Theater in der Schule
Mittwoch, 10. März 2010, 11:50 Uhr
Das Wiener Forum Theater zeigte Kleists Lehrstück "Der zerbrochene Krug" am Staatlichen Berufsschulzentrum Sondershausen (SBZ). Dazu erreichte uns vom SBZ folgender Bericht...
Amtsmissbrauch öffentlicher Personen, Lüge und Missverständnisse bis hin zur Eifersucht - all das sind Probleme, die zu jeder Zeit und für jede Generation aktuell sind. Gerade diese Themenvielfalt zeichnet Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug" aus, welches am Mittwoch, dem 10.03.2010, im Schulteil II des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen vom Wiener Forum Theater vor Schülern des beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule aufgeführt wurde.
Aufgrund der positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Gastspielen dieser Theatergruppe an unserer Einrichtung nutzte der Fachbereich Deutsch des SBZ auch diesmal wieder dankbar die Gelegenheit, den doch häufig als eintönig empfundenen Schulalltag aufzulockern und kulturell zu bereichern.
Nach einer Einführung in den historischen Hintergrund und die Thematik des Stücks begann die beeindruckende und unterhaltsame Aufführung der Komödie Kleists.
Mit schlichter Bühnengestaltung, aber umso mehr wirkender Spielkunst, Mimik und Gestik gepaart mit viel Komik zogen die Schauspieler das Publikum in ihren Bann und erreichten, die Schüler für das Bühnengeschehen zu interessieren.
Dem Forum Theater Wien ist es mit der Aufführung von Kleists "Zerbrochenem Krug" gelungen, Gesellschaftskritik unterhaltsam und humorvoll auf die Bühne zu bringen. Kritik an Ideologie, Autoritäten in der Gesellschaft, Autoritätsgläubigkeit der Menschen und an einer als Einschränkung empfundenen überholten Wertordnung wurde transparent und verständlich für Jugendliche aufbereitet, die in unserer Zeit durch die vielen, häufig falsch verstandenen, Freiheiten meist wenig für solche Probleme sensibilisiert sind.
Die im Verlauf der Wahrheitsfindung allzu deutlich werdenden Stärken und menschlichen Schwächen der in der Handlung agierenden Charaktere ließen aus einem zunächst distanzierten Publikum schnell emotional beteiligte Zuschauer werden. Mit viel Beifall dankten Schüler und Lehrer den Darstellern für ihr überzeugendes Spiel.
Elke Grundmann
Autor: khhAmtsmissbrauch öffentlicher Personen, Lüge und Missverständnisse bis hin zur Eifersucht - all das sind Probleme, die zu jeder Zeit und für jede Generation aktuell sind. Gerade diese Themenvielfalt zeichnet Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug" aus, welches am Mittwoch, dem 10.03.2010, im Schulteil II des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen vom Wiener Forum Theater vor Schülern des beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule aufgeführt wurde.
Aufgrund der positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Gastspielen dieser Theatergruppe an unserer Einrichtung nutzte der Fachbereich Deutsch des SBZ auch diesmal wieder dankbar die Gelegenheit, den doch häufig als eintönig empfundenen Schulalltag aufzulockern und kulturell zu bereichern.
Nach einer Einführung in den historischen Hintergrund und die Thematik des Stücks begann die beeindruckende und unterhaltsame Aufführung der Komödie Kleists.
Mit schlichter Bühnengestaltung, aber umso mehr wirkender Spielkunst, Mimik und Gestik gepaart mit viel Komik zogen die Schauspieler das Publikum in ihren Bann und erreichten, die Schüler für das Bühnengeschehen zu interessieren.
Dem Forum Theater Wien ist es mit der Aufführung von Kleists "Zerbrochenem Krug" gelungen, Gesellschaftskritik unterhaltsam und humorvoll auf die Bühne zu bringen. Kritik an Ideologie, Autoritäten in der Gesellschaft, Autoritätsgläubigkeit der Menschen und an einer als Einschränkung empfundenen überholten Wertordnung wurde transparent und verständlich für Jugendliche aufbereitet, die in unserer Zeit durch die vielen, häufig falsch verstandenen, Freiheiten meist wenig für solche Probleme sensibilisiert sind.
Die im Verlauf der Wahrheitsfindung allzu deutlich werdenden Stärken und menschlichen Schwächen der in der Handlung agierenden Charaktere ließen aus einem zunächst distanzierten Publikum schnell emotional beteiligte Zuschauer werden. Mit viel Beifall dankten Schüler und Lehrer den Darstellern für ihr überzeugendes Spiel.
Elke Grundmann

