Zusammenarbeit bewährt sich
Montag, 22. März 2010, 18:48 Uhr
Über Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und die Aktivitäten des VdK-Kreisverband Nordthüringen informiert Klaus Henze von VdK...
Alljährlich, um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, dem 5. Mai, fördert die Aktion Mensch mit Ideen, Materialien und auch finanziell Aktionstage, anfangs als "Aktion Grundgesetz" und nachdem sowohl im Bund als auch den Ländern Behindertengleichstellungsgesetze durchgesetzt waren seit 2006 im Rahmen des Gesellschafterprojektes. Der VdK-Kreisverband Nordthüringen beteiligt sich seit 2001 mit verschiedenen Veranstaltungen an den Aktionstagen. In diesem Jahr stehen die Aktionstage vom 1. bis 16. Mai unter dem Motto "Inklusion - dabei sein von Anfang an!" Über das Wort "Inklusion" sind wir ja nicht so glücklich, da gerade die Aktion Mensch immer die Verwendung von einer "leichten Sprache" propagiert, mit dem Inhalt jedoch schon, denn Inklusion bedeutet, das selbstverständliche und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen von Anfang an.
Sieben unserer 13 Ortsverbände beteiligen sich, zum Teil mit sogar mit mehreren Gesprächsrunden sowie Informationsständen. Dabei sind begehrte Gesprächspartner die Bürgermeister und Ratsmitglieder, Behindertenbeauftragten (die meist Mitglied unseres Verbandes sind) Leiter von integrativen und Behinderteneinrichtungen bis hin zu Politikern. So besuchen Mitglieder der Ortsverbände Artern und Bad Frankenhausen integrative Einrichtungen, des Ortsverbandes Roßleben Teilnehmer von Integrationsprojekten beim Bildungsträger Euratibor sowie Schüler einer Grundschule, um mit ihnen über diese Fragen zu diskutieren. Das Ganze erfolgt öffentlichkeitswirksam vor dem Start und nach den Aktionen auch mit Unterstützung dieser Zeitung. So können wir die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf diese Probleme lenken und zugleich darstellen, dass wir als Sozialverband VdK uns für Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen engagieren. Dabei nutzen wir gern die Zusammenarbeit mit spezifischen Behindertenverbänden.
Das Ganze verpufft allerdings, wenn man nicht das ganze Jahr über am Problem dran bleibt. Dass uns das mehr oder weniger gelungen ist, beweisen u. a., dass zwischen 2002 und 2007 sieben Kommunen unseres Einzugsbereiches die Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" durch Ratsbeschluss anerkannten, eine Reihe Behindertenbeauftragter berufen wurden, darunter auch die Kommunalen Behindertenbeauftragen der Kreise Nordhausen Frank Wittig und Kyffhäuserkreis Goldi Morcinek. Beide haben an der VdK-Ehrenamtsakademie das Zertifikat "VdK-Fachkraft für Barrierefreiheit" erworben und nehmen an den Weiterbildungen teil. Drei Einrichtungen im Kyffhäuserkreis bekamen die VdK-Plakette "barrierefrei erbaut" verliehen und es sollen noch mehr werden.
Übrigens hat es sich bewährt, dass jemand im Auftrage des Kreisvorstandes die Aktionen koordiniert von der Planung bis zur Abrechnung und das ist gegenwärtig der Vorsitzende des Ortsverbandes Roßleben Wolf-Jürgen Träger mit Unterstützung des Kreiskassenführers Richard Funke. Es ist für sie sicherlich nicht leicht, doch diese soziale Problematik liegt ihnen am Herzen und das ist ihr Motor. Es darf einfach nicht sein, dass behinderte Kinder wie in Ebeleben vom Unterricht ausgeschlossen werden. Nicht verstehen kann man, wenn Antje Burghardt von der Pressestelle des Landratsamtes bezogen auf die Kosten für einen integrativen Unterricht sagt: "Man muss auch einmal die Vernunft walten lassen." Ich bezweifle, dass sie das sagen würde, wäre sie selbst Mutter eines dieser Kinder. Noch mehr bezweifle ich, dass sie das Thüringer Gesetz zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG) vom 16. Dezember 2005 sowie die noch klarere Europäische Gesetzgebung kennt. Das wäre aber schwach! Sie ist jedenfalls schon heute herzlich eingeladen, an einer solche Diskussionsrunde teilzunehmen.
