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Franka Hitzing ist skeptisch

Freitag, 19. März 2010, 18:34 Uhr
Gerade hat die FDP-Landtagsabgeordnete Franka Hitzing ihr Büro in der Nordhäuser Altstadt eröffnet, da sagt die Lehrerin was zur Gemeinschaftsschule...


„Ich erkenne noch nicht das bahnbrechende Konzept für die Gemeinschaftsschule in Thüringen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Franka Hitzing heute in Erfurt. Die Einführung der Gemeinschaftsschule als zusätzliche Schulform habe nur dann eine Berechtigung, wenn sie zu qualitativen Verbesserungen in der Schulausbildung führe.

Dafür habe das Kultusministerium noch keine schlüssigen Argumente vorbringen können. Gemeinsames Lernen biete bereits die gut funktionierende Regelschule. Für eine Aufnahme von Abiturklassen in das Konzept der Gemeinschaftsschule fehlten die personellen und baulichen Voraussetzungen. „Wir wollen uns aber der Idee längeren gemeinsamen Lernens nicht ausdrücklich verschließen.“

Angesichts sinkender Schülerzahlen könnte die Gemeinschaftsschule als punktuelle, regionale Alternative erprobt werden. Es müssten aber ein Bedarf sowie ein geeigneter Träger vorhanden sein. „Keinesfalls kann die Gemeinschaftsschule aber die Hauptschulform in Thüringen werden“, so Hitzing mit Blick auf die vorgesehene personelle Ausstattung der Gemeinschaftsschulen mit je einem Sozialpädagogen pro Schule.

Das gegliederte Schulsystem aus Grundschule, Regelschule und Gymnasium habe sich bewährt. Man sei auch gegenüber Schülern und Eltern in der Verantwortung, den Abschluss der begonnenen Schulausbildung nicht durch Experimente zu gefährden. „Der Fokus muss auf die qualitative Weiterentwicklung der bestehenden Schulformen gerichtet bleiben“, so die abschließende Forderung von Franka Hitzing, Lehrerin und Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Nordhausen.
Autor: nnz/kn

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