Fachtagung zum Freiwilligendienst (2)
Montag, 29. März 2010, 20:45 Uhr
Sozialministerin Taubert: Bund darf sich nicht aus finanzieller Verantwortung für Freiwilligendienste stehlen, so die Pressemeldung aus dem Haus der Landesregierung...
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat den Bund aufgefordert, sich nicht aus der finanziellen Verantwortung für Freiwilligendienste zu stehlen. Taubert sagte am Vormittag auf einer Fachtagung des PARITÄTISCHEN Thüringen und Starthilfe Sondershausen e. V.: Es ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse, dass sich Jugendliche in Freiwilligendiensten für das Gemeinwohl engagieren. Wer dieses Engagement haben will, der muss auch weiterhin Geld dafür geben.
Mit großer Sorge betrachtet die Thüringer Sozialministerin die von der Bundesregierung geplante Verkürzung des Grundwehrdienstes auf ein halbes Jahr. Der damit verbundene verkürzte Zivildienst wird vor allem Einrichtungen in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände besonders hart treffen. Experten rechnen damit, dass viele Stellen im Zivildienst wegfallen. Ich halte es für nicht vertretbar, dass freiwerdende Stellenanteile in den Einrichtungen durch Freiwilligendienste aufgefangen bzw. ersetzt werden sollen.
Laut Ministerin würden dann zwar mehr Einsatzstellen für den Freiwilligendienst zur Verfügung stehen, andererseits würde jedoch die Finanzierung der monatlich pro Teilnehmer entstehenden Kosten nicht mehr gedeckt sein. Grund: Die Bundesförderung für Zivildienstplätze von monatlich ca. 450 € würde wegfallen. Diese kann aber nicht durch Eigenmittel der Einsatzstellen bzw. Förderung durch Land und Europäischen Sozialfonds wie beim Thüringen Jahr aufgefangen werden. Dazu fehlen derzeit die Mittel im Landeshaushalt. Deshalb warnte Taubert die Bundesregierung vor einer abrupten Einführung eines kürzeren Zivildienstes bereits zum Sommer und forderte eine Übergangsfrist.
Jugendfreiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Mit dem zum 1. November 2003 neu eingeführten Thüringen Jahr wurden die vorhandenen freiwilligen Jahre [Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), Freiwilliges Soziales Jahr im kulturellen Bereich (FSJK) sowie Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FJD)] als eigenständiges Förderprogramm zusammengeführt. Finanziert wird das Thüringen Jahr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Freistaates Thüringen, des Bundes, der Einsatzstellen und von Stiftungen (Umwelt sowie Denkmalschutz).
Insgesamt haben gegenwärtig über 1.400 junge Menschen die Möglichkeit, in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur, Schule, Denkmalschutz, Sport sowie Natur- und Umweltschutz ein Jahr lang praktisch für sich und andere tätig zu werden. Gegenwärtig beteiligen sind 23 Träger am Thüringen Jahr.
Autor: khhDie Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat den Bund aufgefordert, sich nicht aus der finanziellen Verantwortung für Freiwilligendienste zu stehlen. Taubert sagte am Vormittag auf einer Fachtagung des PARITÄTISCHEN Thüringen und Starthilfe Sondershausen e. V.: Es ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse, dass sich Jugendliche in Freiwilligendiensten für das Gemeinwohl engagieren. Wer dieses Engagement haben will, der muss auch weiterhin Geld dafür geben.
Mit großer Sorge betrachtet die Thüringer Sozialministerin die von der Bundesregierung geplante Verkürzung des Grundwehrdienstes auf ein halbes Jahr. Der damit verbundene verkürzte Zivildienst wird vor allem Einrichtungen in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände besonders hart treffen. Experten rechnen damit, dass viele Stellen im Zivildienst wegfallen. Ich halte es für nicht vertretbar, dass freiwerdende Stellenanteile in den Einrichtungen durch Freiwilligendienste aufgefangen bzw. ersetzt werden sollen.
Laut Ministerin würden dann zwar mehr Einsatzstellen für den Freiwilligendienst zur Verfügung stehen, andererseits würde jedoch die Finanzierung der monatlich pro Teilnehmer entstehenden Kosten nicht mehr gedeckt sein. Grund: Die Bundesförderung für Zivildienstplätze von monatlich ca. 450 € würde wegfallen. Diese kann aber nicht durch Eigenmittel der Einsatzstellen bzw. Förderung durch Land und Europäischen Sozialfonds wie beim Thüringen Jahr aufgefangen werden. Dazu fehlen derzeit die Mittel im Landeshaushalt. Deshalb warnte Taubert die Bundesregierung vor einer abrupten Einführung eines kürzeren Zivildienstes bereits zum Sommer und forderte eine Übergangsfrist.
Jugendfreiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Mit dem zum 1. November 2003 neu eingeführten Thüringen Jahr wurden die vorhandenen freiwilligen Jahre [Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), Freiwilliges Soziales Jahr im kulturellen Bereich (FSJK) sowie Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FJD)] als eigenständiges Förderprogramm zusammengeführt. Finanziert wird das Thüringen Jahr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Freistaates Thüringen, des Bundes, der Einsatzstellen und von Stiftungen (Umwelt sowie Denkmalschutz).
Insgesamt haben gegenwärtig über 1.400 junge Menschen die Möglichkeit, in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur, Schule, Denkmalschutz, Sport sowie Natur- und Umweltschutz ein Jahr lang praktisch für sich und andere tätig zu werden. Gegenwärtig beteiligen sind 23 Träger am Thüringen Jahr.

