vorerst 2030 gewonnen hatte. Insider haben aber schnell erkannt, dass die mittleren Buchstaben MK im Firmenlogo Michael Kölmel bedeuteten, der den Kauf auch gleich an seine Frau überschrieben ließ.
Nun hatte Herr Mohren aus dem Nachbarort Markranstädt von seinem neuen Partner die Aufgabe erhalten, vorrangig sich um die Vermarktung des zwischenzeitlich fast zum Investmentgrab gewordenen Komplexes wieder zum Leben und damit zum Gewinn zu bringen. Eine weitere gewinnbringende Namensänderung des Stadion ist bisher genau sowenig gelungen, wie die sich evt. lohnende Ansiedlung eines Vereines, der kontinuierlich mit den zu erwarteten Zuschauern auch Geld mit in die Kassen bringen würde.
Ob der mit ausländischen Millionen von einem bekannten Getränkehersteller geförderte Fußballverein seines Ortes, der z.Z. noch RR heißt, bei den angestrebten Mehrfachaufstiegen dann von den Zuschauern aus Nah und Fern nach dem fest eingeplanten Umzug in das (noch) Zentralstadion angenommen würde, bleibt allerdings abzuwarten.
Wilfried Mohren lebt nach seiner Aussage vor dem Gericht im September letzten Jahres nur von der finanziellen Unterstützung der Eltern seiner mitverurteilten Ehefrau. Warum er die ehrenamtliche Tätigkeit im ca. 200 km entfernten Erfurt angenommen hat, erscheint unter diesen Umständen deshalb fragwürdig….
Bleibt nur abzuwarten, welche Wirkung die neuerliche wieder besonders zwischen den eigenen Fans polarisierende Entscheidung des Präsidenten Rombach auf die bereits angekratzte Außendarstellung des Thüringer Clubs haben wird.
Nach dieser Personalentscheidung vermuteten jüngst in einem Forum eingefleischte Rot-Weiß Fans, dass Herr Rombach als nächste Vorstellung, weitere ehrenamtliche Verpflichtungen, wie die
Natürlich ist zu erwarten, dass gleichzeitig mit der neuen ehrenamtlichen Verpflichtung des Pressesprechers auch ein Weg für neue wichtige Sponsoren geebnet wurde, die u.a. in den vorstehenden Zeilen bereits Erwähnung fanden und während des irgendwann stattfindenden Stadionumbaus in Erfurt dem FC Rot-Weiß in der Bauphase vorübergehend auch eine großzügige neue Heimstätte in Sachsen anbieten könnten…..
Bleibt wenigstens zu wünschen, dass nach der am vergangenen Wochenende sehr unglücklich gegen Dynamo Dresden verlorenen Partie, bei der überraschend erstmals Präsident Rombach die letztjährige vorzeitige Entlassung des Trainers Baumann öffentlich als seinen Fehler einschätzte, die Erfurter Spieler in naher Zukunft wieder Erfolge auf dem Rasen einfahren können!
Pech war allerdings, dass ausgerechnet der vor ein paar Wochen zum Casting in Erfurt durchgefallene Tore Gundersen aus Norwegen seinem Namen alle Ehre machte und für den entscheidenden Treffer seines neuen Vereines in Dresden sorgte.
HUKL, der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Genau in der wetterbedingten Punktspielpause der 3. Fußballbundesliga machte kürzlich der FC Rot-Weiß Erfurt wieder auf sich aufmerksam, als der Alleinunterhalter, Präsident Rombach, erneut vor Kameras und Mikrofone trat.
Im Zuge der Neuausrichtung des Vereins (nnz berichtete am 19.02.10) stellte er als nächsten Schritt den früheren bekannten Sportmoderator und MDR- Sportchef Wilfried Mohren als seinen neuen ehrenamtlichen Pressesprecher vor, der vor den Toren Leipzigs wohnt.
Erstaunlich an dieser spektakulären Meldung ist aber, dass der im Jahre 2005 vom MDR fristlos entlassene Fußballexperte wegen mehrfacher Bestechlichkeit, Betruges, Steuerhinterziehung und Vorteilsnahme im September letzten Jahres zu einer Geldstrafe verurteilt wurde und ab diesem Zeitpunkt für 2 Jahre als vorbestraft gilt und nun den Erfurter Fußballclub in der Öffentlichkeit vertreten soll.