Mehr zu diesen Aktionstagen, findet man im Internet unter: diegesellschafter.de/
Klaus Henze
Autor: nnz/knAlljährlich, um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, dem 5. Mai, fördert die Aktion Mensch mit Ideen, Materialien und auch finanziell Aktionstage, anfangs als "Aktion Grundgesetz" und nachdem sowohl im Bund als auch den Ländern Behindertengleichstellungsgesetze durchgesetzt waren seit 2006 im Rahmen des Gesellschafterprojektes. Der VdK-Kreisverband Nordthüringen beteiligt sich seit 2001 mit verschiedenen Veranstaltungen an den Aktionstagen. In diesem Jahr stehen die Aktionstage vom 1. bis 16. Mai unter dem Motto "Inklusion - dabei sein von Anfang an!" Über das Wort "Inklusion" sind wir ja nicht so glücklich, da gerade die Aktion Mensch immer die Verwendung von einer "leichten Sprache" propagiert, mit dem Inhalt jedoch schon, denn Inklusion bedeutet, das selbstverständliche und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen von Anfang an.
Sieben unserer 13 Ortsverbände beteiligen sich, zum Teil mit sogar mit mehreren Gesprächsrunden sowie Informationsständen. Dabei sind begehrte Gesprächspartner die Bürgermeister und Ratsmitglieder, Behindertenbeauftragten (die meist Mitglied unseres Verbandes sind) Leiter von integrativen und Behinderteneinrichtungen bis hin zu Politikern. So besuchen Mitglieder der Ortsverbände Artern und Bad Frankenhausen integrative Einrichtungen, des Ortsverbandes Roßleben Teilnehmer von Integrationsprojekten beim Bildungsträger Euratibor sowie Schüler einer Grundschule, um mit ihnen über diese Fragen zu diskutieren. Das Ganze erfolgt öffentlichkeitswirksam vor dem Start und nach den Aktionen auch mit Unterstützung dieser Zeitung. So können wir die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf diese Probleme lenken und zugleich darstellen, dass wir als Sozialverband VdK uns für Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen engagieren. Dabei nutzen wir gern die Zusammenarbeit mit spezifischen Behindertenverbänden.
Das Ganze verpufft allerdings, wenn man nicht das ganze Jahr über am Problem dran bleibt. Dass uns das mehr oder weniger gelungen ist, beweisen u. a., dass zwischen 2002 und 2007 sieben Kommunen unseres Einzugsbereiches die Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" durch Ratsbeschluss anerkannten, eine Reihe Behindertenbeauftragter berufen wurden, darunter auch die Kommunalen Behindertenbeauftragen der Kreise Nordhausen Frank Wittig und Kyffhäuserkreis Goldi Morcinek. Beide haben an der VdK-Ehrenamtsakademie das Zertifikat "VdK-Fachkraft für Barrierefreiheit" erworben und nehmen an den Weiterbildungen teil. Drei Einrichtungen im Kyffhäuserkreis bekamen die VdK-Plakette "barrierefrei erbaut" verliehen und es sollen noch mehr werden.
Übrigens hat es sich bewährt, dass jemand im Auftrage des Kreisvorstandes die Aktionen koordiniert von der Planung bis zur Abrechnung und das ist gegenwärtig der Vorsitzende des Ortsverbandes Roßleben Wolf-Jürgen Träger mit Unterstützung des Kreiskassenführers Richard Funke. Es ist für sie sicherlich nicht leicht, doch diese soziale Problematik liegt ihnen am Herzen und das ist ihr Motor. Es darf einfach nicht sein, dass behinderte Kinder wie in Ebeleben vom Unterricht ausgeschlossen werden. Nicht verstehen kann man, wenn Antje Burghardt von der Pressestelle des Landratsamtes bezogen auf die Kosten für einen integrativen Unterricht sagt: "Man muss auch einmal die Vernunft walten lassen." Ich bezweifle, dass sie das sagen würde, wäre sie selbst Mutter eines dieser Kinder. Noch mehr bezweifle ich, dass sie das Thüringer Gesetz zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG) vom 16. Dezember 2005 sowie die noch klarere Europäische Gesetzgebung kennt. Das wäre aber schwach! Sie ist jedenfalls schon heute herzlich eingeladen, an einer solche Diskussionsrunde teilzunehmen.
Mehr zu diesen Aktionstagen, findet man im Internet unter: diegesellschafter.de/
Klaus Henze
