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Frühlingsgefühle in der Kammer

Mittwoch, 24. März 2010, 12:55 Uhr
Die Knospen sprießen, der Saft steigt in die Bäume. Selbst bei der Thüringer Wirtschaft zeiht augenscheinlich der Frühling ein. Diese wirtschafts-meteoroglogische Prognose stellt zumindest die Erfurter IHK in den medialen Raum...


Höchster Stand seit Juni 2008: In den Chefetagen ist mit dem Frühling auch der Optimismus zurückgekehrt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft steigt kräftig und zeigt sich eindeutig auf Erholungskurs. Die aktuellen Zahlen lassen aufatmen, gibt sich der Erfurter IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zuversichtlich. Auch in Thüringen würden sich die Anzeichen einer konjunkturellen Erholung stabilisieren.

„Die Unternehmen arbeiten sich langsam aus der Krise heraus. So signalisieren die Wirtschaftsdaten der letzten Wochen eine anhaltende Belebung im Auftragseingang“, zieht Grusser ein positives Fazit. Nach dem langen Winter drehten sich auf den Thüringer Baustellen endlich wieder die Kräne und für viele Baubetriebe sei die Zeit der witterungsbedingten Zwangspause vorbei.

„Trotz allem bleibt es ein zögerlicher Aufschwung mit vielen Fragezeichen“, warnt der IHK-Chef vor allzu viel Euphorie. Die Dynamik ließe noch zu wünschen übrig und die gravierenden Probleme in Griechenland zeigten, wie zerbrechlich die globale Erholung sei. Werde die Stabilität des Euro gefährdet, hätte dies auch negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.

Im Inland bleibe hauptsächlich der private Konsum in den nächsten Monaten das Sorgenkind. „Bereits zum Jahresauftakt musste der Thüringer Einzelhandel erneut Umsatzverluste von 3,3 Prozent verkraften. Die Branche kämpft mit der schwierigen Arbeitsmarktlage. Auf jeden neuen Arbeitslosen kommen in seinem Umfeld drei verunsicherte Beschäftigte, die dann auch um ihren Job bangen“, so Grusser. Auch die Diskussion um steigende Gesundheitskosten führe zu Irritationen und Kaufzurückhaltung.

Trotz der positiven Signale sitze vielen Firmenchefs noch die Angst vor Rückschlägen im Nacken. Zahlreiche Unternehmen kämpften mit Liquiditätsschwierigkeiten und bewegten sich auf einer äußert dünnen Finanzdecke.
Autor: nnz/kn

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