Dazu musste er durch einen außer-gerichtlichen Vergleich den nicht geringen Geldbetrag in Höhe von 380.000 Euro an seinen früheren Arbeitgeber (MDR) überweisen. Sein unter Tränen abgelegtes Geständnis verhinderte allerdings eine von der Staatsanwaltschaft geforderte dreijährige Gefängnisstrafe.
Mohren hat bei seiner Vorstellung in Erfurt den Satz jeder hat eine zweite Chance verdient nicht zum ersten Male gehört. Zur Vorgeschichte:
Als im Jahre 2006 der frühere ehemalige Börsenmillionär und Medien- sowie Rechtehändler (z.B. Kino- und Sportwelt) Dr. M. Michael Kölmel bei einer Fernsehtalkrunde von seinem Fall vom reichen Börsenliebling - zum geächteten Knastinsassen und der Weg zurück berichtete, imponierte das auch den Fernsehzuschauer Mohren, der ab diesem Zeitpunkt unbedingt – damals noch nicht vorbestraft – mit diesen Dr. M. Kölmel in Kontakt treten wollte, um mit ihn zukünftig zusammenzuarbeiten.
Kölmel hatte das große Glück und Geschick mit Unterstützung seiner Anwälte gehabt, statt einer von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe von neun Jahren wegen Untreue und vorsätzlicher Insolvenzverschleppung nur eine Bewährungsstrafen von 22 Monaten erhalten zu haben und war damit ab 2005 wieder geschäftlich voll handlungsfähig. Dabei nutzte er und sein Bruder die Möglichkeit aus, die in Konkurs gegangenen eigenen Unternehmen wieder zurückkaufen zu können.
Mit Hilfe eines Leipziger Kreditinstitutes und einem damals dort ansässigen politischen Entscheidungsträgers und späteren Bundes- ministers haben die Brüder Kölmel für nur ca. 30 Millionen Euro genau die Unternehmen zurückerhalten, wo eigentlich Gläubiger auf 300 Millionen (!) Euro warteten, mussten dafür aber von München nach Leipzig umsiedeln.
Ende der 90-er Jahre bewahrte die Kölmel-Gruppe als Heilsbringer und Wohltäter viele vorwiegend unterklassige Fußball-Traditionsvereine mit großzügigen und langfristigen Darlehensverträgen vor drohenden Konkursen. Nach dem Prinzip, wer Geld gibt, will Gegenleistung, wollte Kölmel durch den ihm ermöglichten Rückkauf natürlich diese Verträge nach der eigenen Insolvenz weiterlaufen lassen, obwohl die zwischenzeitlich in arge Finanznot geratenen Vereine mehrheitlich kündigen wollten. Es schweben deshalb noch heute einige Damokles-Schwerter" über bekannte Stadien in Ost und West.
Durch kluge Rechtsanwälte und Gerichtsbeschluss hat es zumindest der FC Carl-Zeiss Jena im Jahr 2009 endlich geschafft, dass die an den Insolvenzanwalt damals gezahlten 130.000 Euro des 1 – Millionen-Vertrages gleichzeitig das Ende der Abhängigkeit bedeutete.
Anders sieht es dagegen bei dem Karlsruher SC aus. Ein paar Tage vor einem Termin bei dem OLG einigte sich kürzlich der Verein mit M. Kölmel auf einen Vergleich und muss in den nächsten Wochen eine Einmalzahlung in Höhe von sechs Millionen an den Darlehensgeber vor 10 Jahren (15 Mill.) tätigen und neben anteiligen Vermarktungsrechten noch weitere 15(!) Millionen Euro bis zum Jahr 2019 an Kölmel überweisen!
