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Kompromiss gefunden

Donnerstag, 18. März 2010, 22:08 Uhr
Was wurde da nicht alles auf der Sondersitzung des Kreisausschusses des Kreistages Kyffhäuserkreis in der 5. Wahlperiode diskutiert, als es um die Schulen Heldrungen / Oldisleben ging...

Die öffentliche Sitzung des Kreisausschusses mit dem Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport des Kreistages Kyffhäuserkreis fand heute nachmittag im Sitzungszimmer Landratsamt statt.

Einziger Tagesordnungspunkt: Variantenvergleich zum Schulstandort Oldisleben. Das Interesse war wieder groß. Dieses Mal waren noch mehr Bescher als beim letzten schon stark besuchten Kreisausschuss. Zuerst konnte Landrat Peter Hengstermann (CDU) noch die Form wahren und entschied, dass die Sitzung 10 Minuten später anfange, damit die beiden Elternsprecher der beiden Schulen ihren Standpunkt vor dem Gremium darlegen durften. Aber im Laufe der doch lange Debatte zwischen den Ausschussmitglieder, mischten die Besucher später auch noch mit.

Der Sprecher der Grundschule Heldrungen, Sven Pulter sagte klar, die Eltern der Region fühlten sich von den verschiedenen Schulplänen verschaukelt. Analog äußerte sich Elternsprecherin Ines Paul von der Regelschule Oldisleben. Ihre Forderung war aber klar: Keine Regelschüler nach Bad Frankenhausen.

Landrat Hengstermann machte zu Beginn das Ziel klar es soll ein dauerhafter Schulstandort geschaffen werden. Man habe schließlich schon 30 Schulen schließen müssen. Danach hatten erst mal die Experten vom Architekturbüro Hutmacher und Jansch das Sagen. Sie stellten drei Varianten der Schulbelegung Oldisleben vor:
Variante 1 –10
Eine 2-zügige Grundschule (GS) + eine 2-zügige Regelschule (RS) mit Gesamtkosten in Höhe von 4.500.000 Euro. Klassen 1 –10.
Variante 1 –8
Eine 2-zügige Grundschule (GS) + eine 2-zügige Regelschule (RS) mit Gesamtkosten in Höhe von 4.050.000 Euro. Klassen 1 – 8 und zwei Klassenstufen müssen nach RS Bad Frankenhausen fahren.
Variante 1 –6
Eine 2-zügige Grundschule (GS) + eine 2-zügige Regelschule (RS) mit Gesamtkosten in Höhe von 4.050.000 Euro. Klassen 1 – 6 und vier Klassenstufen müssen nach RS Bad Frankenhausen fahren.

Als dann gar noch geschätzte Prognosezahlen von den Architekten ins Spielgebracht wurden monierte Torsten Blümel (Die Linke): „Wir haben im Kreistag den Masterplan Daseinsvorsorge beschlossen, da sollten wir auch die dortigen Zahlen nehmen“. Von vielen Redner dann ins Spiel gebracht die Gemeinschaftsschule, so von Uwe Vogt (SPD) und Maik Göllert (CDU). Allerdings wurde in der Diskussion schnell klar, das kann nicht von oben herab beschlossen werden, hier müssen Schulkonferenzen entscheiden.

Alle Meinungen und Stellungnahmen hier wieder geben zu wollen hätte einer längeren Nachtschicht bedurft, so heiß und ausgiebig wurde diskutiert. Patrick Taube (CDU) aus Heldrungen forderte. „GS Heldrungen gerade so erhalten und RS Oldisleben sanieren.“ Zusammenfassend konnte Hengstermann einen Kompromiss finden, der dann auch einstimmig dem Kreistag empfohlen wurde, der von den Gästen mit Beifall aufgenommen wurde und auch nach Ende der Veranstaltung in Gesprächen Zustimmung fand.

Und wie sah es aus? Das Gebäude der Regelschule Oldisleben wird saniert. In Heldrungen werden nur die unbedingt notwendigen Brandschutzmaßnahmen gemacht (160.000) Euro. Ab 2016 wird die Grundschule in das Gebäude der Regelschule Oldisleben einziehen. Bis dahin ist dann auch die Schulnetzplanung fertig, bei der ja dass Paket der Regelschulen komplett neu festgelegt werden muss. In Schulkonferenzen ist zu klären, ob die Gemeinschaftsschulen eine Option sind.

Autor: khh

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