Zurück zum neuen ehrenamtlichen Rot- Weiß- Pressesprecher Mohren. Er wurde also tatsächlich zwischenzeitlicher (vielleicht auch noch heute?) Partner dieser umstrittenen Kölmel-Gruppe, die auch unter dem Namen EMKA-Immobiliengruppe GmbH gegen Zahlung von ca. 30 Millionen Euro damals die Ausschreibung nach der Suche eines neuen Betreibers des Leipziger WM Stadions und anliegenden Sportparkes bis vorerst 2030 gewonnen hatte. Insider haben aber schnell erkannt, dass die mittleren Buchstaben MK im Firmenlogo Michael Kölmel bedeuteten, der den Kauf auch gleich an seine Frau überschrieben ließ.
Nun hatte Herr Mohren aus dem Nachbarort Markranstädt von seinem neuen Partner die Aufgabe erhalten, vorrangig sich um die Vermarktung des zwischenzeitlich fast zum Investmentgrab gewordenen Komplexes wieder zum Leben und damit zum Gewinn zu bringen. Eine weitere gewinnbringende Namensänderung des Stadion ist bisher genau sowenig gelungen, wie die sich evt. lohnende Ansiedlung eines Vereines, der kontinuierlich mit den zu erwarteten Zuschauern auch Geld mit in die Kassen bringen würde.
Ob der mit ausländischen Millionen von einem bekannten Getränkehersteller geförderte Fußballverein seines Ortes, der z.Z. noch RR heißt, bei den angestrebten Mehrfachaufstiegen dann von den Zuschauern aus Nah und Fern nach dem fest eingeplanten Umzug in das (noch) Zentralstadion angenommen würde, bleibt allerdings abzuwarten.
Wilfried Mohren lebt nach seiner Aussage vor dem Gericht im September letzten Jahres nur von der finanziellen Unterstützung der Eltern seiner mitverurteilten Ehefrau. Warum er die ehrenamtliche Tätigkeit im ca. 200 km entfernten Erfurt angenommen hat, erscheint unter diesen Umständen deshalb fragwürdig….
Bleibt nur abzuwarten, welche Wirkung die neuerliche wieder besonders zwischen den eigenen Fans polarisierende Entscheidung des Präsidenten Rombach auf die bereits angekratzte Außendarstellung des Thüringer Clubs haben wird.
Nach dieser Personalentscheidung vermuteten jüngst in einem Forum eingefleischte Rot-Weiß Fans, dass Herr Rombach als nächste Vorstellung, weitere ehrenamtliche Verpflichtungen, wie die
- Düsseldorfer Eheleute Pooth (er für Sponsorensuche, sie für die Betreuung der Firmenbosse in den VIP-Räumen),
- die Bandidos (für Ordnung und Sicherheit zur völligen Entlastung der Polizei),
- den Dresdener Ex- Dynamo-Präsidenten Rolf-Jürgen Otto (als Finanz-Berater und Verbindungsperson zum DFB) oder
- den Ex-Baulöwen Schneider aus Frankfurt/M (zur Kontrollperson für den Ablauf der Bauarbeiten für den bevorstehenden Stadion-Neubau),
Natürlich ist zu erwarten, dass gleichzeitig mit der neuen ehrenamtlichen Verpflichtung des Pressesprechers auch ein Weg für neue wichtige Sponsoren geebnet wurde, die u.a. in den vorstehenden Zeilen bereits Erwähnung fanden und während des irgendwann stattfindenden Stadionumbaus in Erfurt dem FC Rot-Weiß in der Bauphase vorübergehend auch eine großzügige neue Heimstätte in Sachsen anbieten könnten…..
Bleibt wenigstens zu wünschen, dass nach der am vergangenen Wochenende sehr unglücklich gegen Dynamo Dresden verlorenen Partie, bei der überraschend erstmals Präsident Rombach die letztjährige vorzeitige Entlassung des Trainers Baumann öffentlich als seinen Fehler einschätzte, die Erfurter Spieler in naher Zukunft wieder Erfolge auf dem Rasen einfahren können!
Pech war allerdings, dass ausgerechnet der vor ein paar Wochen zum Casting in Erfurt durchgefallene Tore Gundersen aus Norwegen seinem Namen alle Ehre machte und für den entscheidenden Treffer seines neuen Vereines in Dresden sorgte.
HUKL, der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz/knDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
